Zwei neue Baugebiete entstehen in Pfaffing

Vorerst sollen hier in zwei Reihen Häuser entstehen, im Hintergrund ist das Feuerwehrhaus zu sehen.
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Vorerst sollen hier in zwei Reihen Häuser entstehen, im Hintergrund ist das Feuerwehrhaus zu sehen.

Die geplanten Baugebiete „Forsting Nord“ im Westen an der Bahnlinie und „Pfaffing Nord 3“ beim Feuerwehrhaus bringen künftig mehr Platz für Gewerbe und schaffen neuen Wohnraum. Der Gemeinderat Pfaffing stellte die Weichen.

Von Karlheinz Günster

Pfaffing – Die geplanten Baugebiete „Forsting Nord“ im Westen an der Bahnlinie, und „Pfaffing Nord 3“ beim Feuerwehrhaus, beide Gemeinde Pfaffing, standen auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Dazu galt es, Stellungnahmen von Behörden und Trägern öffentlicher Belange abzuwägen.

Schon mehrmals hatte der Gemeinderat über die Erweiterung des Gewerbegebietes im Forstinger Nordwesten an der Bahnlinie um 10.000 Quadratmeter diskutiert. Der Aufstellungsbeschluss dazu ist vor einem Jahr gefasst worden. Dabei ist der Flächennutzungsplan zu ändern und ein Bebauungsplan aufzustellen. Die meisten Stellungnahmen dazu waren in dieser 2. Auslegung lediglich Wiederholungen der ersten – ohne neue Hinweise. So gab es auch nichts zu modifizieren.

Die Höhere Landesplanungsbehörde hatte eine Anmerkung zu den möglichen Nutzern dieses Gebietes. Das sollten keine sogenannten Einzelhandelskonglomerationen sein, also keine größeren Märkte.

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Einstimmig ist nach der Abwägung der Feststellungsbeschluss gefasst worden. Nachdem es keine neuen Hinweise gab, blieb es bei der vorgesehenen Planänderung.

Für „Pfaffing Nord 3“ waren beide Pläne – die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplans – zu behandeln. Der Aufstellungsbeschluss war im Februar, jetzt lagen erstmals die Stellungnahmen der Behörden vor. Westlich des Feuerwehrhauses soll etwa in dessen Tiefe ein Mischgebiet anschließen, dann ein allgemeines Wohngebiet. Das Landratsamt wünscht sich eine ausführlichere Begründung für das Vorhaben, was auch zugesagt wurde. Die Regierung von Oberbayern befasste sich mit dem Brandschutz und zitierte Vorschriften zum Wendekreis und Gewicht der Feuerwehrfahrzeuge.

Die Beschlüsse zum geänderten Flächennutzungsplan fielen ohne Gegenstimme. Aus dem Gemeinderat kam die Frage zu einer möglichen Erweiterung dieses Gebietes. Ja, das sei bedacht worden, erklärte Verwaltungsleiter Christian Thomas. Die Stichstraße sei verlängerbar, doch weitere Details dazu teile er im nichtöffentlichen Teil mit.

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Die Handwerkskammer begrüßte das Vorhaben, die Industrie- und Handelskammer wollte aber Wohnen und Gewerbe im Gleichgewicht sehen, was bei einem einzigen Grundstück nicht möglich sei. Das werde voraussichtlich geteilt, lautete die Antwort der Verwaltung dazu, dann seien es mehrere.

Das Landratsamt störte sich an der Länge der Garagen, die nun eindeutig auf 9 Meter begrenzt wurden. Nicht wie gewünscht reagierte die Untere Naturschutzbehörde, die eine Ausgleichsfläche mit nur 50 Prozent bewertete. Man habe diese Flächen, erklärte Verwaltungsleiter Christian Thomas, doch seien diese an Landwirte verpachtet. Es liege am Gemeinderat, zu bestimmen, ob eine solche Fläche bewirtschaftet werden dürfe oder gleich aufzuwerten sei. Gemeinderätin Elisabeth Gralka (UBG) wünschte sich allgemein eine Aufstellung dieser Flächen in der Gemeinde. Auf dieser Basis sei zu entscheiden, ob die Pachtverträge gekündigt würden. Insgesamt waren bei diesem Baugebiet 2 Ausgleichsflächen im Spiel, bei einer davon weise man auf die bereits erfolgte Aufwertung hin.

Hanglage zu berücksichtigen

Das Wasserwirtschaftsamt mahnte, starke Regenfälle in die Planung einzubeziehen, die Hanglage sei zu berücksichtigen. Der Boden sei hochwertig und möglichst vor Ort wieder zu verwenden.

Der Billigungsbeschluss zum Bebauungsplan fiel einstimmig.

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