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WERTVOLLES LEBENSMITTEL:

Zweckverband Harpfing sagt: „Gute Wasserleitungen kosten Geld“

Der Verbandsvorsitzende des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Harpfinger Gruppe, Sepp Reithmaier (links), verabschiedete die langjährige Kassenverwalterin Regina Heinrich und seinen Vorgänger als Vorsitzender der Harpfinger Vitus Pichler.U
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Der Verbandsvorsitzende des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Harpfinger Gruppe, Sepp Reithmaier (links), verabschiedete die langjährige Kassenverwalterin Regina Heinrich und seinen Vorgänger als Vorsitzender der Harpfinger Vitus Pichler.U
  • VonJosef Unterforsthuber
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Wasser ist das wichtigste Lebensmittel. Doch es ist gar nicht so einfach, ein Leitungsnetz zu pflegen. Es kostet Geld und viel Zeit, zeigte eine Versammlung des Wasserzweckverbands der Harpfinger Gruppe. Hier standen neben Informationen auch Ehrungen im Fokus.

Schnaitsee/Pittenhart – Viel Lob für den ehemaligen Verbandsvorsitzenden des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Harpfinger Gruppe, Vitus Pichler, aber auch mahnende Worte zum Zustand des Leitungsnetzes waren bei der Sitzung des Wasserzweckverbandes zu hören. Der Wasserverlust stieg von 10,95 Prozent im Jahr 2019 auf 18,88 Prozent im Jahr 2020. Der amtierende Vorsitzende Sepp Reithmaier sieht in diesem Zusammenhang weitere Sanierungsarbeiten und damit einhergehend auch eine kräftige Gebührenerhöhung für unumgänglich.

Vitus Pichler geehrt

Festlicher Höhepunkt der Sitzung des Wasserzweckverbandes „Harpfinger Gruppe“ war die Ehrung des langjährigen Vorsitzenden Altbürgermeister Vitus Pichler aus Schnaitsee. Pichler war bis 2020 36 Jahre lang im Führungsteam aktiv. Zunächst ab 1984 sechs Jahre als Verbandsrat, dann 12 Jahre im Werksausschuss und dann 18 Jahre als Vorsitzender.

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Sein Nachfolger Sepp Reithmaier, Bürgermeister von Pittenhart, betonte: „Du bis förmlich 36 Jahre lang im Wasser der Harpfinger Gruppe geschwommen.“ Reithmaier hob in seiner Laudatio die ruhige und sachliche Art Pichlers hervor. „Du hast von Beginn an den Wert des Wassers erkannt und immer darauf gepocht, dass diesem wertvollen Lebensmittel die Wertschätzung zuteil wurde.“

„„Passt´s ma fei auf unser Wosser auf.“

Pichler dankte für die Ehrung und forderte die Verbandsräte dazu auf, immer dahinter zu sein, dass die Qualität des Wassers erhalten bleibt: „Passt´s ma fei auf unser Wosser auf.“

Sandra Mittermaier übernimmt die Kasse von Regina Heinrich

Nach 28 Jahren als Kassenverwalterin war Regina Heinrich in den Ruhestand gegangen. Auch ihr Einsatz für den Verband wurde von Reithmaier gewürdigt. „Wir schätzten deine korrekte und immer verlässliche Art. du hast immer für intakte Finanzen gesorgt.“ Pichler und Heinrich erhielten das Buch „Ausgesprochen bayerisch“.

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Vor der Ehrung im Pittenharter Kirchenwirt standen allerdings noch zahlreiche Punkte bei der Verbandstagung in der Mehrzweckhalle auf dem Programm. Hier wurde auch Sandra Mittermaier aus Obing als Nachfolgerin von Regina Heinrich als Kassenverwalterin und Finanzbuchhalterin bestellt. Sie stellte sich den Mitgliedern vor. „Gerade heuer war es schon eine Herausforderung als Mutter von zwei Kindern Beruf und Homeschooling unter einen Hut zu bringen. Aber mir wurde jede Unterstützung zuteil“. Sie bedankte sich bei ihrer Vorgängerin für das gute Einarbeiten in der Kienberger Geschäftsstelle.

Haushalt und Wirtschaftsplan

Zunächst beschloss die Versammlung den Wirtschaftplan für 2021. Er schließt im Erfolgsplan mit je 1.161.250 Euro in den Erträgen und Aufwendungen. Im Vermögensplan schließt er mit je 722.200 Euro in Einnahmen und Ausgaben ab. In Aindorf wurden 30.000, am Kienberger Sportplatz bis Sonnau 50.000 und von Orthofen bis Stadl 170.000 Euro für Leitungssanierungen und –umlegungen veranschlagt. Für die Brunnenregenerierung wurden 25.000 Euro angesetzt und für den laufenden Unterhalt 98.000 Euro. Im Vermögensplan für Gebietsausweisungen wurden für Pittenhart „An Bahnhof“ 30.000, für Waldhausen 200.000 und für das Laberinger Feld in Kienberg 120.000 Euro veranschlagt. Die Versammlung stimmte auch der Haushaltssatzung zu.

Schulden reduziert – Rücklagen ausreichend

Nach dem Vortrag zur Feststellung des Jahresabschlusses für 2019 beschloss die Versammlung, dass der Jahresabschluss genehmigt, festgestellt und die Entlastung erteilt wird.

Vorsitzender Sepp Reithmaier gab den Bericht über die überörtliche Prüfung der Jahreabschlüsse 2008 bis 2018 bekannt. „Es wurde festgestellt, dass die Kassen- und Buchführung in Ordnung waren, dass der Zweckverband die Schulden auf rund 342.000 Euro reduzieren konnte und dass ein ausreichen hoher Rücklagenstand vorgehalten wird.

Bei den Kosten der Sanierung und Umlegung der Wasserleitung von Mantelsham nach Zeismering entstand ein Mehraufwand von knapp 18.000 Euro, da das Aushubmaterial nicht mehr verwendet werden konnte. Insgesamt kostete die Maßnahme knapp 73.000 Euro.

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Gebührenerhöhung wegen Sanierung des Leitungsnetzes

Zudem wurde mitgeteilt, dass 2020 der Wasserverlust bei 18,88 Prozent (knapp 153.000 Kubikmeter) lag. 25 Rohrbrüche wurden behoben. Ein Jahr zuvor betrug der Wasserverlust 10,95 Prozent. In einer ausgiebigen Diskussion über dieses Thema wurde angemahnt, das Leitungsnetz kontinuierlich zu sanieren. „Da kommen wir dann um eine kräftige Gebührenerhöhung nicht drum herum“, stellte der Verbandsvorsitzende Reithmaier abschließend fest.

Die Sanierung und Umlegung der Wasserleitung von Mantelsham nach Zeismering verursachte Kosten für den Zweckverband in Höhe von knapp 73.000 Euro.

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