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AUS DEM GEMEINDERAT

Der Zugang zum Haager Zehentstadel wird barrierefrei gestaltet

Die Südansicht zeigt den Blick auf den Kastaniengarten und den Platz für die Außenbestuhlung.
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Die Südansicht zeigt den Blick auf den Kastaniengarten und den Platz für die Außenbestuhlung.
  • VonLudwig Meindl
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Auf zweieinhalb Stunden dehnten die Haager Gemeinderäte die Planbesprechung zur Außengestaltung des Zehentstadels aus. Die Fertigstellung wird erst 2024 erwartet. Die Kosten sind auf eine knappe halbe Million Euro geschätzt. Das einheitliche Gesamtbild soll zur Aufwertung des historischen Zentrums dienen.

Haag – Den Vorentwurf erläuterte Landschaftsarchitekt Robert Kerfer. Ein Hauptanliegen bedeutete ihm die ebene Gestaltung der Flächen vor dem historischen Gebäude auf der Nord- und Südseite. Schwierig schien die Bewältigung des abfallenden Geländes am Marktberg. Die Zugänge sollen barrierefrei sein. Der Kastaniengarten bekommt einen neuen Ausgang und einen aufgekiesten Platz.

Platz für Außenbestuhlung des Cafés

Richtung Marktplatz erhält der Vorplatz demnach eine Vertiefung, um auf die Gesamtlänge eben zu werden. Das neue Areal soll die Außenbestuhlung für das „Café am Marktplatz“ aufnehmen. „Wir haben herausgeholt, was möglich ist“, so Robert Kerfer. „Das Eck“ gegenüber dem Kriegerdenkmal leitet zur Ostseite über, an der die drei Längsparkplätze erhalten bleiben. An die Zehentstadelwand schließt sich ein 1,70 Meter breiter Gehweg.

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Auf der Nordseite am Löwenbrunnen wird die Ulme vor dem alten Feuerwehrgerätehaus mehr Raum bekommen. Den kleinen grünen Platz bereichern künftig Sitzstufen. Gegen unwillkommenes Parken werden Poller aufgestellt. Wie auf der Südseite soll die gesamte Fläche vor dem Bauernmarkt eben werden und auch zum rückwärtigen Eingang den barrierefreien Zugang ermöglichen. Die Sitzgelegenheiten werden verlängert, das Trafohäuschen verkleidet und in der Ecke platziert, wo auch die Mülltonnen hinkommen werden.

Um die Außengestaltung des Haager Zehentstadels ging es im Gemeinderat.

Ein einheitliches Bild

Ein Anliegen war den Landschaftsarchitekten die einheitliche Gestaltung, wie Robert Kerfer betonte: „Alles soll in einer Qualität ausgeführt werden.“ Dazu gehören 190 Meter Stufen aus Granit, Beleuchtung, niedrige Stauden und Holzroste für die Sitzflächen. Mit 495.516 Euro bezeichnete er die Kosten „für eine relativ kleine Fläche“ als „relativ hoch“. Im Terminkalender ist 2021 für die Ausschreibung vorgesehen, 2022 für die Vergabe, 2023 für die Ausführung und 2024 für die Fertigstellung.

Generell fand die Vorstellung Anklang, so dass der Vorentwurf mit 15 gegen fünf Stimmen befürwortet wurde. Dritter Bürgermeister Dr. Florian Haas (PWG) im ersten Kommentar: „Das gehört zur Visitenkarte von Haag.“ Hans Urban (CSU) missfiel, dass durch die Einebnung der Flächen die Parkplätze entfallen. Die Alternative nach den Landschaftsarchitekten heißt „Beparken oder Außenflächen“. Die Befahrbarkeit sei gesichert.

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Herbert Zeilinger (WfH) sprach von einer zukunftsträchtigen Planung. Das Parken sei dafür zurückzustellen. In den Kastaniengarten solle jedoch eine Rampe führen. Lob kam vom Bauernmarktchef Josef Hederer (PWG): „Ich freue mich, dass die Nordseite einbezogen ist.“ Den Freiraum für die Ulme schätze er hoch ein, ebenso das Vergrößern der Sitzflächen vor dem Bauernmarkt. Für den Vorplatz, schlug Hederer vor, könnten Graf-Ladislaus-Weg und die gegenüberliegende Friedenseiche einbezogen werden.

Nadelöhr Löwenbrücke

Zweiter Bürgermeister Stefan Högenauer (CSU) verwies auf das Nadelöhr der Löwenbrücke. Das werde durch die Stufen als Eingrenzung des Vorplatzes verschärft: „Es wird hier deutlich enger.“ Der Landschaftsarchitekt kündigte an, die Verkehrssituation noch einmal zu „beleuchten“. Die Vorprägung durch Granit in Grau wertete Dr. Bernhard Grabmeyer (Freie Wähler) als überbetont, da sie den gesamten Bau dominiere. Für die Stufen empfahl er Geländer, die nach Kerfer bereits einberechnet, aber noch nicht eingezeichnet sind. Über die Farbgestaltung wolle man später noch reden.

Hermann Jäger (PWG) schlug vor, das Trafohäuschen hinter dem Gebäude des Malers Holzner verschwinden zu lassen. Dieser Grund gehöre nicht der Gemeinde, so Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD). Sie werde einmal nachfragen. Daneben argumentierte sie gegen den Vorwurf, man fange außen zu früh an, bevor innen gestaltet sei, dass dieses zentrale Gebäude eine Gesamtplanung benötige, die auch das Ambiente einbeziehe.

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