Babenshamer Rat diskutierte über Deponie

Zufahrt nicht durch Odelsham

Babensham - Der Gemeinderat hat keine Einwände gegen das von der Firma Zosseder angestrebte Raumordnungsverfahren für die Errichtung einer Deponie der Klasse I am Standort Odelsham. Anfahrt und Abfahrt zur Deponie dürften aber nicht durch Odelsham verlaufen, so die einhellige Meinung des Rates.

Besorgnis löste im August vor allem unter den Bewohner der Ortschaft Odelsham ein Bericht in der Wasserburger Zeitung aus, dass nun eine "große" Deponie geplant sei und die Abfahrt durch Odelsham erfolgen solle.

Nach der bisherigen Planung sollte die Kiesgrube nur bis zum alten Level wieder aufgefüllt werden. Nun wurde eine "überhöhte Auffüllung" beantragt, wobei die Fläche von etwa 7,4 Hektar allerdings gleich bleibt. Deshalb war das Raumordnungsverfahren durch die Regierung von Oberbayern für die Errichtung und den Betrieb der Deponie durch die Firma Zosseder notwendig geworden. Auf dieser Deponie sollen Stoffe entsorgt werden, die einen geringen organischen Anteil haben und kaum Schadstoffe abgeben.

Auch in Bezug auf das Verfüllmaterial gab es Verunsicherungen bei etlichen Babenshamern und auch Wasserburgern, die durch die benachbarte Kläranlage involviert sind.

In der Gemeinderatssitzung stellte Simon Zosseder junior klar, dass es sich bei der Anlage um eine Bauschuttdeponie der Klasse I handle. Im Vergleich zum Material Z 2, von dem bisher die Rede gewesen war, existierten nur minimale Unterschiede. "Es gibt nur ein wenig mehr an organischen Stoffen", so Zosseder. Gemeinderat Ludwig Krug fragte, ob Müllverbrennungsrückstände gelagert würden. Dazu sagte Zosseder: "Das ist Unfug. Es ist wirklich kein Giftmüll drin."

Ein Problem, das vor allem die Bewohner von Odelsham betroffen hätte, erwies sich laut Auskunft von Zosseder als Darstellungsfehler der Firma und des Ingenieurbüros. Es war nämlich die Rede davon, dass die Abfahrt von der Deponie über die Gemeindeverbindungsstraße Odelsham-Blaufeld erfolgen solle. Nun wurde klargestellt, dass die Fahrten über den parallel zur B 304 verlaufenden Wirtschaftsweg und über eine noch zu errichtende Abfahrt von der B 304 in der Nähe des bestehenden Parkplatzes durchgeführt werden.

Nur unter der Bedingung, dass die Ortschaft Odelsham nicht vom Deponieverkehr belastet werde, erhoben die Räte keine Einwände gegen das angestrebte Raumordnungsverfahren. mjo

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