Würdelos oder einfach notwendig?

Eine Reaktivierung des Kirchenfriedhofes verletze die Würde der Toten, sei ethisch nicht zu vertreten befand ein Rechtmehringer Bürger. der Gemeinderat sah das anders.

Rechtmehring - Dem Gemeinderat lag in seiner jüngsten Sitzung ein Schreiben eines empörten Rechtmehringer zur Reaktivierung des Kirchenfriedhofes vor. Er begründete darin seine ablehnende Haltung mit der Verletzung von ethischen und moralischen Grundsätzen, mit der Verletzung der Würde der Toten, mit finanziellen Gründen seitens der Gemeinde und weiteren Argumenten. Das gleiche Schreiben erhielt auch die Pfarrei.

Bürgermeister Sebastian Linner zeigte Verständnis für die naturgemäß verschiedenen Ansichten der Bürger zu diesem "sensiblen Thema", das im Gemeinderat jetzt nochmals intensiv diskutiert wurde. Der wirtschaftliche Aspekt war nach Ansicht der Räte bei der Entscheidung der Reaktivierung kein Grund, zumal die Entscheidung bei der Pfarrei liegt, da diese Träger des Friedhofs ist.

Kirchenpfleger und Gemeinderat Friedl Köbinger erwähnte auch, dass in den jeweiligen Gremien Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat und Gemeinderat sowie bei den Bürgern ein breiter Konsens für die Reaktivierung vorhanden ist, wobei jedem klar sei, dass es immer unterschiedliche Meinungen gebe. Auch die zuständigen Stellen der Kirche empfahlen der Pfarrei ausnahmslos die Reaktivierung.

In einer breiten Diskussion wurde das Thema mehrmals öffentlich vorgestellt und diskutiert. Da hatte sich der Briefschreiber wohl nicht zu Wort gemeldet, denn Widerspruch war nicht laut geworden, Nach frage nach Grabstellen hingegen schon. Bei der Frage von Linner an die Räte, ob man den eingeschlagenen Weg weitergehen soll, sprachen sich alle dafür aus.

Anschließend ging es um ein handfesteres Thema: Die Verkehrssicherheit. An der Kurve bei Edeka Raab in Rechtmehring wird der Verkehrsspiegel ausgetauscht gegen einen mit stärkerer Wölbung, damit auch die Fußgänger aus der Auenstraße diesen mitnutzen können. Die Kosten ohne Montage betragen 380 Euro. Der bisher hier montierte Spiegel erhält eine Grundreinigung und wird in Holzkram an der Ausfahrt zur Kreisstraße montiert.

Die Ausfahrt von der Eisenrichterstraße in die Hauptstraße in Rechtmehring ist nach den Baumfällarbeiten jetzt Richtung Westen besser einsehbar. Der vorhandene Verkehrsspiegel soll so gedreht werden, dass dieser Richtung Kirchenwirt genutzt werden kann.

An der Freimehringer Kreuzung sollen umfangreiche Verbesserungen erfolgen, da der Kreisverkehr ja bekanntlich nicht realisiert wird. Speziell größere Schilder und ein Blinklicht erhöhen nach Ansicht des Straßenbauamtes die Verkehrssicherheit. Aufgabe der Gemeinde ist es, an der Kreuzung für mehr Helligkeit zu sorgen. Deswegen wird eine Straßenlaterne erhöht und mit mehr Strahlkraft ausgestattet. Die anfallenden Kosten von 1600 Euro genehmigte der Rat einstimmig.

Von den 28 Brennstellen in Form öffentlicher Lampen, die in den Zuständigkeitsbereich von Eon fallen, sind fünf mit Leuchtstofflampen und 23 mit Quecksilberdampflangen ausgestattet. Diese 23 Lampen sollen nun gegen Leuchtstofflampen ausgetauscht werden, was 60 Prozent Stromeinsparung oder 700 Euro Einsparung im Jahr bedeutet. In diesem Jahr für 2185 Euro oder 2013 für 1840 Euro austauschen, oder gleich LED-Technik installieren, war die Frage. Bei LED betragen die Investitionen ein Vielfaches. Beabsichtigt ist nun Anfang 2013 der Austausch mit Leuchtstofflampen. fxm

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