BETREUTES WOHNEN

Wohnen im Alter: Pfaffings Seniorenbeauftragter fordert Taten statt Worte

Diese Fläche in der Bürgermeister-Bodmeier-Straße möchte die Gemeinde gerne behalten. Sie wäre ideal für betreutes Wohnen, doch mögliche Träger wollen das Grundstück auch kaufen dürfen. .
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Diese Fläche in der Bürgermeister-Bodmeier-Straße möchte die Gemeinde gerne behalten. Sie wäre ideal für betreutes Wohnen, doch mögliche Träger wollen das Grundstück auch kaufen dürfen. .
  • vonKarlheinz Günster
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Der Pfaffinger Seniorenbeauftragte und Gemeinderat Josef Rester (ÜWG) ist hartnäckig. Nachdem seit Jahren seiner Meinung nach den Worten zu wenig Taten folgten, schob er das Thema „Betreutes Wohnen im Alter“ wieder an. Doch die Realisierung hat ihre Tücken..

Pfaffing – Mit seinem Antrag erwischte Gemeinderat Rester nicht die beste Sitzung, der öffentliche Teil erstreckte sich über dreieinhalb Stunden und angesichts der fortschreitenden Zeit und des bevorstehenden nichtöffentlichen Teils drängten Gremiumsmitglieder auf ein Weiterkommen im Ablauf. Diskutiert, erklärte Rester vor allem den neuen Räten, sei das über 20 Jahre alte Thema bereits zu einer Zeit, „als der Bürgermeister auch schon Josef Niedermeier hieß, sprach er in Richtung dessen Sohnes, der das Amt jetzt innehat.

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Träger will nur auf eigenem Grund bauen

Etwas habe sich in der Zeit schon getan, wenn auch nicht das, was der Seniorenbeirat und die Bürgerhilfe wünschen würden, nämlich die Nutzung der gemeindlichen Grundstücke in der Bürgermeister-Bodmeier-Straße. Dafür erfuhr nun die Öffentlichkeit, dass sich zwar Träger für Betreutes Wohnen interessiert hätten, doch nur auf eigenem Grund etwas bauen möchten. Die Gemeinde will diese Flächen jedoch behalten, auf ein Verpachten ließ sich kein Interessent ein.

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Das nun anvisierte Grundstück südlich des Wirts liegt zwar auch im Ort, „wird der Sache aber nicht gerecht“, befand Rester. Die Gemeinde solle idealerweise bauen und vermieten und das für Generationen, wünschte er. Es gebe bereits „eine Liste von Interessenten“. Mit einem Antrag wollte er das Vorhaben jetzt konkret voranbringen.

Zuerst eine Arbeitsgruppe

Für Gemeinderat Tobias Forstner (ÜWG) war „aber doch einiges in dieser Zeit passiert“, man habe Wohnformen untersucht und Beschlüsse gefasst. Bürgermeister Josef Niedermeier (FWF) strebte bei den neuen Gemeinderäten ebenfalls einen gleichen Wissensstand an und schlug eine Arbeitsgruppe vor. Darin sollen Bürgermeister, Seniorenbeauftragter und der Arbeitskreis Generationen das Thema voranbringen. Josef Rester wollte seinen Antrag nicht zurückziehen, somit wurde er gegen seine Stimme abgelehnt, dafür die Einrichtung der Arbeitsgruppe geschlossen befürwortet.

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