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Wassergebühren oder Verbesserungsbeiträge?

Woher sollen die Gelder für die Wasserversorgung in Ramerberg fließen?

Wer zahlt künftig wie viel für die Verbesserungsmaßnahme in Ramerberg? Keine leichte Entscheidung für die Gemeinderäte.
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Wer zahlt künftig wie viel für die Verbesserungsmaßnahme in Ramerberg? Keine leichte Entscheidung für die Gemeinderäte.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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Wie soll die Verbesserungsmaßnahme der Gemeinde Ramerberg bezahlt werden? Über 850.000 Euro müssen finanziert werden. Der Gemeinderat tut sich schwer mit einer Entscheidung.

Ramerberg – Ingrid Hannemann von der Kubus GmbH sprach in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Ramerberg deutliche Worte: Die neue Wasserversorgung wird mehr als 850 000 Euro kosten. Diese große Summe, oder wie Hannemann formulierte, „dieser dicke Batzen“, ist von der Gemeinde auf die Verbraucher umzulegen. Derartige Aufwendungen sollen über Beiträge und Gebühren refinanziert werden, so die Fachfrau bei der Kommunalberatung Kubus. Daran gebe es keinen Zweifel, die Frage sei allerdings, auf welche Weise dies geschehen soll.

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Als Instrumente dafür gebe es die Verbesserungsgebühr und die Wassergebühr. Die Gemeinden können sich entweder zu 100 Prozent für eine der beiden Einnahmequellen entscheiden oder auch beide miteinander kombinieren, erklärte Hannemann, laut ihren Worten nicht zum ersten Mal vor dem Gremium in Ramerberg. Sie selbst plädiere bei dieser hohen Summe für den Verbesserungsbeitrag. „Alles, was bezahlt ist, ist bezahlt“, äußerte sie und gab zu bedenken: „Die Wassergebühren werden künftig mit Sicherheit nicht sinken. Ich kann aber auch eine 70:30-Finanzierung als Kombi empfehlen.“

Außerdem rechnete sie vor, dass 2,63 Euro pro Kubikmeter zu zahlen wären, wenn alles über Gebühren abgerechnet würde und 2,12 Euro, wenn alles über Verbesserungsbeiträge liefe. „Bedenken Sie, die Maßnahme belastet Ihre Wassergebühr für die nächsten 40 Jahre“, fügte sie hinzu.

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Die Gemeinderäte warfen infolge fast alle möglichen Kombinationsmöglichkeiten in den Raum: 20:80 war ebenso zu hören wie 40:60 oder 100:0. Manche klagten, sie könnten sich unter den Kombinationsmöglichkeiten und ihren Folgen nichts Konkretes für Landwirte, Großgrundbesitzer oder Mieter vorstellen. Und so wurde nach eineinhalb Stunden Beratung der Beschluss gefasst, dass das Unternehmen Kubus vier verschiedene Rechnungsbeispiele vorlegen soll.

Geschäftsstellenleiter Maximilian Brockhoff bestätigte, dass die Baumaßnahmen gut vorankämen und die Zeit deshalb dränge, sich auf einen Abrechnungsmodus zu einigen. „Wenn die Maßnahme abgeschlossen ist, werden auch die Gebühren fällig“, bestätigte Hannemann. Grundstücks- und Geschossflächen in der Gemeinde müssen für eine exakte Abrechnung allerdings noch erfasst und aktualisiert werden.

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So einigte man sich im Gemeinderat einstimmig darauf, dass die Verbesserungsmaßnahmen für die Wasserversorgung zumindest teilweise über Verbesserungsbeiträge abgerechnet werden sollen. Über die genaue prozentuale Aufteilung zwischen Gebühren und Verbesserungsbeiträgen soll dann in einer der nächsten Sitzungen entschieden werden.

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