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Mängelatlas erstellt

Wo das Radeln in Wasserburg gefährlich ist

Die rote Pins markieren all die Stellen, die Radler als Schwachpunkte dem ADFC gemeldet haben. Klinger/OVB
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Die rote Pins markieren all die Stellen, die Radler als Schwachpunkte dem ADFC gemeldet haben. Klinger/OVB
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Radlfahrer sind sich in einem Punkt einig: Die gefährlichste Stelle im Stadtgebiet ist die Strecke zwischen Brucktor und Edeka Singer. Eine Machbarkeitsstudie soll jetzt klären, was getan werden kann, damit das Fahrradfahren hier sicherer wird. Doch es gibt noch an weiteren Stellen zu tun.

Wasserburg – Als Reaktion auf einen Antrag der Stadtratsfraktion der Grünen hat die Verwaltung, wie berichtet, eine Karte erstellt, in der die Konfliktpunkte für Radler in der Kommune erfasst worden sind. Diese Bestandsaufnahme von Andreas Hiebl, zuständig für den Öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt, ist im Bauausschuss jetzt mit einem Mängelatlas ergänzt worden, den der Deutsche Allgemeine Fahrradclub (ADFC), Ortsgruppe Wasserburg, erstellt hat. Diese Karte, für die Radler Schwachstellen mit Begründung melden konnten, zeigt ebenfalls, wo die Radler der Schuh drückt.

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Während die Liste der Stadtverwaltung vor allem notwendige Instandsetzungen an Radwegen und Konflikte im Begegnungsverkehr in den Fokus stellt, widmet sich der mit Hilfe der Bürger entwickelte Mängelatlas des ADFC auch Problemen, die mit wenig Aufwand zu beheben sind: Hier geht es um fehlende Markierungen, schadhaften Asphalt, nicht klar ersichtliche Anfänge und Endpunkte von Radwegen, zugewachsene Streckenbereiche, Rillen in der Fahrbahn, nicht vorhandene Radlständer, unübersichtliche Ein- und Ausfahrten, Engstellen, gefährliche Spitzkehren, zu hohe Randsteine, schwierige Übergänge in den Straßenraum und vieles mehr.

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Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann hat mit Hiebl die Schwachstellen bei der Mängelerhebung unter die Lupe genommen und die notwendigen Maßnahmen priorisiert. Als wichtigstes Vorhaben steht die bessere und sichere Befahrbarkeit der Salzburger und Rosenheimer Straße vom Marienplatz mit Brucktor und Innbrücke bis zur Eiselfinger Straße an.

Auch dicke Bretter sind zu bohren

Dicke Bretter müssten hier gebohrt werden, betonte Bürgermeister Michael Kölbl (SPD) angesichts der Tatsache, dass es sich um eine Staatsstraße handelt.

Ebenfalls dringlich, so Herrmann und Hiebl: der Radweg Bahnhofstraße-Gabersee vor der Unterführung an der B 304. Die Sanierung ist 2021/2022 im Zusammenhang mit dem barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle geplant. 2021 wird außerdem der Radweg Reitmehring-Wasserburg, Höhe Gabersee, verbessert. In diesem Jahr soll auch die Verbindung der Verlängerung Wuhrweg nach Eiselfing einen besseren Belag erhalten.

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Mittelfristig muss auch etwas geschehen an der Bahnhofstraße in Reitmehring. Schlaglöcher, Längsrillen, Unebenheiten: Die gesamte Strecke sei in einem sehr schlechten Zustand, so der Mängelmelder des ADFC. Außerdem gibt es gefährliche Engestellen wie jene an der Musikschule in der Münchner Straße. Christian Stadler, Fraktionsvorsitzender der Grünen, wies auch auf die Notwendigkeit hin, neue Fahrradmodelle wie beispielsweise Lastenräder oder Radl mit Anhängern mit in die Betrachtung aufzunehmen. Auch sie tun sich auf einigen Strecken schwer.

Das sagen die radelnden Reporter der Wasserburger Zeitung

Volontärin Sophia Huber radelt gerne, nur am Brucktor kommt sie ins Schwitzen

Volontärin Sophia Huber: „Die gefährlichste Stelle in meinem Alltag sind das Brucktor und die Bruckgasse. Es ist kein Geheimnis, dass die Einmündung in die Altstadt unübersichtlich ist. Darüber schimpfen auch Autofahrer. Als Radfahrer habe ich hier vor allem, wenn viel los ist, Angst, übersehen zu werden. Meistens fahre ich deshalb auf dem Fußgängerweg, was auch keine Lösung ist, weil dieser an der Stelle viel zu schmal ist.“

Mitarbeiter Winfried Weithofer an der problematischen Rosenheimer Straße.

Mitarbeiter Winfried Weithofer : „Der Weg am Inn entlang von der Innenstadt Richtung Attel ist beliebt. Spaziergänger und Fahrradfahrer nutzen ihn gleichermaßen. Nur geht es gleich hinter dem Kraftwerk eng zu, ausweichen ist schwierig. Ein Metallgeländer grenzt den Weg zur Flussseite ab, zum Berg hin verläuft eine niedrige Mauer mit einer Metallverstärkung oben drauf. Für Fahrradfahrer heißt es dann zwangsläufig: absteigen. Vor allem dann, wenn ihm Radler entgegenkommen oder Mütter mit Kinderwagen. Gar nicht radfahrerfreundlich geht es auf der Rosenheimer Straße stadtauswärts zu: Dort verläuft der Radweg auf der Innenseite entlang der Häuser. Der Streifen an der Straße ist den Fußgängern vorbehalten. Doch die tendieren instinktiv weg von der Straße Richtung Radweg – was oft für gefährliche Begegnungen mit Radlern sorgt. Der Grund für die Verkehrsführung ist klar: Es soll verhindert werden, dass die Wartezonen für die Buspassagiere zur Straße von Radlern benutzt werden und so das Ein- und Aussteigen unsicher wird.“

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