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Neue Attraktion auch für ältere Kinder

Wird aus Edlings „Klumpgruam“ ein Bike Park?

Über Hindernisse können Kinder und Jugendliche auch bald in Edling springen.
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Über Hindernisse können Kinder und Jugendliche auch bald in Edling springen.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Bike-Parks liegen im Trend. Auch Edling möchte Teil davon sein. Die Verantwortlichkeit sorgte allerdings für Diskussionen im Gemeinderat.

Edling – Nach Amerang und Eiselfing soll auch Edling einen Bike-Park bekommen, diesen Vorschlag brachte der Bürger Thomas Breu in den Edlinger Gemeinderat ein. Unterstützung bekam er dabei von 30 Eltern, die sich auf seiner Unterschriftenliste eingetragen hatten.

„Es geht mir vor allem darum, die sportliche Tätigkeit der Kinder zu fördern“, erklärte Breu seinen Antrag. In seinem eigenen Garten habe er ebenfalls Rampen für seine Kinder erbaut und dadurch mitbekommen, dass großes Interesse bestehe. Edling könnte mit einem solchen Park auch älteren Kindern und Jugendlichen etwas bieten, zeigte sich Breu überzeugt.

Kosten: 46.000 bis 60.000 Euro

Über die Umsetzung habe er sich bereits Gedanken gemacht. Als Erbauer könnte der ehemalige Mountainbike-Profi Guido Tschugg beauftragt werden, schlug Breu vor. Dieser ist gerade in Amerang zu Gange und sei grundsätzlich offen, auch den Edlingern beim Bau zur Seite zu stehen. Zwischen 45.000 und 60.000 Euro schätzte Breu die Kosten, basierend auf vergangenen Projekten von Tschugg. „Und wenn wir die Jugendlichen miteinbeziehen, dann können sie sich auch selbst um die Instandhaltung kümmern.“. Das Projekt könnte sich so zum Selbstläufer entwickeln.

Entsteht an der Ecke Lärchenstraße und Viehhauserstraße bald ein Bike-Park? Diese Frage konnte im Gemeinderat noch nicht endgültig geklärt werden. Ein grundsätzliches „Ja“ zur Idee sprach der Rat aber aus.

Als Standort habe er zunächst eine Fläche beim Skatepark in Erwägung gezogen. „Aber dort ist es einfach zu klein.“ Besser sei das erst vor Kurzem von der Gemeinde erworbene Areal an der Ecke Lärchenstraße und Viehhauserstraße. Dieses sei groß genug. „Und die Hanglage kann man gut in den Park integrieren.“

Angedachte Fläche sorgt für Diskussionen

Die Vorschläge stießen bei den Ratsmitgliedern auf Begeisterung. Eine „tolle Idee“, meinte Helmut Hammerbacher (UBG). „Das Konzept ist sehr vernünftig aufgearbeitet“, betonte auch Doktor Stefan Schweitzer (CSU), „damit kann man was anfangen.“

Sandra Waldherr (UBG) erklärte: „Ich bin grundsätzlich offen dafür.“ Sorgen bereite ihr nur der Standort. „Ist dieses Grundstück denn geeignet dafür?“ Schließlich hätte der Gemeinderat diese Fläche erst kürzlich als „Klumpgruam“ gezeichnet. Auch müsse die Frage berücksichtigt werden, ob hier Stellplätze geschaffen werden könnten, denn es würden mit Sicherheit auch Ortsfremde zum Bike-Park kommen. Als Alternative biete sich ihrer Meinung nach, ein Grundstück beim Böhmerwaldweg an. Georg Berndl (CSU) setzte jedoch entgegen, dass ein Bike-Park auf der „Klumpgruam“ sogar perfekt wäre. „Da kann man eh nichts anderes machen.“ Bürgermeister Matthias Schnetzer (CSU) meinte zudem, dass die Bodenprüfung für das Grundstück Unbedenklichkeit ausgewiesen habe.

Schnetzer wünscht sich Ansprechpartner für die Gemeinde

Ihm bereite etwas anderes Sorgen. „Ich habe ein bisschen Bauweh“, gab Schnetzer zu, grundsätzlich sei er offen für die Idee, „aber ich hätte gern jemanden, der sich darum kümmert.“ Er habe Bedenken, dass der Bike-Park zwar im Moment der große Höhepunkt der Gemeinde sei, aber später, wenn er „zu bröcklen“ beginne, sich niemand dafür verantwortlich fühle. Ähnliches habe die Gemeinde bereits beim Skatepark erlebt. „Ich hätte gerne jemanden, wie einen Verein, der dahinter steht.“

Antragsteller Breu war von der Idee eines Vereins allerdings nicht begeistert. Dies habe häufig zur Folge, dass nur Vereinsmitglieder den Park benutzen dürften. „Wenn die Gemeinde Erbauer und Träger ist, kann der TÜV das prüfen und man kann das entsprechend versichern“, meinte Breu, dadurch könnte jeder den Park benutzen. Er sei aber durchaus bereit, sich für eine gewisse Zeit, als Verantwortlicher zur Verfügung zu stellen.

Konkretere Pläne nach Ortsbesuch

Stefan Färber (CSU) ist sicher, dass das nötig sei. „Ich glaube, wenn das läuft, dann ist das das Prestige-Projekt der Fahrer und dann kümmern die sich auch selbst darum.“ Florian Prietz (UBG) setzte hinzu: „Und wenn das irgendwann nicht mehr im Trend liegt, dann sit der Worst-Case, dass man die Hügel wieder zusammenschiebt.“

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, dass ein Bike-Park in Edling entstehen kann. Die Kosten sollen im Haushalt 2022 berücksichtigt werden. Konkretere Pläne werden nach einem Ostbesuch des Moutainbikers Tschugg entstehen, der sich die Flächen an der Lärchenstraße sowie die am Bömerwaldwegs anschauen soll.

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