„Wir pflegen da herinnen das ,Du‘“, sagt Bürgermeister Schnetzer zu den Frischlingen im Edlinger Gemeinderat

Vereidigt den jüngsten der neuen Gemeinderäte: CSU-Bürgermeister Matthias Schnetzer (links) und der 27-jährige Martin Baumann (CSU).
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Vereidigt den jüngsten der neuen Gemeinderäte: CSU-Bürgermeister Matthias Schnetzer (links) und der 27-jährige Martin Baumann (CSU).

„Mit der Vereidigung fangen wir gleich an, sonst können‘s net mitstimmen“, sagte Bürgermeister Matthias Schnetzer in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates in Edling mit Blick auf die frisch ins Amt gewählte Gremiumsmitglieder. Die Neuen sind Stefan Stubenrauch und Martin Baumann (beide CSU) sowie Nicole Bauer-Schäfer (ÜWG) und Florian Prietz (UBG).

Von Andrea Klemm

Edling – Die Sitzung fand in der Schulmensa statt, wo in Corona-Zeiten die Abstandsregeln besser einzuhalten sind. Auf den Handschlag müssen die Beteiligten verzichten. Die Begrüßung durch Schnetzer ist aber nicht minder herzlich. „Wir pflegen da herinnen das ,Du’, wenn es euch recht ist“, so der Bürgermeister zu den Frischlingen.

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Für die Wahl der beiden Bürgermeister-Stellvertreter machte Helmut Hammerbacher (UBG) den Vorschlag, Nicole Bauer-Schäfer (ÜWG) sowie Florian Prietz (UBG), die beide im Kommunalwahlkampf als Bürgermeisterkandidaten gegen Schnetzer angetreten waren, aufzustellen. „Parteipolitik spielt keine Rolle. Und die CSU hat ja schon dich als Bürgermeister, das ist ein dicker Posten“, sagte Hammerbacher zu Schnetzer.

Rudi Adler (CSU) sagte, „wir wählen die Stellvertreter aus unserem Kreis. Sie sollen Matthias vertreten, wenn der verhindert ist. Dazu braucht es neben Zeit eine gewisse Erfahrung in der Gemeinderatsarbeit, die haben beide nicht. Und wir brauchen jemanden, zu dem der Bürgermeister absolutes Vertrauen hat. Darum schlage ich Jakob Berger (CSU) vor“, so Adler.

Jakob Berger darf Eheschließungen machen

Berger habe außerdem noch die standesamtliche Erlaubnis für Eheschließungen (und Begründung von Lebensgemeinschaften).

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Florian Prietz hielt dagegen, dass man wegen des zeitlichen Aspekts schon die potenziellen Kandidaten selber fragen sollte, ob die das stemmen können.

Erfahrene Gemeinderäte geben Tipps

Günther Weiß (ÜWG) schlug auch Bauer-Schäfer vor, weil sie als freiberufliche Beraterin für Steuern und Finanzen wirtschaftlich sehr viel Erfahrung habe und „frischen Wind“ mitbringe.

Geheim und schriftlich wurde abgestimmt – und Jakob Berger zum Zweiten Bürgermeister gewählt. In der nächsten Runde wurde Bauer-Schäfer zur Dritten Bürgermeisterin gewählt.

Schnetzer vereidigte die beiden. An die neuen Gremiumsmitglieder gerichtet sagte er, „auch euch kommt viel Neuland zu, ihr werdet eich viel einlesen müssen und vielleicht auch eine der angebotenen Fortbildungen mitmachen. Euch stehen erfahrenen Gemeinderäte mit Rat und Tat zur Seite“. Sinnvoll sei es außerdem, sich mit dem „komplexen Baurecht“ auseinanderzusetzen.

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