Aus dem Gemeinderat

Soyener möchte dass im Winter nicht mehr mit Salz gestreut wird - das sagt die Gemeinde

Auf Streusalz will und kann die Gemeinde Soyen im Winterdienst nicht verzichten.
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Auf Streusalz will und kann die Gemeinde Soyen im Winterdienst nicht verzichten.
  • Winfried Weithofer
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Die Gemeinde Soyen wird im Winterdienst auch weiterhin nicht auf Streusalz verzichten. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung bei nur einer Gegenstimme und lehnte damit einen Bürgerantrag ab. Eine Alternative zum Streusalz soll dennoch geprüft werden.

Soyen – Die Gemeinde Soyen soll im Winter kein Salz mehr streuen. Das hat der Soyener Bürger Andreas Redl in einem Antrag von der Gemeinde verlangt. „Streusalz schadet eindeutig den Pflanzen, belastet Gewässer und verätzt die Pfoten der Tiere.“ Zudem würde Salzstaub die Feinstaubbelastung erhöhen und die Gesundheit von Risikogruppen gefährden, so der Bürger.

In der Diskussion im Gemeinderat setzte sich die Auffassung durch, dass Salz das Mittel der Wahl sei. Erwähnt wurde, dass zum Beispiel Krankenwagen auch bei rutschiger Straße schnell und sicher den Einsatzort erreichen müssten.

Einsatz von Flüssigsole prüfen

Die Verwaltung sah ohnehin keine Veranlassung, neue Bestimmungen für den Winterdienst zu erlassen. „Die Mitarbeiter des Bauhofs werden regelmäßig unterwiesen und haben auch in diesem Winter wieder an Schulungsmaßnahmen teilgenommen, um dem verantwortungsbewussten Umgang mit Streusalz gerecht zu werden“, hieß es in der Beschlussvorlage. Eine Änderung des Räum- und Streuplans wäre zudem mit einer erheblichen Umorganisation verbunden.

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Der Rat war sich darüber hinaus einig, den Einsatz von Flüssigsole zu prüfen. Sole könne deutlich effektiver ausgebracht werden als Streusalz. In der Sitzung wies Bürgermeister Thomas Weber (GWS) darauf hin, dass das Thema Winterdienst in der Gemeinde bei entsprechender Witterung stets hohe Wellen schlage. „Die Telefone in der Verwaltung und im Bauhof laufen heiß.“ Verlangt werde unisono, dass die Gemeinde die Straßen räumen und streuen lässt.

Split hat sich nicht bewährt

Der Einsatz von Split habe sich nicht bewährt, weil die Entsorgung schwierig und aufwendig sei. Weber wies darauf hin, dass die Gehwege ohnehin nicht gesalzen würden.

Der Antrag auf einen Stopp der Streusalzanwendung wurde vom Rat bei nur einer Gegenstimme (Christine Böhm, Bunte Liste) abgelehnt. Mit großer Mehrheit (Gegenstimme von Böhm) befürwortete das Gremium die Beibehaltung des derzeitigen Räum- und Streuplans.

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