Windschutzwand darf gebaut werden

Eiselfing – Eigentlich sieht der Bebauungsplan im Neubaugebiet „Eiselfing-Nord“ nur Zäune oder Mauern bis zu einer Höhe von einem Meter vor.

Für die Häuser am nördlichen Rand der Siedlung wird jedoch an manchen Tagen der Nord-West-Wind zu einem lästigen Terrassenbegleiter, wenn er mit relativ wenig Widerstand über die freien Felder und Wiesen aus Bachmehring bläst.

Ein Hausbesitzer aus der Josef-Huber-Straße hat nun den Antrag auf isolierte Befreiung vom Bebauungsplan für den Bau einer gemauerten Wind- und Sichtschutzwand eingereicht, die im nordwestlichen Eck eine Länge von drei Metern Länge und 1,80 Meter Höhe haben soll. Manuel Latein (UWE) eröffnete die Diskussion im Gemeinderat mit der Frage, ob man mit einer Zustimmung Privilegien oder einen Präzedenzfall schaffen würde. „Wenn der Grundstückseigner die Mauer nicht an der Grundstücksgrenze, sondern innerhalb des Grundstückes bauen würde, wäre der Vorgang verfahrensfrei“, sagte Bauamtsleiter Laurentius Fischer. Ulrich Hemmer (SPD/Grüne) schlug vor, den Zaun wenigstens einen halben Meter in das Grundstück zu rücken. Manfred Bierwirth (UWE) fügte an, dass eine Hecke „schon schöner sei, als eine gemauerte Wand“. Gegen eine Hecke war Michael Maier (CSU). „Eine Hecke wächst sich aus und möglicherweise über die Grenze in die angrenzenden gemeindlichen Flächen hinein.“

Grundsätzlicher betrachtete Josef Pauker (UWE) den Vorgang. „Sollten wir mit diesem Einzelantrag nicht gleich eine allgemeine Klärung schaffen, damit wir nicht in jeder Sitzung die gleiche Anfrage von anderen Hausbesitzern zu beraten haben“, wandte er sich fragend an den Gemeinderat. Sebastian Pauker junior (CSU) könnte sich so eine Regelung „straßenabseits“ gut vorstellen, wogegen Michael Maier (CSU) die Auffassung vertrat: „Wer das will, soll schon noch bei der Gemeinde anfragen müssen“. Für den vorliegenden Antrag gab es dann das einstimmige Einvernehmen des Gemeinderates. bua

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