Wildfreizeitpark Oberreith öffnet nach Lockdown und reduziert Eintritt wegen Corona

Die Mitarbeiter des Wildparks Oberreith- hier Falknerin Viola Rohnstock – haben stets die Gesundheit ihrer Tiere im Blick - besonders zu Corona-Zeiten. Auf dem Arm trägt sie zwei Schildraben.
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Die Mitarbeiter des Wildparks Oberreith- hier Falknerin Viola Rohnstock – haben stets die Gesundheit ihrer Tiere im Blick - besonders zu Corona-Zeiten. Auf dem Arm trägt sie zwei Schildraben.

Der Wildpark Oberreith hat seit Montag, 11. Mai, wieder regulär von 9 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Der Lockdown wegen Corona ist zu Ende, der Park fährt etappenweise und unter strengen Hygienevorschriften den Betrieb wieder hoch. Auf das Streichelgehege, Picknick und etwa den Waldseilgarten muss man derzeit noch verzichten.

Von Andrea Klemm

Unterreit – „Doch besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Ihre Gesundheit sowie die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen an erster Stelle“, sagt der Chef Thomas Mittermairnach dem Corona-Lockdown. Jetzt läuft der Betrieb unter strengen Auflagen und etappenweise wieder an.

Erst einmal müssen sämtliche Besucherveranstaltungen entfallen. Es gibt keine öffentlichen Fütterungen, keine Führungen, kein Rendezvous beim Lieblingstier, Kindergeburtstage können momentan nicht im Park gefeiert werden und Vorträge fallen aus.

Kein Streicheln, kein Mega-Fox

Geschlossen sind daher das Streichelgehege, die neue Indoorhalle, der Waldseilgarten einschließlich Toilettenanlage, der Mega-Fox sowie die Bungee- und Trampolinanlage. Zudem ist der Verleih von Bollerwägen und Rollstühlen nicht möglich.

Im Eingangsbereich und in den Toiletten- und Wickelräumen gilt Mund- und Nasenschutz-Pflicht sowie limitierter Zutritt. In den Außenbereichen sind die sogenannten Community-Masken nicht erforderlich. Kinder unter sechs Jahren sind gemäß der bayerischen Staatsverordnung von der Mund- und Nasenschutzpflicht ausgenommen und müssen daher keine Maske tragen.

50 Cent günstiger als vor Corona

Aufgrund der Beschränkungen, die der Park umsetzen muss, ist der Eintritt vergünstigt. So zahlen Erwachsene nun 7,40 Euro und Kinder 6,40 Euro (vorher waren es je 50 Cent mehr, Anm. d. Red.).

Mittermair sagt, „die derzeitige Situation stellt uns finanziell vor große Herausforderungen: Bereits mehrere Wochen haben wir ohne Einnahmen bei gleichbleibend hohen Ausgaben gearbeitet. Die umfangreiche Versorgung, die Pflege und tiermedizinische Betreuung aller Tiere kann nicht heruntergefahren werden, sondern muss stets sichergestellt werden“.

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Er weiß jetzt schon, dass die enormen Ausfälle der Park in Oberreith im Laufe des Jahres nicht wieder ausgleichen können wird – auch mit Blick auf die beschränkten Einlasszahlen bei den Besuchern.

„Auch die Gastronomie im Park muss vorerst geschlossen bleiben, damit gibt es keinen Verkauf von Speisen und Getränken – auf Anweisung der bayerischen Staatsregierung“, so Mittermair.

Brotzeit mitbringen, aber kein Picknick

Die Park-Besucher dürfen selbst Snacks und Getränke in den Wildpark mitbringen – jedoch keine Picknicks abhalten werden.

„Über das Wildparkgelände verteilt haben wir Sitzgelegenheiten, damit die Leute ihre Brotzeit verzehren können“, so der Chef des Wildparks.

Auf die Frage, ob sich Tiere mit dem COVID-19-Virus infizieren können, sagt Mittermair, grundsätzlich gebe es zur Infektionsbiologie des Coronavirus (COVID-19) bei Tieren wenig wissenschaftlich fundierte Daten. Oberreith stehe jedoch durchgehend in engem Austausch mit anderen deutschen und europäischen Zoos sowie dem Verband der zoologischen Gärten (VdZ) und der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA), um aktuelle Entwicklungen auszutauschen und zu erhalten.

„Außerdem werden unsere Mitarbeiter regelmäßig geschult, um auf dem aktuellsten Stand zu sein.“ red

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