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"Wilde Ehe" nach 50 Jahren legalisiert

Partnerschaftsgemälde: Maler Matthias Laurenz Gräff aus Gars am Kamp (rechts) erläuterte das von ihm geschaffene Werk mit Szenen aus beiden Gemeinden, die Bürgermeister Norbert Strahllechner (links) und Martin Falk freuen sich über die unterzeichnete "Partnerschafts-Urkunde" und das Hinterglas-Wappen aus Gars am Inn. Fotos Basler
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Partnerschaftsgemälde: Maler Matthias Laurenz Gräff aus Gars am Kamp (rechts) erläuterte das von ihm geschaffene Werk mit Szenen aus beiden Gemeinden, die Bürgermeister Norbert Strahllechner (links) und Martin Falk freuen sich über die unterzeichnete "Partnerschafts-Urkunde" und das Hinterglas-Wappen aus Gars am Inn. Fotos Basler

Ihr gschlamperts Verhältnis endlich legalisiert haben Gars am Inn und Gars am Kamp. Beim Festakt im frühbarocken Pfarrhof von Gars am Kamp wurde man unwillkürlich an Curt Goetz' wunderbare Komödie "Das Haus in Montevideo" erinnert: Die beiden Bürgermeister Norbert Strahllechner (Inn) und Martin Falk (Kamp) betonten mehrmals nachdrücklich, dass die jetzt geschlossene offizielle Gemeindepartnerschaft das Ende einer 50-jährigen "wilden Ehe" sei.

Gars - Viele Garser vom Inn waren im Bus und in Privat-Pkws zusammen mit Vertretern des Gemeinderates und der Kirche sowie großen Abordnungen der Feuerwehr, des Sportvereins und des Musikvereins ein Wochenende lang nach Gars am Kamp in Niederösterreich gereist, um nach 50 Jahren enger Beziehungen mit dem Luftkurort nun im Rahmen des traditionellen großen Kirtafestes feierlich eine offizielle Partnerschaft der beiden Marktgemeinden zu begründen.

Treibende Kräfte waren vor allem auch die Stützpunkt-Feuerwehr mit Roland Utzschmid und Manfred Schatzeder sowie die Stockschützen des TSV mit Leonhard Mittermayr gewesen, und bei den beiden Bürgermeistern hatten sie "offene Türen eingerannt".

Zu Beginn der Sonder-Gemeinderatssitzung im Innenhof des Pfarrhofs erläuterte Martin Falk, wie sein damaliger Vorgänger Anton Höltl 1963 bei einer Fahrt nach München dem Wegweiser nach Gars am Inn folgte und sich dann dort im Rathaus als "richtiger Bürgermeister von Gars" vorstellte. Es folgten sehr schnell enge Beziehungen und Freundschaften, vor allem auch unter den Vereinen, aber eben bis heute nie eine offizielle Partnerschaft.

Beide Gemeinderatsgremien hatten sich bereits im Vorfeld einstimmig für diese Städtepartnerschaft ausgesprochen, und Norbert Strahllechner und Martin Falk konnten nun im Pfarrhof von Gars am Kamp die entsprechende Urkunde unterzeichnen.

Strahllechner erinnerte daran, dass man die Freundschaft in den letzten 50 Jahren bis hin zur intensiven Hochwasserhilfe bereits voll gelebt habe. Diese Erfolgsgeschichte werde jetzt weitergeschrieben: "Eine Partnerschaft ist wie ein Schlüssel in einer Tür, die jeder Einzelne nach seinen Vorstellungen öffnen kann!" Der Gemeinderat von Gars am Kamp sprach sich gleich einmal einstimmig dafür aus, künftig in Zweijahresintervallen abwechselnd offizielle Besuche zu organisieren. Gars am Kamp kommt zur Partnerschaftsfeier vom 4. bis 6. Oktober 2013 nach Bayern.

Nach dem Austausch besonderer Geschenke und stimmungsvollen Klängen des Garser Musikvereins gab es noch Vereinsehrungen: Feuerwehr-Vorstand Manfred Schatzeder zeichnete seine österreichischen Kollegen Emil Becker, Albert Groiß, Walter Hofbauer, Thomas Nichtawitz und Johann Reitprecht mit der "Ehrenmedaille in Bronze des deutschen Feuerwehrverbandes für internationale Zusammenarbeit" aus. Maler Matthias Laurenz Gräff aus Gars am Kamp erläuterte das von ihm geschaffene Partnerschaftsgemälde mit Szenen aus beiden Gemeinden.

Am Vortag waren die Garser vom Inn in einem langen Zug mit ihren Vereinsfahnen und einem gemischten Musikzug aus der Bürgermusik Gars am Kamp und dem Musikverein Gars am Inn zum großen 43. Kirtagsfest mit Baumaufstellen auf den Hauptplatz eingezogen. Bürgermeister Norbert Strahllechner durfte das erste Fass Festbier anzapfen. Fröhlich feierten die Garser das dreitägige Traditionsfest gemeinsam.

Am Sonntag predigte beim Festgottesdienst auf dem Hauptplatz Redemptoristen-Provinzial Pater Edmund Hipp, der auch als Dirigent des Musikvereins Gars am Inn in Gars am Kamp mit dabei war. Hipp bat ebenso wie sein österreichischer Kollege Pfarrer Josef Zemliczka Gott um seinen reichen Segen für die Partnerschaft.

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