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Kunst & Kultur

Ehrung für einen verstorbenen Wasserburger: Ausstellung von Walter Voss im Ganserhaus

Walter Voss
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Walter Voss vor dem Eiscafé Gondola. Dieses Foto entstand bei dem letzten Spaziergang durch die Wasserburger Altstadt mit seinem Sohn Paul.
  • Anja Leitner
    VonAnja Leitner
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Lange hat sich Walter Voss eine Ausstellung seiner Bilder gewünscht. Wegen der Pandemie musste sie allerdings auf 2022 verschoben werden. Leider verstarb Walter Voss im September 2021. Der AK 68 und sein Sohn Paul Voss erfüllen nun den Wunsch des Wasserburger Künstlers.

Wasserburg– Lange hat sich der Wasserburger Künstler Walter Voss eine Ausstellung seiner Bilder gewünscht. Wegen der Pandemie musste sie auf 2022 verschoben werden. Leider verstarb Walter Voss im September 2021. Nun wird sein letzter Wunsch erfüllt. Als Walter Voss im Herbst 2020 die Zusage der Künstlergemeinschaft Wasserburg „AK 68“ für eine Ausstellung erhielt, reagierte er mit der Antwort: „Ich freue mich sehr, ein Dankeschön an alle!“ Aufgrund der Pandemie musste die Präsentation jedoch auf 2022 verschoben werden. Tragischer Weise verstarb der Künstler am 1. September 2021 aufgrund eines Krebsleidens.

Der AK 68 eröffnet nun am 23. Januar in der Galerie im Ganserhaus in Wasserburg die Ausstellung „Walter Voss – Stationen einer Reise“. Mit der Unterstützung von Sohn Paul Voss hat der Arbeitskreis die Ausstellung organisiert – auf ausdrücklichen Wunsch des Künstlers. „Mein Vater wollte unbedingt, dass weiterhin der Zugang zu seinen Gemälden und Bildern besteht. Das war ihm ein großes Anliegen“, erzählt Paul Voss.

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Nach dem Tod seines Vaters habe er den Nachlass gesichtet. Er umfasse „über 100 Bilder“ schätzt Paul Voss. So lernte er seinen Vater neu kennen, denn ein großer Teil von ihm – genau wie seine Bilder – „lag all die Jahre im Verborgenem. Ich denke, er hat all seine Werke für die Ausstellung aufgespart“, vermutet sein Sohn. Der Nachlass umfasse Aquarelle, großformatige Bilder, Gemälde, Aktbilder, Tausende von Fotos, die Walter Voss von Kindesbeinen an aufgenommen hat. „Auch die Entwicklung seiner Werke ist für mich deutlich erkennbar“, berichtet sein Sohn.

Viele Stationen im Leben des Künstlers

Ein „Selfie“ des jungen Walter Voss in seiner Studentenzeit in den 60er Jahren. Von Kindesbeinen an fotografierte der Künstler.

Walter Voss wurde 1943 in Augsburg geboren, lebte seit dem Jahr 2000 in Wasserburg. An den vielen früheren Stationen seines Lebens hinterließ er zunächst vor allem seine Spuren als Architekt, legte über die Archäologie, für die er sich auch interessierte, auch Zeugnisse vergangener Kulturen frei. Er hatte zuvor in Augsburg, Karlsruhe, Wien, München und Kochel am See gelebt. Erd baute zudem unter anderem auch im Burgenland, Österreich und in Florida, USA. Als Architekt und Archäologe arbeitete er in Tunesien, der Türkei und in Italien.

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Seine Leidenschaft galt der griechischen Insel Sifnos, deren Bauwerke er vermaß und dokumentierte. Künstlerisches Talent bewies er schon in seiner Kindheit, es wurde aber seit den 90er Jahren immer ausgeprägter und sichtbarer. Seine Werke zeigen eine lange Reise, die in Wasserburg ihren längsten Halt gefunden hat.

Walter Voss beim Fischen in Irland in den 90er Jahren.

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Am 1. September 2021 verstarb Walter Voss nach schwerer Krankheit in dieser von ihm so sehr geliebten Stadt. Die in der Ausstellung „Stationen einer Reise“ im Ganserhaus ausgestellten Werke zeigen eine kleine Auswahl des Schaffens, geprägt von einer Vielfalt von Techniken, Genres und Lokalitäten. Eine Ausstellung mit den wichtigsten Werken aus seinem Leben hätte Walter Voss gerne selber eröffnet, wenn die Pandemie nicht dieses Vorhaben verhindert hätte.

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