Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Baumfrevel am Radweg bei Reitmehring

Wer hat gesunden Ahorn an B304 bei Wasserburg gefällt?

Dieser Ahorn wurde unrechtmäßig gefällt.
+
Dieser Ahorn wurde unrechtmäßig gefällt.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
    schließen
  • Winfried Weithofer
    Winfried Weithofer
    schließen

War es Vandalismus? Ein gesunder Ahornbaum war am Freitag (22. Oktober) am Radweg zwischen Reitmehring und Wasserburg an der B304 gefällt und quer über den Radweg liegen gelassen worden. Wer ist der Urheber? Der Baum war völlig gesund.

Wasserburg – Die Fällung eines Ahornbaums am Rande der B304 zwischen Wasserburg und Reitmehring war ein Akt des Vandalismus: Diese Vermutung äußerte das Staatliche Bauamt Rosenheim am Montag auf Anfrage unserer Zeitung.

Bereits am Freitag hatte der Leser Andreas Puhr den Fall gemeldet und Fotos von dem gefällten Baum geschickt.

Anzeige erstattet

Er äußerte sich entsetzt, dass „ohne Not ein gesunder Baum“ gefällt worden sei. Der frühere Stadtrat Peter Stenger (SPD) erstattete Anzeige gegen Unbekannt.

Eine Reihe von Ahornbäumen säumt die Bundesstraße, gerade jetzt im Herbst sind sie mit ihrem Blattwerk in kräftigem Gelb wunderschön anzusehen.

Lesen Sie auch: 20 Jahre war Ludwig Krug Revierförster: Der Wasserburger Waldflüsterer geht

Dass hier offenbar ein Umweltfrevel vorliegt, wird schon aus der Tatsache ersichtlich, dass der Baum eine Zeit lang quer über dem Radweg lag und so eine Gefahrenquelle für die Radler darstellte. Am Wochenende entfernte die Feuerwehr den Ahorn vom Radweg.

Sturmschäden?

Zuerst war vom Wasserburger Stadtbauamt mitgeteilt worden, bei der Fällung durch die Straßenbaumeisterei Ebersberg, zuständig für diesen Bereich an der B 304, handele sich um eine Schutzmaßnahme. Der Baum sei nach dem jüngsten Sturm nicht mehr stand- beziehungsweise bruchsicher gewesen.

Auch interessant: In Wasserburg entsteht ein neuer Garten für alle

„Diese Auskunft habe ich vom Staatlichen Bauamt Rosenheim bekommen“, sagte Schmid. Doch kurz darauf musste er korrigieren: „Das war eine Fehlinformation.“

Nun doch Vandalismus?

Das Staatliche Bauamt hatte zwischenzeitlich von einem Mitarbeiter der Straßenbaumeisterei Ebersberg die Info erhalten, dass der Baum doch mutwillig umgesägt worden sei. „Das scheint reiner Vandalismus zu sein“, so ein Vertreter des Staatlichen Bauamts Rosenheim. Den Zorn über die Fällung könne er nachvollziehen.

Bei Problemen, die von Bäumen ausgehen – etwa Schatten- oder Laubwurf – werde normalerweise das Gespräch mit den Anliegern gesucht. „Dass einer eigenmächtig zur Säge greift, ist noch nie vorgekommen“, heißt es aus dem Amt.

Nun soll mit Juristen im Haus beraten werden, wie in dem Fall weiter vorgegangen wird. „Wir werden wahrscheinlich Anzeige gegen Unbekannt erstatten“, so der Behördenvertreter. Eine Neuanpflanzung sei ja auch nicht billig. Im Übrigen werde der Zustand der Bäume regelmäßig kontrolliert.

Baum war gesund

„Der Baum ist absolut gesund gewesen“, sagt Lorenz Huber, Umweltreferent des Stadtrates.

Das könnte Sie auch interessieren: Stattlicher Ahorn in Haag muss wegen Pilzbefall sofort gefällt werden

Er hat sich vor Ort ein Bild gemacht und ist überzeugt: „Das ist kein dummer Jungenstreich, da war ein Profi am Werk, der sich im Umgang mit der Motorsäge auskennt.“ Dies sei am sauberen Schnitt zu erkennen. Huber bedauert die Tat, denn die Fällung sei nicht angeordnet worden, der Baum sei Teil eines „wunderschönen Ensembles“.

Kommentare