LESERFORUM

Welche Geisteshaltung hat die Ramerberger Bürger „aufgeweckt“?

Zu den Leserbriefen „Ergebnis spiegelt nicht den Wählerwillen“ von Theresa Fuchs und „Leserbriefe kann man nicht verbieten“ von Dr.

Hubert Dichtl:

Wohl muss man nicht zu allem seinen „Senf“ hinzugeben, keinesfalls aber auch alles unwidersprochen lassen. So wissen Sie sehr wohl, Herr Dr. Dichtl, was Bürgermeister Reithmeier nicht mit „den Leserbriefen“ meinte, unterstellen es ihm aber trotzdem.

Was er jedoch meinte, zeigen Sie, geehrte Frau Fuchs, geradezu beispielhaft in Ihrem Leserbrief, aus dem ich hier einige Ihrer „Perlen“ aufreihe: „leider künftig in Ramerberg keine Gemeindepolitik (mehr) mit Sachverstand“; „Stimmenmehrheit wurde missbraucht“; „(drei abgelehnte Einladungen!) um mehr Miteinander nur leere Phrasen“; „dann, wie sicher vorher abgekartet, blind von allen aus der eigenen Fraktion gewählt“, „erhöhtes Sitzungsgeld als Belohnung für Unwissenheit“; „gehörige Portion Demut vor der Aufgabe (fehlt)“.

Ihr Zerrbild umrahme ich passend noch mit letzten Worten aus dem Abschiedsinterview unseres ausgeschiedenen „Altbürgermeisters“: „(konnte) leider nicht Lügen und Halbwahrheiten über Gemeinderat und meine Person entkräften“; „solchen Mitmenschen (seinem Amtsnachfolger!) erteile ich keine Ratschläge“; „(ich wünsche unserer Gemeinde) mehr Toleranz und weniger Neid untereinander“. Wohlgemerkt, bitte: Dies sind Ihre eigenen (ergänzten) Worte, Frau Fuchs, und die des Herrn Gäch, und zwar wörtlich zitiert! Könnte denn, Frau Fuchs, nicht gerade diese Geisteshaltung, nämlich Mitbürger und deren Ansichten abgründig zu verachten, erst Ramerberger „aufgeweckt“ und bewogen haben, den früheren Bürgermeister und Gemeinderat derart abzuwählen? Haben nicht jene selbst eine zuvor „ruhende Mehrheit“ aufgerüttelt und damit erst ihre eigene Opposition erschaffen?

Berndt Schönwald

Ramerberg

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