Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Gemeinderat muss in sauren Apfel beißen

Wassergebühren in Schnaitsee steigen enorm – das sind die Gründe

Hohe Kosten verursachen das lange Leitungsnetz und die Instandhaltungsmaßnahmen wie hier die neue Umzäunung des Brunnengebäudes für die Schnaitseer Wasserversorgung.
+
Hohe Kosten verursachen das lange Leitungsnetz und die Instandhaltungsmaßnahmen wie hier die neue Umzäunung des Brunnengebäudes für die Schnaitseer Wasserversorgung.
  • VonJosef Unterforsthuber
    schließen

Auf die Schnaitseer kommt eine saftige Gebührenerhöhung für Wasser und Abwasser zu. Warum der Gemeinderat in den sauren Apfel beißen musste und was die Bürger erwartet.

Schnaitsee – Seit 2017 sind die Grund- und die Verbrauchsgebühren in Höhe von einem Euro pro Kubikmeter für die Schnaitseer Wasserversorgung unverändert geblieben. Wie jetzt in der Gemeinderatssitzung bekannt gegeben wurde, ergab die Nachkalkulation für die Jahre 2017 bis 2021 eine Gesamtunterdeckung in Höhe von über 210.000 Euro. Die kostendeckende Verbrauchsgebühr hätte deshalb bei 1,25 Euro pro Kubikmeter gelegen.

Grobkostenschätzung überholt

Der Geschäftsleiter der Gemeinde Schnaitsee, Thomas Perreiter, erläuterte, dass in die Vorauskalkulation für den Zeitraum 2023 bis 2026 die Plan-Haushaltsansätze für Unterhalt und Reparaturen mit etwa 138.500 Euro, aber auch für zukünftige Investitionen wie für den Notverbund nach Harpfing mit 150.000 Euro berücksichtigt wurden.

Ebenfalls wurde eine Neuberechnung der Grundgebühren wegen hoher Vorhaltekosten durchgeführt. Bei der Kalkulation der Wassergebühren war ursprünglich vorgesehen, die Finanzierung des zu errichtenden Hochbehälters konkret mit einzubeziehen. Aufgrund der aktuellen Preissituation müsse davon ausgegangen werden, dass die bisher vorliegenden Grobkostenschätzungen vollständig überholt und nicht anwendbar seien. Damit ist bei der Gestaltung der Wassergebühren die konkrete Einplanung der Hochbehälterkosten vorerst nicht möglich. Folglich seien bei den künftigen Wassergebühren die gestiegenen Kosten der Wasserversorgung und die Begleichung der Verluste aus den Vorjahren zu berücksichtigen.

Weitere Artikel und Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier.

Dem Gemeinderat war sich bewusst, dass die Preiserhöhung sehr hoch ist und für die Anschließer eine zusätzliche Belastung darstellt. Dennoch sei es unerlässlich, die Unterdeckung auszugleichen. Zudem müssten zukünftig die gestiegenen Kosten der Wasserversorgung berücksichtigt werden.

Bei zwei Gegenstimmen von Franz Rieperdinger (ÜWG)und Toni Lamprecht (offene Liste CSU), denen die Erhöhung zu saftig ausfiel, beschloss der Rat, die Verwaltung zu beauftragen, die Beitrags- und Gebührensatzung mit folgenden Zahlen vorzubereiten: Grundgebühr Wasserzähler klein 110 statt bisher 85 Euro, Wasserzähler mittel 165 statt 100 Euro und erstmals Wasserzähler groß 200 Euro. Die Gebrauchsgebühr soll von einem auf 1,50 Euro angehoben werden.

Analog dazu wurde auch eine Erhöhung der Abwassergebühren festgelegt. Die Einleitungsgebühr pro Kubikmeter war bisher auf 1,98 Euro festgelegt und die Grundgebühr beträgt seit 2005 50 Euro im Jahr. Die Nachkalkulation für die Jahre 2018 bis 2021 ergab eine Gesamtunterdeckung in Höhe von über 444.000 Euro. Hieraus hätte sich eine kostendeckende Verbrauchsgebühr von 2,83 Euro pro Kubikmeter ergeben. Grund für die hohe Unterdeckung waren die überdurchschnittlichen Ausgaben für den Unterhalt.

So sollen die Abwasserkosten steigen

In die Vorauskalkulation für den Zeitraum 2022 bis 2025 sind für Unterhalt und Reparaturen rund 324.000 Euro eingeplant. Ebenfalls sind Investitionen für das zu sanierende Belüftungsbecken in Höhe von 75.000 Euro vorgesehen, so die Verwaltung. Der Rat beauftragte diese, eine Änderungssatzung vorzubereiten. Die Verbrauchsgebühr wird auf 3,19 Euro pro Kubikmeter festgelegt. Die Grundgebühren betragen je nach Größe der Wasserzähler 50, 75 und 100 Euro im Jahr.

Mehr zum Thema

Kommentare