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Zukunft der Innenstädte

Wasserburgs Wirtschaftsreferent in Konferenz mit Niebler über Läden: „Pfeifen aus dem letzten Loch“

Professor Dr. Angelika Niebler während des Zoom-Meetings.
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Professor Dr. Angelika Niebler während des Zoom-Meetings.

Droht ein Ausbluten der Innenstädte? Die CSU Wasserburg hat bei einer virtuellen Konferenz mit der EU-Abgeordneten und stellvertretenden Parteivorsitzenden Professor Dr. Angelika Niebler mehr Augenmaß in der Corona-Politik – vor allem in Bezug auf en Einzelhandel – gefordert.

Wasserburg – Neben einer Reihe von EU-Themen wie der europäischen Agrar- und Klimaschuztpolitik standen die Corona-Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf die Wasserburger Betriebe im Zentrum der virtuellen Gesprächsrunde der CSU Wasserburg mit der Europaabgeordneten und stellvertretenden Parteivorsitzenden Angelika Niebler.

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Zahlreiche Wirtschaftsvertreter aus der Stadt meldeten sich zu Wort. Ausgehend von der Diskussion der europäischen Impfstoffstrategie debattierten die Teilnehmer über die Gefahren von Insolvenzen und verödenden Innenstädten, die Überbrückungshilfen und die unfaire Lastenverteilung zwischen mehr oder weniger betroffenen Geschäften.

Die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf die bayerische Wirtschaft nannte Niebler „dramatisch“. „Firmen, die auch unsere Innenstädte beleben, geht die Luft aus“, stellte sie fest und sprach damit den anwesenden Wasserburger Unternehmern aus der Seele. Mit einer leidenschaftlichen Wortmeldung bekräftigte das auch der Wirtschaftsreferent der Stadt, Christoph Klobeck: „Viele kleine Geschäfte, Ein-, Zwei-Mann-Betriebe, fallen durch das Raster der Hilfen, haben schon ihre Altersvorsorge ins Unternehmen gesteckt und pfeifen jetzt aus dem letzten Loch.“ Sibylle Schuhmacher vom Innkaufhaus kritisierte die ausufernde Bürokratie der Überbrückungshilfe und beschrieb die Hilflosigkeit, wenn man untätig bangen müsse, „was die Politik über unsere Zukunft entscheidet.“ Ausführlich wurde geschildert, wie der Wettbewerb verzerrt worden sei, als die unbeschränkt offenen Geschäfte – etwa Super-, Drogerie- und Baumärkte – Nicht-Kernsortimente wie Spielwaren oder Osterdekoration massiv beworben hätten.

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Niebler bestätigte, dass gerade Stadtstrukturen wie Wasserburg mit hervorragend vielfältiger und kleinteiliger Nahversorgung durch die harten Corona-Betriebsbeschränkungen gefährdet worden seien. Sie versicherte, dass angesichts guter bestehender Hygienekonzepte Öffnungen möglich seien und auch in der CSU starke Kräfte dafür plädieren würden. Gemeinsam mit dem CSU-Ortsvorsitzenden und Stadtrat Wolfgang Schmid mahnte sie, nicht alles an der Sieben-Tages-Inizidenz festzumachen. Schmid dazu: „35 anzustreben, bevor man lockert, hat was mit Science Fiction zu tun.“ Zu befürchten sei, dass bis dahin die Innenstädte ausgebluten würden.

Einsatz für mehr Augenmaß

Die Moderatorin und Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Heike Maas, die sich auf Kreis- und Landesebene mehrfach mit Wasserburger Beispielen für Lockerungen bei Einzelhändlern, Gastronomie, Dienstleistern und Kultur starkgemacht hatte, fasste konkret nach. Niebler versprach, sich im Parteivorstand weiter für mehr Augenmaß und Verhältnismäßigkeit bei den Corona-Maßnahmen einzusetzen. re

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