Wasserburgs Schulleiterin Verena Grillhösl im Interview: „Wir werden Lösungen finden“

Verena Grillhösl,Schulleiterin des Luitpold-Gymnasiums in Wasserburg.

Seit Montag ist auch das Wasserburger Luitpold-Gymnasium wegen der Corona-Krise geschlossen – wahrscheinlich für Wochen. Im Interview erklärt Schulleiterin Verena Grillhösl, wie sie mit der Situation umgeht und welche Lösung es für Abiturienten geben könnte.

Von Winfried Weithofer

Frau Grillhösl, insbesondere die Abiturienten stehen vor großen Ungewissheiten. Was können Sie ihnen sagen?

Wir können den Mitteilungen des Kultusministeriums an die Schulleitungen entnehmen, dass man im Augenblick daran ist, eine Planung für das Abitur auszuarbeiten. Ich habe erfahren, dass es damit bis Ende dieser oder Anfang nächster Woche soweit sein soll. Aber darauf kann man niemanden festlegen, weil sich ja die Lage von einem Tag auf den anderen ändern kann.

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Die Schüler in der Qualifikationphase 12 haben 1, 2 oder 3 Klausuren noch nicht geschrieben. Wir müssen überlegen, wie wir das nach Ostern, wenn die Schule wieder offen ist, regeln. Es geht darum, mit allen Gremien vernünftige Entscheidungen zu treffen. Das ist nicht einfach.

Wie sieht es mit den anderen Klassen aus? Wie können sie diese 5 Wochen ohne Unterricht überbrücken? Mit dem Online-Portal Mebis klappt es offenbar gerade ja nicht.

Wir arbeiten in der Schule gerade daran, die Mebis-Struktur vernünftig aufzubauen. Auch an zentraler Stelle kümmert man sich. Ich gehe davon aus, dass es Ende der Woche oder Anfang der nächsten besser funktioniert. Wir werden es den Eltern im Elternbrief mitteilen, wenn wir glauben, dass der Zugriff sinnvoll ist. Erweiterte Kommunikationsmöglichkeiten gibt es auch über unser Elternportal. Die Lehrer können auch direkt mit den Schülern per E-Mail kommunizieren und ihnen Aufgaben stellen.

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Glauben Sie, dass die Schüler das Schuljahr einigermaßen geordnet abschließen können?

Wenn man die Corona-Krise in den Griff bekommt, werden wir sie ja nach den Osterferien wieder sehen. Dann halte ich es für kein Problem. Auch wenn es länger dauert, was sein kann, braucht sich niemand aufzuregen, weder die Q-12 noch die Stufen 5 bis 11. Wir werden Lösungen finden, um den Schülern gerecht zu werden und ihnen zu ermöglichen, das Schuljahr gut abzuschließen.

Wie geht es Ihnen persönlich in dieser Notlage?

Es ist eine außergewöhnliche Situation. Mit gelingt es jetzt schon, Ruhe zu bewahren. Die Arbeit ist jetzt nicht weniger, sondern eher sogar mehr geworden. Ich stelle fest, dass die Eltern besonnen sind, ich musste nur wenige beruhigen. Wir müssen die Krise professionell managen.

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