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Millionensanierung von St. Jakob

Wasserburgs Pfarrer will Pfarrkirche weiter öffnen: „Das ist kein toter Ausstellungsraum“

Pfarrer Bruno Bibinger hat das früher geschlossene Gitter weit geöffnet. John Cater
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Pfarrer Bruno Bibinger hat das früher geschlossene Gitter weit geöffnet. John Cater
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Eingerüstet präsentiert sich seit Monaten die Wasserburger Pfarrkirche St. Jakob. Doch auch im Inneren tut sich viel.

Wasserburg – „Gerade jetzt in Corona-Zeiten muss eine Kirche offen sein“, sagt Pfarrer Bruno Bibinger und blickt zufrieden auf das weit geöffnete Gitter am Eingang der Pfarrkirche St. Jakob. Sie wird seit 2014 umfangreich saniert – derzeit vor allem an Fassade und Dach. Trotzdem ist im Innern des Gotteshauses ein Kommen und Gehen: keine fünf Minute vergehen, ohne dass neue Gäste eintreten.

Im Fokus: das Gnadenbild „Die Mutter der schönen Liebe“.

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Das war nicht immer so, denn es gab nicht überall Zutritt zur Kirche. Sie beherbergt schließlich auch wertvolle sakrale Gegenstände. Doch Wasserburgs neuer Stadtpfarrer, nun ein Jahr im Amt, sagt: „Ich habe Vertrauen zu den Menschen.“ Eine Kirche ist für ihn kein Museum, „kein toter Ausstellungsraum“, sondern ein Ort des Lebens. Und eine Stätte des Rückzugs, der Besinnung, zum Kraft schöpfen und Mut tanken – „in diesen schwierigen Zeiten wichtiger denn je“, wie Bibinger findet.

Neuer Platz für Mutter der schönen Liebe

Er hat deshalb aus- und umräumen lassen: Grünpflanzen haben das Gotteshaus verlassen, um den Blick nicht abzulenken. Viele sakrale Gegenstände haben einen neuen Platz gefunden, sind jetzt erreichbar und zu sehen. „Die Mutter der schönen Liebe“ beispielsweise: „die schönste Kopie“, die es nach Bibingers Meinung von dem zwischen 1740 und 1750 entstandenen Gnadenbild in edlen rubinroten Tönen gibt.

Das Original hängt im Kloster Wessobrunn, ein Werk des Benediktinerbruders Innozenz Metz. „Die Mutter der schönen Liebe“ hat in der Nähe des Altars jetzt einen neuen, besser beleuchteten Platz gefunden.

Das Taufbecken (rechts) steht jetzt am Eingang der Kirche St. Jakob..

Taufbecken hat einen neuen Platz

Ebenfalls an einem anderen Ort: das Taufbecken, jetzt situiert direkt am Eingang.

Frisch restauriert zeigen sich außerdem alte Grabtafeln Wasserburger Familien, denn früher befand sich der Friedhof direkt an der Pfarrkirche. Gereinigt und im neuen Glanz: die große Christusfigur.

400 bis 500 Gäste besuchen in der Hochsaison des Tagestourismus pro Tag die Pfarrkirche. Sie ist auch Ziel vieler Stadtführungen. „Hier bist du nie allein“, sagt der Pfarrer. Trotzdem ist es ein ruhiger Ort der Besinnung. Kaum jemand erhebt die Stimme, andächtig stehen die Kirchenbesucher im Innern oder schlendern durch die nun zugänglichen Bereiche.

Keine Angst vor den Herbststürmen

Die Öffnung und Neusituierung vieler Objekt bereitet die Innensanierung vor, die der Außenrestaurierung folgen wird. Letztere ist noch lange nicht abgeschlossen. Im Herbst soll das Dach neu eingedeckt werden. Die Kunststoffhülle, die den Dachstuhl und die mit Gerüsten verkleidete Fassade derzeit schützt, hat schon viel ausgehalten – auch die Gewitterstürme und Unwetter in diesem unruhigen Sommer 2021. Vor den Herbststürmen ist Bibinger deshalb nicht bange.

Das neue Logo der Stadtkirche Wasserburg.

Das neue Logo der Stadtkirche

Ein modernes Element fällt in der Pfarrkirche St. Jakob auf: das neue Logo der vereinten Stadtkirche. Es besteht aus drei Symbolen: der Muschel, weil Wasserburg am Jakobsweg liegt, dem verbindenden Kreuz und den Wellen als Hinweis auf den Inn.

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