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100 Kunstwerke in Schaufenstern

Wasserburgs Herz schlägt für „Kunstrausch“

Ein Hingucker: Rotes Herz der Kunststudentin Josefine Pytlik.
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Ein Hingucker: Rotes Herz der Kunststudentin Josefine Pytlik.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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In der Wasserburger Altstadt lohnt sich der Blick in die Schaufenster vieler Geschäfte gleich doppelt: Bis zum 9. Oktober präsentieren in dieser ganz besonderen Galerie Wasserburger Künstler rund hundert Werke unter dem gemeinsamen Titel „Kunstrausch“.

Wasserburg – Der Kunst die ihr gebührende Geltung verschaffen: Das ist es, worauf es den Wasserburger Künstlerinnen und Künstlern bei ihrer Aktion Kunstrausch ankommt. Und diese Absicht verfolgen sie mit der Aktion seit Jahren – wegen Corona jetzt zum zweiten Mal auf besondere Art und Weise: Die Exponate werden in der Altstadt Abstand wahrend in die Schaufenster gestellt, im Idealfall mit den anderen Angeboten des Ladens ansprechend kombiniert. „Der Grundgedanke ist, die Kunst aus den elitären Galerien zu den Menschen zu bringen“, sagt der Wasserburger Künstler Max Windholz. Noch bis zum 9. Oktober läuft diese am 4. September gestartete Initiative.

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Am Samstag nahmen sich einige Künstler Zeit, um die in zwei Dutzend beteiligten Geschäften ausgestellten rund 100 Werke zu betrachten. Eine Ausstellung der besonderen Art, um die sich wieder das Organisationsteam um Windholz, Katharina Danninger sowie Birgit und Manuel Michaelis verdient gemacht hat.

Zehn Prozent der Erlöse gehen an den Wasserburger Wunschbaum – ein Verein, der Kinder aus bedürftigen Familien unterstützt. „Wir hätten gerne noch ein paar mehr Läden mit dabei gehabt“, so Windholz. Aber angesichts des hohen organisatorischen Aufwands mit insgesamt 21 Künstlern habe man Grenzen setzen müssen. Bis Samstag waren bereits 9 Werke verkauft.

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Hauptsächlich Gemälde und Skulpturen werden in den Schaufenstern präsentiert werden. Von Birgit Michaelis stammt die Winkekatze, ein paar Schritte weiter folgt eine Hommage an Angela Merkel, wofür der Künstlerin Vera Moritz eine frühe Fotografie der Kanzlerin als Vorlage diente, Gerhard Höbert zeigt seine eindrucksvollen Science-Fiction-Inspirationen.

Nur schwer ist ein Bild von Paul Mooney in einem Juweliergeschäft zu erkennen – es ist sehr weit hinten platziert. Christoph Kleber freut sich darüber, mit seinem Geschäft Grünkunft am Marienplatz erstmals an der Kunstaktion beteiligt zu sein. Er zeigt sich überzeugt, dass die Kunst von den Menschen wahrgenommen wird. „Das merkt man schon.“

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Auch der Künstlernachwuchs nutzt diese Form der Präsentation, zum Beispiel Josefine Pytlik (25), Kunststudentin in München. Sie hat ein Schaufenster mit einem großen roten Stoffherz geschmückt, in das sie einen kleinen Bildschirm eingebaut hat. Skurrile Videos sind zu sehen. Frei nach dem Motto: In der Kunst ist praktisch alles erlaubt.

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