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SPORT IN CORONA-ZEITEN

Wasserburger Trainer sagt: „Taekwondo ist Bewegungskunst“

Mag präzise Bewegungen: Markus Lindemann beim Kindertraining in seiner Taekwondo-Schule.
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Mag präzise Bewegungen: Markus Lindemann beim Kindertraining in seiner Taekwondo-Schule.

„Corona hat viele Kids mit Chips auf die Couch verbannt“, ärgert sich Markus Lindemann, Leiter der Taekwondo-Schule Wasserburg. Er hat online weiter trainiert – und weiß, wie wichtig Bewegung für die Gesundheit von Körper und Geist ist – auch oder erst recht in Pandemiezeiten.

Wasserburg – „Taekwondo ist für mich Freude an der Bewegung, Körpergefühl und -kontrolle und Genauigkeit in der Bewegung. Nach einem anstrengenden Arbeitstag wird dadurch mein Kopf frei, die Anspannung fällt von mir ab.“ So und ähnlich beschreiben Mitglieder der Taekwondo-Schule Wasserburg ihre Motivation, sich dieser asiatischen Kampfkunst zu widmen, die vor allem ein Mann vor Ort seit 2013 repräsentiert: Markus Lindemann, 58 Jahre alt, Leiter der Schule, die es bereits seit 2002 gibt, Inhaber des 4. Dan und von Beruf Werkzeug-Konstrukteur. Im Interview mit der Wasserburger Zeitung erklärt er die Faszination Taekwondo und warum Sport in Corona-Zeiten besonders wichtig ist.

Irgendwann haben Sie gewusst, Taekwondo ist meins. Wann war das und was hat Sie selbst bewogen, diesen Sport so intensiv weiter zu betreiben?

Markus Lindemann : Sport ist mir seit meinem siebten Lebensjahr schon immer wichtig gewesen. Begonnen mit dem Kampfsport Judo habe ich mit 14 Jahren, deshalb war der Einstieg in Taekwondo leicht.

Intensiv betreibe ich Sport auch deshalb, weil für mich wichtig ist, dass ich an anderen Menschen etwas weitergeben kann, zum Beispiel Freude an der Bewegung. Schon mit 18 Jahren war ich als Trainer im Judo und Volleyball tätig. Ich mag es auch, in allem präzise zu sein. Fix vorgegebene Bewegungen und dann wieder frei sein für Variationen, wie im Taekwondo das ist vor allem seit 2006 meins.

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Warum bevorzugen Sie traditionelles Taekwondo und nicht wettkampforientiertes Kampfsport-Training?

Lindemann : Traditionell heißt: ohne Kontakt. Dabei kann man in die Hand- und Fußtechniken die ganze Kraft reinlegen. Hier kann Bewegungskunst zelebriert werden. Ich möchte nicht gegen jemanden kämpfen, sondern dies mit dem Partner gemeinsam tun, an dessen Weiterentwicklung teilhaben und ihn unterstützen.

Corona hat alles verändert. Wie trainiert man eigentlich selbst oder mit anderen effektiv unter den gegenwärtigen Bedingungen?

Lindemann : Die Teilnehmerzahl hat bei den Erwachsenen im Onlinetraining schon abgenommen. Aber umso intensiver waren dann die Trainingseinheiten für die, die virtuell aktiv dabei waren. Hierbei konnten die einzelnen Bewegungsabläufe auch sehr gut gemeinsam trainiert werden. Am liebsten hätte ich allerdings oft durch den Bildschirm durchsteigen wollen.

Als Trainer ist man Vorbild und technischer Anleiter und manchmal auch Ansprechpartner bei Sorgen und Problemen gleichermaßen. Woher nehmen Sie die Kraft für all diese Aufgaben?

Lindemann : Die Kraft erhalte ich vom Feedback der einzelnen Schüler. Ich bekomme viel zurück von dem, was ich investiere. Es macht mir vor allem viel Freude, zu sehen, wie die komplexen Bewegungsabläufe verinnerlicht und letztlich kraftvoll zum Ausdruck gebracht werden.

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„Markus ist der beste Taekwondo-Lehrer aller Zeiten! Das Training mit ihm macht richtig Spaß!“ So beschreibt Sie einer der Kleinsten ihrer Schule. Was empfinden Sie bei solchem Lob?

Lindemann : Das geht runter wie Öl!

Wer kann, wer sollte Taekwondo betreiben? Wie berät man und wie hält man vor allem Jugendliche bei der Stange?

Lindemann : Das Altersspektrum in meiner Schule bewegt sich aktuell zwischen vier und 70 Jahren. Wer Spaß an der Herausforderung hat, seinen Körper zu beherrschen, ist jederzeit willkommen. Wer allerdings nur Techniken lernen möchte, um andere zu verletzen, ist bei mir an der falschen Adresse. Denn für mich ist jeder Teil des Körpers eine Waffe. Die sollte allerdings nur zur Selbstverteidigung eingesetzt werden. Das zu wissen, kann einen sicherer, verantwortungsvoller und selbstbewusster machen. Generelle Voraussetzung in diesem Sport ist zudem ein respektvoller Umgang miteinander.

Ein Blick in die Zukunft nach Corona. Was geht Ihnen da durch den Kopf?

Lindemann:Corona hat viele Kidsmit Chips auf die Couch verbannt und nur die Daumengeschwindigkeit erhöht. Jetzt ist ein regelmäßiges richtiges Sport-Training umso wichtiger.

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Wenn eine Fee Ihnen drei Wünsche erfüllen könnte, welche wären das?

Lindemann : 1. Frieden auf der ganzen Welt 2. Respekt vor den Mitmenschen und vor der Natur 3. Pizza mit Doppelsalami!

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