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„Ohne Barrieren absolut gut drauf“

Wasserburger Stiftung Attl veranstaltete Festakt zu 30 Jahre „Offene Betreute Angebote“

30 Jahre „Offene Betreute Angebote“ feierten (von links) Jonas Glonnegger, Vorsitzender der Stiftung Attl, zusammen mit Leiterin Theresa Fuchs, Bereichsleiterin „Ambulante Angebote“ Anna Neumüller und der Dritten Bürgermeisterin Edith Stürmlinger.
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30 Jahre „Offene Betreute Angebote“ feierten (von links) Jonas Glonnegger, Vorsitzender der Stiftung Attl, zusammen mit Leiterin Theresa Fuchs, Bereichsleiterin „Ambulante Angebote“ Anna Neumüller und der Dritten Bürgermeisterin Edith Stürmlinger.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der „Offenen Betreuten Angebote“ feierte die Wasserburger Stiftung Attl ein Fest. Vorsitzende, Mitarbeiter und Klienten fanden in ihren Ansprachen lobende Worte.

Wasserburg – Mit einem Festakt feierten die OBA (Offene Betreute Angebote) der Stiftung Attl ihr 30-jähriges Bestehen im Pfarrsaal der Stadtpfarrkirche Sankt Jakob.

Jonas Glonnegger, Vorsitzender der Stiftung Attl, lobte die Arbeit der OBA-Kollegen unter teils widrigen Bedingungen. „Die OBA organisierte erstmals für Menschen mit Assistenzbedarf Freizeitangebote, die nicht in einer Einrichtung leben“, meinte Glonnegger. Für die Mitarbeiter in der OBA sei es oft nicht einfach, denn: „Sie müssen es aushalten, dass sie noch viel mehr tun könnten – sowohl beim familienunterstützenden Dienst als auch bei den Freizeit- und Beratungsangeboten.“

Ambulante Angebote sollen weiter gestärkt werden

Glonnegger betonte: „In einer Zeit, in der die UN- Behindertenrechtskonvention umgesetzt werden soll, passen der Anspruch an die OBA-Arbeit und die Wirklichkeit bei der Finanzierung durch öffentliche Stellen nicht zusammen.“ Die OBA können nur aufgrund der motivierten Mitarbeiter und Übungsleiter ein so breites Angebot bewerkstelligen. Glonnegger Ziel sei es, die ambulanten Angebote der Stiftung Attl weiter zu stärken, auch wenn die Refinanzierung nicht immer gewährleistet sei.

Um diese Art der Angebote zu bündeln, gründete die Stiftung 2019 den Unternehmensbereich der ambulanten Angebote, zu dem auch die OBA gehört.

Bereichsleiterin Anna Neumüller unterstrich in ihrer Ansprache den Ausbau der Netzwerke, den die Mitarbeiter mit Herz vorantrieben. Diese hätten den Kunden viele weitere Möglichkeiten der Lebensgestaltung ermöglicht. „Ich wünsche der OBA auch in Zukunft den Weitblick für die Bedürfnisse der Kunden.“

„Ihr seid eine Bereicherung für die Stadt“

Anerkennende Worte für die Arbeit der OBA fand auch Edith Stürmlinger: „Ihr seid eine Bereicherung für die Stadt.“ Wasserburg könne stolz sein auf die vielen Angebote, welche die OBA leiste.

Einige Klienten stellten Beiträge vor, die sie im Lauf der Jahre für die OBA verfasst haben. Monika Latein sagte, OBA heiße für sie „Ohne Barrieren absolut gut drauf sein“. In ihrem Text von 1997 beschreibt sie die Vielfalt der Angebote. Wolfgang Hartls Beitrag aus dem Jahr 2002 erinnerte an eine Demonstration in München zum europaweiten Protesttag von Menschen mit Behinderungen. „Wir müssen noch mehr integriert werden“, ist eine Forderung von damals, die immer noch gelte.

Den schweren Weg bis zu einer eigenen barrierefreien Wohnung in Wasserburg von 2011 zeichnete Susanne Bruckmeier nach. „Aber das Warten hat sich gelohnt. Ich wohne noch heute dort.“ Und Franz Gottbrecht ließ eine gesellige Bergtour in Gedichtform lebendig werden, die in einem Schneesturm endete. Vor allem sein Beitrag zeigte, wie lebendig der Gemeinschaftsgeist in der OBA ist. Denn trotz der widrigen Umstände blieb der Ausflug den Teilnehmenden als schöne Erinnerung im Gedächtnis.

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Wie lebendig der Gemeinschaftsgeist in der OBA ist, bewies auch eine Showeinlage der Übungsleiter zusammen mit den Klienten, in der sie sich mit großem Spaß selbst feierten.

Musikalisch untermalt wurde der Abend vom „Attler-Bunte-Mischung-Orchester“ der Stiftung.

re

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