„Movinn Forward“: Wasserburger Skateboardfahrer wollen einen eigenen Verein gründen

Reinste Akrobatik im Skaterpark am Badriaparkplatz: Hier fliegt Karl Bayerl durch die Luft. Er soll Vorstandsmitglied des neuen Wasserburger Skater-Vereins „Movinn Forward“ werden.
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Reinste Akrobatik im Skaterpark am Badriaparkplatz: Hier fliegt Karl Bayerl durch die Luft. Er soll Vorstandsmitglied des neuen Wasserburger Skater-Vereins „Movinn Forward“ werden.
  • Winfried Weithofer
    vonWinfried Weithofer
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Sportbegeisterte Skater wollen in Wasserburg den Verein „Movinn Forward“ gründen. „Zusammen können wir mehr erreichen“, zeigt sich der designierte Vorsitzende Christian Brauner im Gespräch mit der Wasserburger Zeitung überzeugt. Für ihn geht ein Traum in Erfüllung.

Wasserburg – In der Vereinslandschaft der Stadt Wasserburg erwacht neues Leben: Am kommenden Samstag (19. September) schließen sich die Skater zusammen. Christian Brauner (34) hat sich zwar vor ein paar Tagen beim Sport den Ellbogen gebrochen und erscheint mit Gipsverband zum Gespräch in der Redaktion. Aber seiner Motivation tut das keinen Abbruch, er kann lachen. Bei der Vereinsgründung will sich der selbstständige Schreiner zum Vorsitzenden des Vereins „Movinn Forward“ wählen lassen. „Wir haben auch schon eine Homepage“, sagt Brauner.

Die Vorbereitungen zeugen von Idealismus

Die Vorbereitungen jedenfalls zeugen von großem Engagement und Idealismus. Wobei nicht nur ein reiner Sportverein ins Leben gerufen werden soll, sondern auch eine Kulturinitiative. „Wir wollen Konzerte veranstalten, Künstler unterstützen, an Stadtfesten teilnehmen“, so Brauner. „Skatebord ist eine Jugendkultur, Skateboardfahren und Musik gehören zusammen.“

Trotz Ellbogen-Bruchs kann Christian Brauner noch lachen: Für ihn geht mit der Vereinsgründung ein langgehegter Traum in Erfüllung.

Im Vorstand sollen neben Brauner auch Karl Bayerl, Moritz Frei, Sina Schweiger sowie Luis Naka amtieren. „Im Paulaner haben wir für 40 Leute reserviert, und diese Zahl werden wir wohl auch erreichen“, hofft Brauner. Besonders wichtig ist ihm, dass Bürgermeister Michael Kölbl die Vereinsgründung unterstützt.

Die Wasserburger Skater treten künftig als Verein auf

Die Skater in Wasserburg treten also künftig als Verein auf – für Brauner eine wichtige Voraussetzung dafür, dem Sport Türen zu öffnen: „Zusammen können wir mehr erreichen.“

Lange hat er auf diesen Schritt hingearbeitet, für ihn geht jetzt ein Traum in Erfüllung. „Ich war schon 2002 dabei, als am Badriaparkplatz der Skatepark gebaut wurde.“

Diese Einrichtung ist im Lauf der Zeit freilich erneuerungsbedürftig geworden – eine Aufgabe, die sich Brauner als Ziel gesetzt hat. Eine zweite Anlage, die ebenfalls der Stadt gehört, befindet sich in Reitmehring. Doch Brauner will sich nicht verzetteln, zunächst gilt sein Augenmerk der Renovierung des Skateplatzes am Badriaparkplatz.

„Wir haben dort einen guten Standort, den man auch leicht mit dem Bus erreichen kann.“

Geschätzte 70.000 Euro soll die neue Anlage kosten

Geschätzte 70 000 Euro soll dort die neue Anlage kosten, die in Eigenarbeit entstehen soll. Männer mit dem nötigen Know-how hat Brauner schon an der Hand. Das gesamte Areal soll von Grund auf erneuert werden, neue Rampen und und Einzäunungen entstehen. Doch der Preis steht noch nicht endgültig fest: „Die vorher berechneten Kosten können noch ein wenig variieren, da das fertige Konzept erst mit der Stadt und den Jugend- und Vereinsvertretern durchgesprochen und gegebenenfalls geändert werden muss“, heißt es im Sanierungskonzept.

„Die Investition wird sich lohnen“

Dass sich die Investition lohnt, davon ist Brauner überzeugt. „Andere Parks sind megavoll, weil auch viele Ältere wieder skaten wollen.“ In den Geschäften seien in der Corona-Zeit die Bretter und das Zubehör zum Teil ausverkauft gewesen, hat er beobachtet. Sein Verein wolle dafür sorgen, Interessenten zum Schnuppern die Ausrüstung zu leihen – das Geld dafür soll durch Spenden reinkommen.

Im Blick hat Brauner auch junge Migranten, die vom Verein profitieren könnten: „Ihnen wollen wir Leihmaterial zur Verfügung stellen und Kurse anbieten.“ Durch das Skaten, davon ist Brauner überzeugt, „können wir zusammenkommen“.

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