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Sonderausstellung im städtischen Museum endet Sonntag

Wasserburger Schätze nochmal im Original

Vor gut 900 Jahren wird Wasserburg das erste Mal erwähnt. Das mittelalterliche Dokument ist dieses Wochenende noch einmal in der Sonderausstellung im städtischen Museum zu sehen.  Repro  Museum
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Vor gut 900 Jahren wird Wasserburg das erste Mal erwähnt. Das mittelalterliche Dokument ist dieses Wochenende noch einmal in der Sonderausstellung im städtischen Museum zu sehen. Repro Museum

Wasserburg - Die erste urkundliche Erwähnung Wasserburgs aus dem elften Jahrhundert noch einmal im Original sehen, das ist vom heutigen Freitag bis einschließlich Sonntag, 6. Mai, noch einmal im Rahmen der Sonderausstellung "Wasserburger Handelsgeschichte(n)" möglich. Neben der urkundlichen Ersterwähnung Wasserburgs sind auch die älteste Stadtansicht und die Urkunde Attel 1 im Original zu sehen. Anschließend werden die drei Wasserburger Schätze wieder über Jahrzehnte im Hauptstaatsarchiv in München ruhen.

Die erste Erwähnung Wasserburgs findet sich in einem Traditionsbuch des Klosters St.Emmeram, in dem die Mönche alle wichtigen Rechte, Privilegien und Besitztümer des Klosters durch das Abschreiben älterer Urkunden eintrugen. Die Ersterwähnung handelt inhaltlich von der Übergabe einer Leibeigenen als Zinspflichtige an das Kloster St. Emmeram durch Dietrich von Wasserburg um 1085/1088. Die Datierung erfolgte anhand des Todesdatums des Zeugen Heinrich von Regensburg, welcher 1088 starb.

Die Abschrift für das Traditionsbuch wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts durch das Kloster angefertigt. Die kurze Notiz wurde in Wasserburg bisher wenig beachtet. Zur Bestimmung der Stadtjubiläen diente noch bis 1987 eine spätere, allerdings gefälschte Urkunde. Diese Urkunde, bekannt unter der Signatur Attel 1 ist ebenfalls in der Ausstellung zu sehen. Auch wenn es sich um eine spätere Fälschung handelt, so gibt sie doch Auskunft über den Zustand Wasserburgs um den Beginn des frühen 13. Jahrhunderts.

Zusätzlich zu den beiden Urkunden zeigt ein wunderschöner naturalistischer Plan des Inns aus der Zeit der Renaissance Teile der Stadt Wasserburg um 1580. Zu sehen ist die Burg mit ihrer noch vollständigen Befestigungsanlage und den Bereits zum Renaissanceschloss ausgebauten Wohnbereichen.

Wer also etwas über die Geschichte des befestigten Handelsplatz der Stadt Wasserburg im Lauf der Jahrhunderte erfahren möchte und gleichzeitig nicht die seltene Gelegenheit verpassen mag, die Ersterwähnung unserer Stadt im Original sehen zu können, der sollte bis zum 6. Mai, jeweils zwischen 13 und 17 Uhr, die Sonderausstellung im Museum Wasserburg besuchen. re