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POLIZEIBERICHT ZUR SICHERHEITSLAGE

Wasserburger Polizei klärt 74,6 Prozent der Straftaten auf

Die Kriminalitätsentwicklung der letzten fünf Jahre für den Dienstbereich der Polizei Wasserburg. Grafik: OVB/Klinger
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Die Kriminalitätsentwicklung der letzten fünf Jahre für den Dienstbereich der Polizei Wasserburg. Grafik: OVB/Klinger

Von den 1390 Straftaten, die im Dienstbereich der Polizei Wasserburg gemeldet wurden, konnten im vergangenen Jahr 1037 aufgeklärt werden. Im Bericht zur Sicherheitslage präsentiert die Wasserburger Polizei viele Zahlen aus ihrem Arbeitsalltag und belegt: Die Lage in Wasserburg und Umgebung ist stabil.

Wasserburg – Die Aufklärungsquote der Wasserburger Polizei lag mit 74,6 Prozent (Vorjahr 75 Prozent) nach wie vor auf fast gleich hohem Niveau. Von den 1390 Straftaten, die im Dienstbereich der Polizei Wasserburg gemeldet wurden, konnten 1037 aufgeklärt werden. So geht es aus dem Bericht zur Sicherheitslage der Wasserburger Polizei hervor. Er enthält viele Zahlen aus der Statistik, die eine stabile Lage in Wasserburg und Umgebung beschreiben.

Sexualstrafanzeigen alle aufgeklärt

Dennoch ist bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ein Anstieg von 25 auf 39 Anzeigen zu verzeichnen. Das ist Plus von 56 Prozent. Der Schwerpunkt lag dabei bei der Verbreitung pornografischer Schriften mit 18 Taten (drei in 2019). Es konnten alle Sexualstraftaten von der Polizei aufgeklärt werden.

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Im Jahr 2020 wurden im Dienstbereich der Polizei Wasserburg insgesamt 1390 Straftaten (2019: 1279) in der polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um 111 Straftaten ( 8,7 Prozent).

Als Gradmesser für die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung dient die Häufigkeitszahl, die im Dienstbereich der Polizei Wasserburg bei einem Wert von 3027 pro 100 000 Einwohner (2019: 2800) lag.

818 Tatverdächtige ermittelt

Im vergangenen Jahr wurden 818 Tatverdächtige (2019: 739) ermittelt. Der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen lag bei 204 (24,9 Prozent). 2019 waren es noch 33,7 Prozent.

Der Anteil der Kinder, Jugendlichen und heranwachsenden Tatverdächtigen lag zusammen bei 152 (18,6 Prozent). 2019 gab es 137 minderjährige Tatverdächtige (18,5 Prozent). Somit liegt der Anteil der erwachsenen Tatverdächtigen bei 81,4 Prozent (666 Personen).

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Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der Diebstähle insgesamt um 3,5 Prozent leicht zurückgegangen, 2020 wurden exakt 249 gemeldet. 2019 waren es noch 258.

Der Wohnungseinbruchsdiebstahl hat sich 2020 ebenfalls erfreulich entwickelt. „Wenn gleich jeder Einbruch in den privaten Wohnbereich ein Einbruch zu viel ist“, so die Polizei, „kann ein Rückgang um 47,7 Prozent verzeichnet werden.“

Fahrraddiebstähle nehmen zu

Zugenommen haben allerdings Fahrraddiebstähle: Waren es im 2019 noch 18 Fälle, die gemeldet wurden, so waren es 2020 insgesamt 30 Diebstähle, die zur Anzeige kamen. Autos wurden im vergangenen Jahr 7 als gestohlen gemeldet (2019: 3). 2 Mopeds wurden 2020 entwendet; 2019 nur 1 Kraftrad. Ladendiebstähle nahmen allerdings zu: 2020 waren es 24 (2019: 17).

Sogenannte Rohheitsdelikte, die neben den klassischen Gewaltdelikten wie Körperverletzung auch Raub und Straftaten gegen die persönliche Freiheit, wie Nötigung, Freiheitsberaubung, Bedrohung und Nachstellung (Stalking) beinhalten, haben 2020 um zehn Prozent zugenommen. 329 Fälle wurden gemeldet, 2019 waren es 299.

Die einfache Körperverletzung ging dabei mit 161 Taten geringfügig um 3 Fälle zurück. Bei der gefährlichen und schweren Körperverletzung ist jedoch eine Zunahme von 14 Fällen auf 60 Taten (46 im Vorjahr) zu melden; eine Steigerung um 30,4 Prozent.

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2020 stieg auch die Zahl der gemeldeten Sachbeschädigungen um 17,9 Prozent. Waren es 2019 noch 140, so waren es 2020 bereits 165.

Vermögens- und Fälschungsdelikte stiegen von 210 auf 221 Fälle an. Der sogenannte Waren- und Warenkreditbetrug, der hauptsächlich im Online-Handel beziehungsweise auch bei Online-Auktionsportalen zum Tragen kommt, nahm um 22 Anzeigen von 39 auf 61 zu. Ein Plus von 56,4 Prozent.

„Die aus dem Ausland verübten Taten sind nicht in der Inlandsstatistik erfasst“, erklärt dazu die Polizei.

Rauschgiftdelikte um 51,3 Prozent mehr

Die Rauschgiftkriminalität hat mit 121 Fällen zu 80 im Jahr 2019 um 51,3 Prozent zugenommen. „Mit erfolgreichen Kontrollen und Ermittlungsverfahren konnte damit das sogenannte Dunkelfeld weiter aufgehellt werden“, so der Bericht der Polizei.

2020 kam es 29 mal zu Widerstand und tätlichen Angriffe gegen Vollstreckungsbeamte. Im Vorjahr waren es noch 26 Delikte.

Der Gesamtschaden aller Delikte belief sich 2020 auf 965 443 Euro. Das sind 12 591 Euro mehr als 2019.

108 Verkehrsunfälle weniger – Hauptunfallursache sind Fahrfehler

Im Jahr 2020 ereigneten sich im Dienstbereich der Polizei Wasserburg 1264 Verkehrsunfälle (2019: 1372). Eine Person verlor dabei ihr Leben. 2019 waren 3 Tote zu betrauern. Verletzt wurden im vergangenen Jahr 241 Personen (2019: 258).

IZu den Verkehrsunfällen zählen 2020 auch 484 Wildunfälle. 181 Verkehrsunfälle wurden wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort (2019: 212) erfasst. Hauptunfallursachen waren „Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Anfahren“, so die Polizei. Bei den Unfällen mit schweren Folgen ist immer noch der Konsum von Alkohol und berauschender Mittel eine sehr häufige Ursache, so die Statistik.

Von 66 festgestellten Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss endeten im vergangenen Jahr 29 mit einem Unfall. 37 Fahrten wurden durch Kontrollen rechtzeitig beendet, 2 konnten vor Fahrantritt unterbunden werden.

Der Dienstbereich

Mit den Gemeinden, Albaching, Amerang, Babensham, Edling, Eiselfing, Griesstätt, Pfaffing, Ramberg, Rott, Schonstett, Soyen und der Stadt Wasserburg betreut die Polizei Wasserburg rund 46 000 Einwohner auf 321 Quadratkilometern Dienstbereichsfläche. Zur Anzahl der Bürger kommen noch rund 42 000 zugelassene Fahrzeuge im Dienstbereich.

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