Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Vortrag in der Wasserburger Mittelschule: „Mein nächstes Auto wird elektrisch!“

Klimaschutz und Nachhaltigkeit: Sind E-Autos wirklich im Trend?

Alles rund ums Thema E-Mobilität erfahren Interessierte beim Vortrag am 11. Mai.
+
Alles rund ums Thema E-Mobilität erfahren Interessierte beim Vortrag am 11. Mai.
  • VonAnja Leitner
    schließen

Hans Urban, Elektroingenieur und Experte im Bereich Photovoltaik, E-Mobilität und Stromspeicherung über seine persönliche Erfahrung mit Elektromotoren und ob Wasserstoff nicht die bessere Alternative wäre.

Wasserburg – Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind ein großes Thema unserer Zeit. Auch der KlimaSchutzDialog möchte die Thematik in Wasserburg weiter voranbringen und veranstaltet dazu den Vortrag „Mein nächstes Auto wird elektrisch!“ mit Elektroingenieur und Experte im Bereich Photovoltaik, E-Mobilität und Stromspeicherung, Hans Urban aus Haag.

Vorab berichtet Urban, wie er persönlich über die Vor- und Nachteile von E-Autos denkt und ob Wasserstoffmotoren nicht die bessere Alternative wären.

Herr Urban, Sie fahren selbst E-Auto. Was sind für Sie persönlich die Vor- und Nachteile?

Hans Urban: Inzwischen fahre ich ja schon sehr lange E-Auto, gerade bei den ersten Fahrzeugen war der Nachteil der geringeren Reichweite natürlich noch ein wesentlicher Punkt. Da musste man schon recht gut planen.

Inzwischen hat sich das aber relativiert: Man schafft in der Regel die Strecke, die man fahren will. Der Vorteil ist, dass man sehr viel umweltfreundlicher unterwegs ist und zudem neun Monate im Jahr seine eigene Energie vom Dach nutzen kann. Das Fahren macht auch wirklich Spaß und man fährt viel entspannter.

Natürlich ist der Preis noch ein entscheidendes Kriterium, aber wenn man die Kosten über die Lebensdauer rechnet, fahren gerade Pendler in der Regel meist sogar elektrisch günstiger.

Hans Urban, Elektroingenieur und Experte im Bereich Photovoltaik, E-Mobilität und Stromspeicherung.

Die Herstellung und Entsorgung der Batterie ist ein großer Kritikpunkt. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Urban: Kritik an Batterien wird sehr oft geäußert, aber sie stammt meist aus der Erdöl-Lobby, das ist ja nicht verwunderlich. Die zugrunde gelegten Zahlen sind dann oft veraltet oder sehr einseitig dargestellt – Stichwort Schweden-Studie. Batterien entwickeln sich aktuell sehr schnell und sehr dynamisch weiter, kritische Rohstoffe werden immer weniger eingesetzt und es gibt inzwischen auch industrielle Recyclingverfahren.

Was sagen Sie zu den Sorgen vieler Bürger, dass die Reichweite zu gering ist?

Urban: Die Frage ist, welche Reichweite braucht man denn wirklich im täglichen Gebrauch? Das schaffen die aktuellen E-Autos heutzutage für die allermeisten Fahrprofile. München-Hamburg, das geht nicht ohne Pause, aber wer braucht das wirklich? Wieso wird beispielsweise der Zug für lange Strecken als Alternative so wenig berücksichtigt? Wir haben in dieser Woche schon im Mai den „Erd-Überlastungstag“, das heißt, bei unserem Lebensstandard bräuchten wir mittlerweile drei Erden und nicht nur eine. Es geht deswegen auch nicht nur um ein „Weiter-So“, auch wenns elektrisch ist, sondern es geht vielmehr um ein generelles Umdenken, was wirklich sein muss und was nicht.

Sind Autos, die mit Wasserstoff fahren, nicht die bessere Alternative zu E-Mobilität?

Urban: Das Rennen zwischen Wasserstoffautos und E-Autos ist inzwischen längst entschieden. Es gibt 300 verschiedene E-Autos, aber aktuell nur zwei Serien- Wasserstofffahrzeuge und die sind Ladenhüter. Wasserstoff ist keinesfalls die bessere Alternative, da der Energiebedarf pro Kilometer im Endeffekt dreimal so hoch ist. Wir brauchen Wasserstoff ganz dringend für die Energiewende, aber an anderer Stelle, nicht im Pkw. Das Argument „Ich warte auf das Wasserstoffauto“ ist meistens nur die Entschuldigung dafür, erst mal gar nichts zu tun und fossil weiterzufahren.

Vortrag in der Mittelschule mit Hans Urban

Der KlimaSchutzDialog lädt alle Bürger zum Vortrag „Mein nächstes Auto wird elektrisch!“ am Mittwoch, 11. Mai, um 19.30 Uhr in die Aula der Mittelschule Wasserburg (Klosterweg 2) ein. Immer mehr Menschen interessieren sich für den Umstieg auf den E-Antrieb. So lagen in vergangenen Monaten die Zulassungszahlen bei reinen E-Fahrzeugen bereits regelmäßig über denen von Diesel-PKWs, berichtet Albert Bernstetter vom KlimaSchutzDialog. Bei dem Vortrag sollen grundlegende Informationen vermittelt und Fragen beantwortet werden. Dazu wird Elektroingenieur und Experte im Bereich Photovoltaik, E-Mobilität und Stromspeicherung, Hans Urban, referieren. Anmeldung über die VHS online unter www.vhs-wasserburg.de/programm/gruen oder unter der Telefonnummer 08071/48 73.

Kommentare