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Freiwilliges soziales Schuljahr trotz Pandemie

Wasserburger Mittelschüler helfen Wohngruppe und Seniorenheim: Darum werden sie ausgezeichnet

Bürgermeister Michael Kölbl und Ethel- D. Kafka (rechts) ehrten (von links) Nadine Steinweber, Smila Nissen, Raha Zschornack, Elias Jaroljmek und Ela Buyukatilla, die sich im Freiwilligen Sozialen Schuljahr (FSSJ) engagiert haben.
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Bürgermeister Michael Kölbl und Ethel- D. Kafka (rechts) ehrten (von links) Nadine Steinweber, Smila Nissen, Raha Zschornack, Elias Jaroljmek und Ela Buyukatilla, die sich im Freiwilligen Sozialen Schuljahr (FSSJ) engagiert haben.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Sie gehen zur Schule – und engagieren sich zusätzlich mindestens 60 Stunden im Schuljahr für soziale Einrichtungen: Bürgermeister Michael Kölbl und die Leiterin des Bürgerbahnhofs, Ethel-D. Kafka, haben sich für dieses Engagement bei Mittelschülern bedankt. So haben die Teenager die Zeit im Ehrenamt erlebt.

Wasserburg am Inn – Raha Zschornack, Nadine Steinweber, Ela Buyukatilla, Elias Jaroljmek, Nina Lazarevic und Smila Nissen erhielten im Rathaus für ihren Einsatz im Freiwilligen Sozialen Schuljahr (FSSJ) eine Urkunde der Stadt – und eine Sonnenblume.

Koordination über den Bürgerbahnhof

„Ich bin so stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler“, sagte Maria Albert, Rektorin der Mittelschule Wasserburg. Diese ist Kooperationspartnerin des Freiwilligen Sozialen Schuljahrs. Jugendliche der Bildungseinrichtung nehmen daran teil. Die Koordination läuft über den Bürgerbahnhof.

Gemeinsam mit den Mittelschülerinnen und -schülern sucht Leiterin Kafka Stellen für das ehrenamtliche Engagement aus. Heuer waren die Jugendlichen in einer Wohngruppe der Stiftung Attl, im Haus für Kinder St. Konrad und St. Jakob, in Seniorenheim auf der Burg und in der evangelischen Kirchengemeinde im Einsatz.

Die Pandemie erschwerte die Arbeit, doch die sechs jungen Leute, die der Bürgermeister ehrte, hielten trotz schwieriger Rahmenbedingungen durch. „Eine tolle Sache“, fand Kölbl, schließlich handele es sich um freiwilliges Engagement zusätzlich zum prall gefüllten Stundenplan. Ein solches Ehrenamt sei der Kit der Gesellschaft, betonte der Rathauschef. Er zeigte sich überzeugt, dass die freiwillig geleistete soziale Arbeit den Jugendlichen vermutlich sogar Spaß bereitet habe.

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So ist es. In den Erzählungen der Mittelschüler war deutlich herauszuhören, dass sie nicht nur viel gegeben, sondern auch viel zurückbekommen haben.

Die 14-jährige Nadine beispielsweise hat im Altenheim auf der Burg mitgearbeitet. Und ihre Vorstellungen von einer Pflegeeinrichtung für Senioren über Bord geworfen. Sogar lustig sei es gewesen, berichtete sie. Manches Mal sei es ihr gelungen, „die alten Menschen zum Lachen zu bringen“, freute sie sich.

Elias hatte ebenfalls viel Spaß in der evangelischen Kirchengemeinde. Er durfte sogar eine Konfirmandenfreizeit begleiten. Der 16-Jährige hat sein Versprechen, weiterzumachen, schon eingelöst: Er engagiert sich nach wie vor ehrenamtlich in der Kirche.

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Smila hat geholfen, im Schopperstatthaus Menschen mit Behinderung zu betreuen. Über Familienmitglieder hatte sie schon viel über die Arbeit dort gehört und ihre Entscheidung, es ebenfalls zu versuchen, nicht bereut.

Ela hat sich durch die Schwierigkeiten der Pandemie durchgeboxt, im Haus für Kinder und danach auch im Bürgerbahnhof mitgearbeitet. Dort hat sie die große Vielfalt der sozialen Angebote kennengelernt. Für ihre Unterstützung gab es ein Extra-Dankeschön von Leiterin Kafka.

Arbeitgeber schätzen das Zertifikat

Raha hat sich ebenfalls im Haus für Kinder engagiert. Sie hat die Mitarbeit auch als Chance gesehen, in einen Beruf reinzuschnuppern, den sie vielleicht erlernen will. „Es hat richtig Spaß gemacht“, lautet ihr Resümee.

Alle sechs Mittelschülerinnen und -schüler (eine Teilnehmerin war erkrankt und konnte am Festakt nicht teilnehmen) haben auch die Chance erkannt, das FSS-Jahr für Bewerbungen zu nutzen. Kölbl und Kafka unterstrichen, dass das Zertifikat bei Arbeitgebern gut ankommt.

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