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Nur eine Gegenstimme von der ÖDP im Stadtrat

Wasserburger Metallverarbeitungsbetrieb Gronbach will erweitern

Hat Erweiterungsbedarf: die Firma Gronbach in Wasserburg.
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Hat Erweiterungsbedarf: die Firma Gronbach in Wasserburg.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Das Wasserburger Unternehmen Gronbach will erweitern. Geplant ist ein östlicher Anbau an das Firmengebäude Am Burgfrieden. Das macht aus Sicht des Stadtrates aus mehreren Gründen Sinn.

Wasserburg – Für die Baumaßnahme müssen Mitarbeiterparkplätze weichen. Sie werden auf einer etwa einen Hektar großen Teilfläche des westlich benachbarten Grundstücks ersetzt. Es gehört der Stadt, die als Pächter auftreten wird.

Der Stadtrat stimmte mit einer Gegenstimme von Christian Flemisch (ÖDP) zu, einen Bebauungsplan für das Vorhaben aufzustellen. Denn es macht nach Meinung der Mehrheit aus mehreren Gründen Sinn.

Der Metallverarbeitungsbetrieb Gronbach gehört zu den wichtigsten Unternehmen in der Stadt. Seit 1964 entwickelt und produziert die Firma Am Burgfrieden auf etwa 20 000 Quadratmetern Produktionsfläche mit 290 Mitarbeitern Komponenten und Baugruppen sowie Oberflächen. Gronbach, bearbeitet Edelstahl und Aluminium und hat sich außerdem auf den Kunststoffspritzguss spezialisiert. Das Unternehmen gilt als Vorreiter in puncto Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.

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„Einen besseren Partner als Gronbach können wir uns gar nicht vorstellen“, betonte Norbert Buortesch (Bürgerforum) im Stadtrat, als es um die Frage ging, ob die Erweiterung mit Parkplatzverlegung nicht zu viel Grund verbrauche. Flemisch hatte diese Diskussion angestoßen. Der ÖDP-Stadtrat verwies auf den hohen Flächenfraß in Bayern, Firmenerweiterungen wie jene von Gronbach würden dazu beitragen. Das Grundstück, auf der die wegfallenden Stellplätze ersetzt werden, ist als Areal für die Landwirtschaft im Flächennutzungsplan dargestellt.

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Bürgermeister Michael Kölbl (SPD) verwies darauf, dass der Stadtrat die Änderung des Flächennutzungsplanes für diesen Bereich bereits beschlossen habe. Das Grundstück soll als gewerbliche Baufläche ausgewiesen werden. Das mache in diesem Bereich Sinn, denn der Betrieb benötige Expansionsmöglichkeiten. Eine Ampelregelung für den Flächennutzungsplan habe festgeschrieben, wo Ausweisungen für Wohnen und Gewerbe möglich seien: Grün heißt: hier geht‘s, rot: auf keinen Fall. Auf Grün steht die Ampel auf dem Grundstück der Stadt, wo Gronbach gerne einen Parkplatz anlegen möchte. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wird laut Kölbl außerdem festgelegt, wie das Unternehmen Ausgleichsflächen bereitstellen kann und welche Auflagen es gibt.

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Die Fraktionen waren sich einig, dass es passt. Grundsätzlich gelte es, sparsam mit Wiesen und Weiden sowie Grünflächen umzugehen und wenn möglich nicht zu versiegeln, betonte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Christian Stadler. Doch im Fall Gronbach sei das Vorhaben zu vertreten. Heike Maas, Fraktionsvorsitzende von CSU-Freie Wähler-Wasserburger Block, sprach außerdem von der Notwendigkeit, einen ortsansässigen Betrieb zu unterstützen und die Wertschöpfung in der Stadt zu halten, also eine Abwanderung zu verhindern. Es gehe um Arbeitsplätze, die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Wasserburg, um Einkommens- und Gewerbesteuereinnahmen, so die Fraktionsvorsitzende Maas.

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