„Es steht alles in den Sternen“

Wasserburger Geschäftsleute kämpfen um verkaufsoffene Sonntage

Dieses Bild wird es heuer in Wasserburg nicht geben: Menschenmasse zusammengedrängt an den Buden des Christkindlmarktes darf es nicht geben.
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Dieses Bild wird es heuer in Wasserburg nicht geben: Menschenmasse zusammengedrängt an den Buden des Christkindlmarktes darf es nicht geben.
  • Heike Duczek
    vonHeike Duczek
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Abgesagt! Heuer fielen fast überall wegen Corona die Märkte aus. Auch in Wasserburg. Der Kathreinmarkt, geplant für den 22. November, findet ebenfalls nicht statt. Mit ihm beginnt traditionell jedoch das Weihnachtsgeschäft. Gibt es noch Chancen für verkaufsoffene Sonntage im Corona-Winter 2020?

Wasserburg – Der Kathreinmarkt am Sonntag, 22. November, mit dem traditionell in Wasserburg das Weihnachtsgeschäft beginnt, findet heuer nicht statt. Ein schwerer Schlag für die Geschäftsleute, denn an diesem letzten Sonntag vor dem ersten Advent hatten sie vor Corona immer auch ihre Türen geöffnet. Viele kauften die ersten Geschenke für den Gabentisch.

„Es steht alles in den Sternen“

Doch 120 Marktstände in der Stadt und Tausende Besuche: Das geht in Zeiten, in denen die Infektionszahlen wieder dramatisch ansteigen, nicht. Gibt es überhaupt noch eine Chance, dass die Geschäfte in der Vorweihnachtszeit einmal sonntags öffnen dürfen? Ordnungsamtsleiterin Claudia Schaber bedauert: „Es steht alles in den Sternen.“

Kleiner Markt möglich?

Die Geschäftsleute suchen derzeit verzweifelt nach einer Möglichkeit. Verkaufsoffene Sonntage waren bisher immer mit besonderen Anlässen und Veranstaltungen wie Märkten gekoppelt und nur in Verbindung genehmigungsfähig. Alle Märkte sind heuer bisher jedoch ausgefallen. Durch die Absage des Kathreinmarktes müssten eigentlich auch die Geschäfte zubleiben.

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Lässt sich trotz Pandemie ein kleiner Markt durchführen? Mit 15 bis 30 Ständen in einem abgegrenzten Bereich? Dort dürften sich laut Schaber jedoch nur 200 Besucher gleichzeitig aufhalten. Deshalb dürfte ein solcher Markt nicht groß beworben werden, schließlich würde er auch Gäste von außerhalb anlocken. Schaber spricht von „sehr schwierigen Bemühungen von Stadt und Wirtschaftsförderungsverband (WFV) um Lösungsansätze.

Auch von einem Christkindlmarkt in bekannter Form muss der WFV als Veranstalter, wie berichtet, heuer absehen. Als Ersatz ist der „Wasserburger Winter“ beantragt – mit weniger Hütten, verteilt über die Altstadt, ohne Rahmenprogramm, ohne Zelt

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