OBST- UND GARTENBAUVEREIN

Wasserburger Gartler schauen auf ein durchwachsenes Jahr

Die Ehrennadel in Silber bekam Monika Barthold-Rieger, die 15 Jahre lang Schriftführerin im Obst- und Gartenbauverein war, vom Vorsitzenden Stephan Hammermüller überreicht.
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Die Ehrennadel in Silber bekam Monika Barthold-Rieger, die 15 Jahre lang Schriftführerin im Obst- und Gartenbauverein war, vom Vorsitzenden Stephan Hammermüller überreicht.

Der Obst- und Gartenbauverein Wasserburg schaut auf ein durchwachsenes Vereinsjahr. Wegen Corona gab es weder Ausflüge noch Versammlungen oder gar ein Gartler-Fest. Dennoch will es sich der Vorsitzende Stephan Hammermüller nicht nehmen lassen, Bilanz zu ziehen und verdiente Mitglieder zu ehren.

Von Karlheinz Rieger

Wasserburg – Dass wegen Corona sowohl die Jahresversammlung im Frühjahr als auch die traditionelle Herbstversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Wasserburg ausfallen mussten, bedauert besonders der Vorsitzende Stephan Hammermüller. Auf einen Jahresrückblick möchte er dennoch nicht verzichten, obwohl von den sonst üblichen zahlreichen Aktivitäten des Vereins einige hatten ausfallen müssen.

347 Mitglieder gehören dazu

Insgesamt fällt Hammermüllers bisherige Bilanz für 2020 gar nicht so schlecht aus. Immerhin elf neue Mitglieder hätten sich dem Verein angeschlossen, der somit aktuell 347 Mitglieder zählt. Man habe sich vor allem auf die Streuobstwiese konzentriert, dort die Bäume fachgerecht beschnitten und diverse Ersatzpflanzungen getätigt. Nach einer satten Blüte sei ein entsprechend gutes Ernteergebnis nicht ausgeblieben.

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Natürlich seien die ausgefallenen Fahrten nach Südtirol und zur ‚Garten München 2020‘ oder das Gartler-Fest nicht zu ersetzen gewesen.

Tipps aus der Ferne

Für 2021 hat Hammermüller aber schon mal neue Aktivitäten im Blick: ein Besuch der Landesgartenschau in Ingolstadt gehört zum Beispiel dazu. Sollte Corona allerdings weiterhin das Vereinsleben so behindern, hält er auch eine Jahresversammlung auf der Streuobstwiese mit genügend Abstand für möglich. Keinesfalls soll auch der monatliche Kaffeeratsch, der 2021 auf eine 25-jährige Tradition zurückblicken kann, dem Virus zum Opfer fallen. Das Vereinsleben dürfe nicht dauerhaft niederliegen, so Hammermüller, obwohl ihn freut, dass die Netzwerke über den Gartenzaun hinweg oder via Telefon nach wie vor funktionieren.

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Auch einige ‚Ferntipps‘ für die Überwinterung frostempfindlicher Pflanzen dürfen da von Seiten des Vorstandes nicht fehlen: Kontrolle der eingeräumten Exemplare vor dem Frost sei unerlässlich, stellt Hammermüller fest. Nur allzu leicht würden sonst Schädlinge mit eingeschleppt. Gelegentlich könnte sogar der Austausch der Topferde nötig werden, damit zum Beispiel Engerlinge keine Wurzelschäden anrichten könnten. Biologische Bekämpfung sei zudem zu empfehlen. Da dem Standort der Pflanzen entsprechend gegossen werden müsse, empfehle sich entsprechende Beobachtung. Je heller und wärmer überwintert werde, desto mehr Wasser bräuchten auch die Pflanzen, auf keinen Fall dürfe der Wurzelballen ganz austrocknen.

Hausbesuche bei den Geehrten

Da der Landesverband nächstes Jahr unter dem Motto „Vielfaltsmacher“ kreative Gartenprojekte fördert, gäbe es, so Hammermüller, eine Gelegenheit, Ideen einzubringen, die man dann zwischen 1. April und 31. Oktober verwirklichen könne.

Die diesjährigen 14 Ehrungen wurden nicht ausgelassen. Per Hausbesuch wurden Blumenstöcke und Urkunden überreicht.

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Vorsitzender Stephan Hammermüller beim Äpfelsammeln auf der Streuobstwiese.

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