Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Folge 6

Wasserburger Ferienrätsel: Warum das Columba-Kindl in Griesstätt neue Schuhe bekam

Das Christkind von Altenhohenau kann angeblich laufen.
+
Das Christkind von Altenhohenau kann angeblich laufen.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
    schließen

Das Kloster Altenhohenau: Früher einmal galt es als Wallfahrtsort. Das liegt vor allem an dem Jesuskind, dem Columba-Kindl, das dort in der Klosterkirche beheimatet ist. Liebevoll ist es mit verschiedenen Kleidungsstücken ausgestattet. Der Grund dafür liegt in einer Sage begründet.

Griesstätt – Denn angeblich kann das Jesuskind laufen und wetzt sich deshalb regelmäßig die Schuhe ab. Der Sage nach, unter anderem aufgeschrieben in den „Inntaler Sagen“ von Max Einmayr, sollen die Klosterschwester eines Abends bemerkt haben, dass die gestickten Schuhe abgetragen waren. Eine junge Novizin Agnes wurde damit beauftragt neue Schuhe zu sticken.

„Während sie emsig daran arbeitete, wurden die alten Schuhe von Tag zu Tag verschlissener“, schreibt Einmayer. „Noch ehe die neuen Schuhe fertig waren, war an den alten die Naht aufgegangen.“

Christkind schaut bei Nacht in die Zimmer rein

Agnes wurde also beauftragt eine Nacht durchzuarbeiten, um die Schuhe fertigzustellen, und siehe da: Um Mitternacht hörte die junge Nonne plötzlich, wie eine Tür nach der anderen geöffnet wurde und jemand leise durch den Gang ging.

„Schwester Agnes fasste sich ein Herz und trat vorsichtig auf den dunklen Gang hinaus“, schreibt Einmayr. „Fast hätte sie aufgeschrien vor Erstaunen und Freude: Da ging doch das Gnadenkindl, umstrahlt von mildem Glanz! Es schaute in jede Zelle hinein wie eine Mutter, die über den Schlaf ihrer Kinder wacht.“

Namensgeberin war eine Dominikaner-Nonne

So zumindest die Gesichte des Kolumba Jesuskinds. Seinen Namen hat es übrigens von der Dominikaner-Nonne Kolumba Weigl, die im Kloster Altenhohenau im 18. Jahrhundert zuhause war.

Auch Kolumbas Geschichte ist es wert zu erzählen und hat etwas von einer Legende an sich, denn angeblich hatte sie als Nonne ekstatische Zustände und Gotteserscheinungen. Nach ihrem Eintritt ins Kloster, so erzählt das Kloster Altenhohenau selbst auf seiner Webseite, „empfing sie am 14. September 1730 die Wundmale des Herrn an ihren Händen und Füßen und an der Seite.“ Jeden Freitag hätte sie danach entsetzliche Schmerzen ausstehen müssen.

Zur Heuchlerin erklärt

Im späteren Leben, so das Kloster weiter, als ihr Zustand bekannter wurde, „erhoben sich die größten Verfolgungen gegen sie. Weil man ihre Zustände nicht kannte, redete man allerlei Arges über sie und erklärte sie als eine Heuchlerin.“ Diese „Leiden und Trübsale“ habe sie aber „allein aus Liebe zu Gott“ ertragen, heißt es auf der Webseite des Klosters. Mit 52 Jahren verstarb Kolumba Weigl schließlich. „Ihre Verwandten“, schreibt das Koster, „bewahren noch Reliquien von ihr, aber von einer öffentlichen Verehrung ihrer Person ist nie etwas bekannt geworden.“

Zum Kloster Altenhohenau gehört die Kirche St. Peter und Paul. Zuletzt wurde sie in den 1760er Jahren umgestaltet, seitdem gilt sie als eine der schönsten Rokoko-Kirchen Bayerns. Wer war für die Umgestaltung vor allem verantwortlich? Wenn Sie die Antwort wissen, dann tragen Sie den ersten Buchstaben des zweiten Vornamens in das Kästchen 35 und 25, den dritten Buchstaben des zweiten Vornamens in das Kästchen zehn und 56, den fünften des Nachnamens in acht, elf und 21, sowie den letzten Buchstaben des Nachnamens in die Kästchen 22 und 59 ein.

Das Wasserburger Ferienrätsel. Bitte denken Sie an Adresse und Telefonnummer auch bei Einsendungen per E-Mail.

Mehr zum Thema

Kommentare