Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


FOLGE 18

Wasserburger Ferienrätsel: Vor 40 Jahren erkämpft sich Edling die Freiheit

Auf Protestplakaten machten die Edlinger ab 1978 Stimmung für ihr Anliegen, die Selbstständigkeit wiederzuerlangen.
+
Auf Protestplakaten machten die Edlinger ab 1978 Stimmung für ihr Anliegen, die Selbstständigkeit wiederzuerlangen.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
    schließen
  • Andrea Klemm
    Andrea Klemm
    schließen

„Wir sind eine Landgemeinde und kein Stadtteil“, stand auf Protestplakaten, als Edling 1978 Stimmung für sein Anliegen machte, von Wasserburg wieder selbstständig zu werden. Das sollte zwar bis 1. Mai 1981 dauern, aber in Edling ließ man nicht locker. Um den „Unabhängigkeitskampf“ geht es in der heutigen Rätselfolge.

Edling/Wasserburg – „Wasserburg und Edling passen nicht zusammen“, schreibt Hannelore Michl, Vorsitzende der Bürgervereinigung zur Wiedererlangung der Eigenständigkeit der Gemeinde Edling 1979 in einem Leserbrief in der Wasserburger Zeitung.

Zusammenschluss der Unzufriedenen

Diese Meinung teilten damals fast alle Bürger der Gemeinde, die im Rahmen der Gebietsreform nach Wasserburg eingemeindet worden war. 1572 der 1830 Wahlberechtigten beteiligten sich 1976 an einer Bürgerbefragung: 1450 stimmten für die Befreiung, nur 90 dagegen – klarer fiel in Edling selten ein Abstimmungsergebnis aus.

Popularklage eingereicht

Edling, Gründungsmitglied der „Aktionsgemeinschaft Demokratische Gemeindegebietsreform in Bayern“, einem Zusammenschluss der Unzufriedenen, entschloss sich zu einer Popularklage. Und gründete im damaligen Gasthof Wurm am 1. Februar 1979 eine Bürgervereinigung. Bis zur Befreiung mussten die elf Aktiven der Bürgervereinigung drei Jahre lang kämpfen – in einer Zeit, in der es noch kein Internet gab, keine sozialen Medien, keine Blogs, keine Videokonferenzen. Stattdessen hingen die Ehrenamtlichen am Telefon, schrieben Briefe, gingen Klinkenputzen, hängten Plakate auf, versammelten sich vor allem im Büro von Bäckermeister Georg Berndl.

Hier finden Sie alle bisher erschienenen Rätselfolgen:

Gekämpft wurde fair, aber auch mit Humor und Sarkasmus. So wurde Wasserburgs Bürgermeister Dr. Martin Geiger, der regelmäßig Bürgersprechstunden im Edlinger Rathaus hielt, mit einem Schild empfangen: „Sprechstunde des Gouverneurs“ stand dort.

Edling hatte alles, was zu einer eigenständig funktionierenden Gemeinde gehört: eine Verwaltung, eine zweizügige Schule mit über 450 Schülern, eine funktionierende Nah- und Grundversorgung, Gewerbebetriebe, Feuerwehr, viele Vereine. Vom entferntesten Punkt in der Gemeinde waren es über zehn Kilometer bis Wasserburg.

Auch interessant: Mitarbeit der Bürger ausdrücklich erwünscht: Edling stellt Antrag auf Dorfentwicklung

Steppach hatte sich 1971 freiwillig mit Edling zusammengeschlossen, Edling fühlte sich jedoch zwangseingegliedert in die Nachbarstadt. „Wir empfanden es als Willkürakt“, beschreibt Rupert Hiebl die Stimmung in der Bürgervereinigung. Sie holte eine Anwaltskanzlei aus München mit ins Boot, die reichte am 2. Januar 1978 die Popularklage ein – die am Ende erfolgreich war. Zunächst war man in Wasserburg etwas verschnupft. Nach ein paar Sticheleien kehrte nachbarschaftlicher Frieden ein.

Es galt noch, Finanzielles zu klären, denn Wasserburg hatte zuvor ja in Edling investiert. Wie hoch waren die Schulden, mit der Edling aus dieser Vermögensauseinandersetzung hervorging? Die Zahl muss auch ausgeschrieben sein, um aus der Antwort die richtigen Buchstaben herauszufiltern.

Das könnte Sie auch interessieren: Reha auch für Spitzensportler: Fit werden in Edling im Therapiezentrum Corox

Setzen Sie vom dritten Wort den zweiten Buchstaben in Kästchen Nummer 4, vom zweiten Wort den letzten Buchstaben in Kästchen 16 und vom ersten Wort den ersten Buchstaben in Kästchen Nummer 17.

Kommentare