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FOLGE 13

Wasserburger Ferienrätsel: Mit dem Schlachtross zog Georg III. aus Haag in den „Ochsenkrieg“ und nahm Dorfen ein

Der gefürchtete Haager Georg III. und seine Mannen. So stellt ihn sich Heimathistoriker Rudolf Münch vor.
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Der gefürchtete Haager Georg III. und seine Mannen. So stellt ihn sich Heimathistoriker Rudolf Münch vor.
  • Andrea Klemm
    VonAndrea Klemm
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  • Ludwig Meindl
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„Die Haager waren eine Kampfes erprobte Raufbande“, schreibt der Dorfener Geschichtsverein auf seiner Homepage. Der sogenannte Ochsenkrieg brachte Tod und Verderben über die Dorfener. Um dieses Thema dreht sich die heutige Rätselfolge.

Haag/Dorfen – Der Ochsenkrieg 1421 bis 1422 war eine militärische Auseinandersetzung zwischen der Grafschaft Haag unter Georg III. und dem Herzogtum Bayern-Landshut unter Heinrich XVI. in den Jahren 1421 bis 1422.

„Dunkle Zeiten“ für die Menschen in Dorfen

Von 1420 bis 1422 tobte der Bayerische Krieg zwischen Heinrich von Bayern-Landshut und seinem Cousin Ludwig VII. dem „Gebarteten“ von Bayern-Ingolstadt. Graf Georg III. aus dem Geschlecht der Fraunberger versuchte dies auszunutzen und mit dem Krieg gegen Heinrich die Macht seiner Grafschaft Haag auszubauen.

Trotz überraschender militärischer Siege gegen den niederbayerischen Herzog brachte ihm dieser Krieg letztlich nichts ein. 1421 stürmte Georg mit seinem Haager Haufen die Burg Giebing und brannte sie nieder; er nahm das befestigte Dorfen ein.

Dorfen war ein befestigter Markt

Damals war die Grenze zwischen Haag und Dorfen dort, wo heute die Autobahn verläuft, weiß der Heimathistoriker Rudolf Münch. Er hat 2012 das Buch „Der Ochsenkrieg im Erdinger Raum“ herausgebracht.

Der Historische Kreis Dorfen führt den „Ochsenkrieg“ auf seiner Website unter der Rubrik „Dunkle Zeiten“. Der Markt Dorfen war mit einem doppelten Wassergraben und einem Wall – mit spitzen Holpalisaden dazwischen – bewährt. Eine Stadtmauer hatte der Markt nicht. Deshalb war Dorfen kein großes Problem für die Kampfes erprobte Raufbande der Haager, so schreibt der Gesichtsverein.

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Dorfen habe schwere Verwüstungen erlitten, die eingefallenen Truppen hätten geschändet und gemordet. Die Pfarrkirche auf dem Ruprechtsberg wurde durch ein Feuer stark beschädigt.

Als der Karner (das Gebeinhaus) 1977 in Dorfen umgebaut wurde, kam ein Massengrab mit Knochen und etwa 300 Schädeln zum Vorschein. Die Überreste sollen auf die Verteidiger Dorfens im Jahr 1422 zurückgehen, die ihr Leben ließen. An den Schädeln sind die brachialen Verletzungen zu sehen.

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Eine Tafel im Karner erinnert daran: „Hier ruhen die Toten der Sebastiani-Bruderschaft, der Armbrust- und Bogenschützen, gefallen bei der Verteidigung Dorfens im Jahr 1422.“

Mit gepanzertem Pferd im Sumpf versunken

1422 brannte Graf Georg die Hofmarken Eberspeck und Schrenk bei Erding und mehrere Dutzend niederbayerische Dörfer nieder, ehe er mit seinem gepanzerten Schlachtross im Sumpf des Starzelbach-Mooses versank und von Truppen des Herzogs gefangen genommen wurde. Er wurde erst gegen Zahlung eines Lösegeldes freigelassen.

Im Zuge des Ochsenkrieges eroberte Georg III von Fraunberg zahlreiche Dörfer in Niederbayern – wofür der Haager exkommuniziert wurde. Zur Wiederaufnahme in die Kirche beschenkte er das von ihm gestiftete Kloster Ramsau und förderte das Kloster Gars, wo er auch begraben liegt.

Für den Markt Dorfen war der Überfall der Haager im Jahr 1422 im Zuge des Ochsenkrieges ein düsteres Kapitel. Hunderte Dorfener wurden nieder gemetzelt. Die Steintafel am Gebeinhaus erinnert an sie.

Wer sich mit der Geschichte Haags beschäftigt, bekommt den Eindruck: Die Grafschaft war ja dauernd im Krieg. Ihr Motto lautete: „Wer im Krieg will Unglück han, der fang es mit den Haagern an“. Münch hat sich das mal durchgerechnet. „Statistisch gesehen waren die Haager alle .... .... in einen Krieg verwickelt“, so Münch.

Wir wollen wissen: Welche zwei Wörter fehlen hier? Wenn Sie es erraten, notieren Sie vom zweiten Wort den dritten Buchstaben in Kästchen 23 und vom ersten Wort den vierten Buchstaben in Kästchen 51. Und den letzten in Kästchen Nummer 37.

Den Rätselfüchsen bleibt Zeit bis zum 6. September, dann ist der Einsendeschluss. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter des OVB-Medienhauses und ihre Angehörigen können nicht am Gewinnspiel teilnehmen.

Stichwort Ochsenkrieg:

Der Ochsenkrieg (1420 bis 1422) gab als Randgeschehen den Auseinandersetzungen zwischen Ober- und Niederbayern den Namen. Den Begriff prägte Schriftsteller Ludwig Ganghofer 1920. Die kriegerischen Handlungen, die Georg III. von Fraunberg aus Haag miterlebte, wurden unter anderem auch von den Ingolstädtern gegen die Landshuter geführt. „Die Haager waren ziemlich brutal“, schildert der Historiker Rudolf Münch in einer Darstellung, die er für die Stadt Dorfen schrieb. Dort hatten die Haager nach Einnahme der Stadt, mit der sie eigentlich einen Vertrag schließen wollten, 300 Dorfener erschlagen. Dorfen gehörte damals noch zu Niederbayern.

Am Rande des Krieges kam es zum Streit zwischen Almbauern und einem Kloster bei Berchtesgaden. Die Almbauern ließen Kühe weiden und produzierten Käse. Das Kloster als Grundstückseigner der Alm hatte ebenfalls Kühe und machte Käse. So verboten die Mönche den Bauern, Kühe grasen zu lassen und Käse zu fertigen, um ihre eigenen Produkte konkurrenzlos zu verkaufen.

Im Vertrag stand: Nur Ochsen dürfen auf der Alm weiden, da diese ja keine Milch geben. Dagegen protestierten die Bauern beim Bischof von Salzburg. Sie wurden von den „Ingolstädtern“ unterstützt und das Kloster erhielt Hilfe von den „Landshutern“.

Der kleine Nebenschauplatz der Alm verlieh diesen Auseinandersetzungen den Namen „Ochsenkrieg“

Mehr aus dem Raum Wasserburg

Das gibt es beim Ferienrätsel der Wasserburger Zeitung zu gewinnen:

Als Hauptpreis stiftet die Firma Meggle wieder eine Ballonfahrt für zwei Personen.

Eine Stadtführung für 20 Personen macht die Wasserburger Touristinfo möglich. Irene-Kristen Deliano legt noch ihr Schwalben-Buch oben drauf.

Der Ruderverein Babensham-Wasserburg stiftet einen Schnupperkurs für vier Personen.

Die Werbegemeinschaft „Haag aktiv“ stiftet sechs Haag-Aktiv-Einkaufsgutscheine zu je 50 Euro.

Die Wasserburger Sängerin Vera Klima stellt ein Paket, bestehend aus ihren vier Alben und einer Schwesterherz-Tasse, zur Verfügung.

Einen Einkaufsgutschein über 50 Euro für die Klostergärtnerei Gars (Sponsor: Kloster Gars).

Vier Wasserburg-Gutscheine (je 20 Euro) gibt es vom WFV.

Gottfried Held stellt aus seiner Töpfer-Werkstatt zwei Haferl und eine Schüssel zur Verfügung.

Einen Einkaufskorb von Reisenthel, einen Dampfgarer und einen Kugelgrill gibt es vom OVB-Medienhaus.

Einen Blumenstrauß stellt Floristin Pia Danzer zusammen.

Ein Exemplar „KloLecktüre“ stiftet der Isener Wortakrobat Thomas Hiemer.

Zwei Personen dürfen sich in Deliano Backstube und Kaffeerösterei ein „Frühstück deluxe“ schmecken lassen.

3 Gutscheine für je ein Marienplatz-Frühstück (zu zweit) im Stechl-Keller steuert Peter Fichter bei.

Zwei Karten für das Theater Herwegh.

13 Buchpreise (gestiftet vom OVB-Medienhaus).

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