Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


FOLGE 9

Wasserburger Ferienrätsel: Für die Burgrainer war die Grafschaft Haag schon Ausland

Das Schloss Burgrain war bis 1802 Mittelpunkt der sogenannten reichsfreien Herrschaft Burgrain.
+
Das Schloss Burgrain war bis 1802 Mittelpunkt der sogenannten reichsfreien Herrschaft Burgrain.
  • Andrea Klemm
    VonAndrea Klemm
    schließen

Die heutige Rätselfolge führt uns zu so einem Kuriosum, nämlich in die Zeit der Herrschaft Burgrain (vor 1802), die eine sogenannte reichsfreie Herrschaft war. Zentrum war das Schloss Burgrain (Gemeinde Isen), auf dem heute Ulli Klapp lebt, der die Geschichte der historischen Anlage aus dem Effeff kennt.

Isen – Herr dieses Gebietes war der Bischof von Freising; damit handelte es sich um eine Exklave des Hochstiftes Freising. Im Norden und Westen war sie vom Herzogtum, bzw. Kurfürstentum Bayern umgeben und im Osten und Süden von der Reichsgrafschaft Haag.

Grenzsteine noch heute erhalten

Diverse Grenzsteine sind heute noch erhalten geblieben. Bevor Corona das öffentliche Leben lahmte, gab es Grenzsteinwanderungen in der ehemaligen Herrschaft Burgrain.

Das könnte Sie auch interessieren: Kenner der Geschichte

Der Mittelpunkt des kleinen Territoriums (etwa 50 Quadratkilometer) war das Schloss Burgrain, das etwa um 1200 im spätromanischen Stil erbaut und im 16. Jahrhundert im neugotischen Stil umgebaut wurde. Hier waren der freisingische Pfleger, die Verwaltung und die Gerichtsbarkeit angesiedelt. Der Türmer zu Burgrain hatte in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts von seinem 25 Meter hohen Bergfried einen guten Blick, und sah aufmarschierende Feinde sogleich – selbst wenn die sich noch im Ausland, also in der Grafschaft Haag, befanden.

Alle Folgen auf einen Blick

Die kleine militärische Besatzung hatte auch die Bevölkerung vor Übergriffen aus der Grafschaft Haag zu schützen, was bei häufigen Grenzstreitigkeiten keine Seltenheit war. Auch gab es Auseinandersetzungen um den Wald und dessen Nutzung.

Und einmal konnte oder wollte ein Bischof, der Schulden in Haag hatte, diese nicht zurückzahlen, berichtet Ulrich Klapp, der heute einer der Schlossherren der Anlage ist und sich tief in die Literatur und Quellen eingearbeitet hat. Burgrain sei mehrfach im frühen Mittelalter von den Nachbarn der Grafschaft besetzt worden.

Auch interessant: „Ich musste mir das lange überlegen“, sagt der Totengräber von Isen über seine Arbeit

Auch gab es Bauern, die innerhalb der Grenzen Burgrains lebten, aber zehntpflichtig an die Grafschaft Haag waren. Wohin die Steuern flossen, war also nicht unbedingt an den Grenzen festzumachen, so Klapp.

Für das Jahr 1569 ist im Register der bayerischen Leibeigenen eine Einwohnerzahl von 99 Hofbesitzern und 496 Seelen festgehalten.

Ein Bauwerk wie ein Fremdkörper

Die heutige Rätselfrage führt in die letzten Jahre der Herrschaft Burgrain ins Ende des 18. Jahrhunderts. Größere finanzielle Einnahmen mussten generiert werden und dazu ließ Fürstbischof Josef Konrad von Schroffenberg in den Innenhof ein Bauwerk errichten, opferte den Bergfried, der dafür abgebrochen wurde. Das überdimensionierte Bauwerk wirkte wie ein Fremdkörper – der heute nicht mehr existiert. Was wurde hier drin hergestellt?

Lesen Sie auch: 200 Seiten zur Geschichte von Burgrain

Wenn Sie die Antwort wissen, dann notieren Sie den ersten Buchstaben ins Kästchen Nummer 42 und den letzten Buchstaben in Kästchen Nummer 62 auf dem Lösungscoupon. Sie haben Zeit, bis 6. September, das Rätsel zu lösen, denn da ist Einsendeschluss.

Mehr zum Thema

Kommentare