Wasserburger Ferienrätsel Folge 9: Wo wurden die Delinquenten ins Verlies geworfen?

Einst wurden hier Delinquenten verurteilt. Ab dem morgigen Samstag kann man an selber Stelle auf die süße Art sündigen.
+
Einst wurden hier Delinquenten verurteilt. Ab dem morgigen Samstag kann man an selber Stelle auf die süße Art sündigen.

Das Tor auf dem Bild gehört zu einem ehemaligen Richterhaus. Es stammt aus dem 16. Jahrhundert und diente bis 1848 als Gerichtssaal. Dort wurden im Rahmen der niederen Gerichtsbarkeit in der Regel kleinere Alltagsdelikte verhandelt.

Amerang – Delikte wie Ehebetrug, Diebstahl oder Körperverletzung wurden hier abgeurteilt. Fensterloser Kerker oder Züchtigung?

Je nach Straftat wurden bei einem Schuldspruch dann Geldbußen oder auch Leib- oder Haftstrafen verhängt. Bei gröberen Vergehen hat man die Verurteilten dann beispielsweise durch eine Luke von oben in ein fensterloses Verlies in dem Rundbau geworfen, dessen Türme links vom Tor aus zu sehen sind.

Auf welchem adeligen Anwesen liegt das Richterhaus und wem gehört es? Der herrschaftliche Edelsitz wurde bereits 1072 urkundlich erwähnt. Ab dem Jahr 1330 herrschten dort die Laiminger. Seit jener Zeit wurde die Herrschaft als Hofmark bezeichnet und in deren Rahmen mit der niederen Gerichtsbarkeit ausgestattet.

In späteren Jahren war das Richterhaus dann in landwirtschaftlicher Nutzung mit einer großen Getreidekammer im Dachstuhl.

Am 15. August öffnet das Café wieder

Heutzutage sind die Verwaltung und ein Café darin untergebracht, das ab dem 15. August wiedereröffnet wird – und zwar von der Tochter des Jahrhundertkochs, Eckart Witzigmann. Pâtissière Veronique Witzigmann zaubert hier nämlich bald süße und auch herzhafte Köstlichkeiten.

Wenn Sie wissen, wer der Eigentümer der geschichtsträchtigen Anlage ist, notieren Sie den zweiten Buchstaben des Nachnamens ins 19. Kästchen auf dem Lösungscoupon und den achten Buchstaben ins 50. Kästchen. Christa Auer

Kommentare