Wasserburger Ferienrätsel (Folge 11) führt nach Griesstätt: Tür für die Hungrigen und Durstigen

Durch diese Türe in Griesstätt traten bis 1978 die Hungrigen und Durstigen. Wie hieß das Lokal bis zu seiner Schließung?
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Durch diese Türe in Griesstätt traten bis 1978 die Hungrigen und Durstigen. Wie hieß das Lokal bis zu seiner Schließung?

Das Wasserburger Ferienrätsel führt uns heute nach Griesstätt. Wir stehen vor einer alten Wirtshaustüre. Wie hieß die Gaststätte bis zu ihrer Schließung?

Von Alfons Albersinger

Griesstätt – Das Wasserburger Ferienrätsel führt uns heute nach Griesstätt. Wir stehen vor einer alten Wirtshaustüre.

Im örtlichen Heimatbuch aus dem Jahr 1996, für das der im selben Jahr verstorbene ehemalige Schulleiter und Ehrenbürger der Gemeinde, Hans Brunner, den überwiegenden Teil verfasste, wird auch über das Anwesen „Hausnummer 1 Wirth“ geschrieben.

Geschichte geht bis 1492 zurück

Die Geschichte geht im Heimatbuch bis ins Jahr 1492 mit Hanns Knüpferl als Wirt zurück. Der Name „Soyer“ wird erstmals im Jahr 1799 erwähnt. Ein Opfer der Flammen wurde beim großen Dorfbrand im Juni 1844 neben den großen landwirtschaftlichen Anwesen und der Pfarrkirche auch nämliche „Tafernwirtschaft“. Das Anwesen wurde anschließend von der Witwe Maria Soyer – ihr Mann Johann Georg war zwei Jahre davor verstorben – wiederaufgebaut.

Aus dieser Zeit – so sagt der jetzige Eigentümer – dürfte auch die Türe an der Nordseite des Anwesens, das zu einem der markantesten Gebäude in Griesstätt zählt, stammen. Durch diese gelangte man in die Gaststube und zum Saal.

Metzgermeister Hermann Ecker aus Simbach heiratete im Jahr 1945 Maria Soyer. Gemeinsam wurde die damalige Gastwirtschaft mit Metzgerei übernommen und weitergeführt.

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Aus der damals kleinen Metzgerei wurde in den folgenden Jahren ein Großbetrieb. In den besten Zeiten wurden in der Griesstätter Metzgerei wöchentlich zehn Stück Großvieh und etwa einhundert Schweine geschlachtet. Beliefert wurden neben den eigenen fünf Geschäften etwa 300 Lebensmittelgeschäfte, viele Gasthöfe, Hotels und Pensionen in den damaligen Landkreisen Wasserburg, Rosenheim, Traunstein und Ebersberg und auch die Bundeswehrkaserne in Brannenburg.

Die Schlachtung der Tiere im Griesstätter Betrieb musste aufgrund gesetzlicher Vorgaben im Jahr 1982 eingestellt werden. Die Produktion von Fleisch- und Wurstwaren erfolgte bis zur Verpachtung des Metzgerei-Betriebes im Jahr 1993.

Beliebte Gaststube

Sehr beliebt war auch die Gaststätte, zu der eine große gemütliche Gaststube, ein Nebenzimmer und ein großer Saal, wo viele Familienfeiern gefeiert wurden, gehörten. Bereits ein Jahr vor dem plötzlichen Tod von Hermann Ecker im September 1978 wurde die Gastwirtschaft aufgegeben, da schon damals verschiedene gesetzliche Vorschriften wesentliche Umbauten verlangten. In den letzten Jahren wurden in den Räumlichkeiten im Obergeschoss Wohnungen geschaffen.

Wie hieß die Lokalität bis zu seiner Schließung? A) Tafernwirtschaft, B) Wirtshaus zum Ochsen oder C) Gasthaus zur Post?

Wenn A) stimmt, tragen Sie bitte jeweils ein u in die Kästchen Nummer 5, 13 und 29 und 36. Sofern B) richtig ist, notieren Sie in die genannten Kästchen jeweils ein a. Und wenn C) die passende Antwort ist, schreiben Sie jeweils ein e in Kästchen 5, 13 und 29 und 36.

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Diese Gedenktafel befindet sich noch heute in der ehemaligen Wirtschaft.

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