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FOLGE 4

Wasserburger Ferienrätsel: Die B12 zerschneidet heute Maitenbeth und verband vor 2000 Jahren Römerorte

Mit Fähnchen und Jubel: Das historische Foto zeigt die Eröffnung der Postbuslinie 1928 in Straßmaier mit Blick in Richtung Haag.
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Mit Fähnchen und Jubel: Das historische Foto zeigt die Eröffnung der Postbuslinie 1928 in Straßmaier mit Blick in Richtung Haag.
  • Andrea Klemm
    VonAndrea Klemm
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Schon die Römer reisten auf der Route, auf der heute die B12 verläuft. Die Menschen in Maitenbeth leben mit der viel befahrenen Bundesstraße, an der es – seit die A94 von München bis Mühldorf durchgängig befahrbar ist – ruhiger geworden ist. Die heutige Rätselfolge befasst sich mit der Zeit, in der römische Straßenbauer hier tätig waren.

Maitenbeth – Seit die A 94 den Pendlern zwischen Mühldorf und München die Fahrtzeit verkürzt, ist auf der B 12 nicht mehr so viel los. Die Anwohner, etwa in Maitenbeth, spüren seither die Entlastung. Und manche Geschäftsleute Umsatzeinbußen. Die heutige Folge des Wasserburger Ferienrätsels führt in die alte Römerzeit.

Ortsprägend

Die Bundesstraße ist für den Ort prägend. Für die einen ist sie Lebensader, für andere Todesstrecke und Unfallhäufungsschwerpunkt an der Kreuzung in Maitenbeth. Und sie zerschneidet das Dorf.

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Früher, ab 1928 war die Postbuslinie an sie geknüpft. In den 1930er Jahren war die B 12 eine Schotterpiste, nur teilweise lag darauf Pflaster. Erst nach dem Krieg spielte Asphalt eine Rolle. Der war Zeitzeugenberichten zufolge teilweise so glatt, dass Pferde ausrutschten. Autos traf das weniger – doch von denen gab es wenige.

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Im Frühjahr 1945 fuhren die Amerikaner mit ihren Panzern darauf, „alles hat gewackelt, das Vieh im Stall ist rebellisch worden, als die Panzer mit Karacho vorbei fuhren“, erinnerte sich ein Maitenbether im Rahmen eines Zeitzeugencafés des Landkreises Mühldorf.

Römische Trasse: Augsburg-Wels

An der Route der heutigen B12 führte vor über 2000 Jahren ein römischer Verkehrsweg entlang. Es handelte sich um die Trasse Augsburg-Wels. In der Liste der Bodendenkmäler in Maitenbeth sind zwei Teilstrecken der Straße der römischen Kaiserzeit aufgeführt, die entdeckt worden sind. Dort ist auch die Rede von „Materialentnahmegruben“. Daraus haben sich römische Straßenbauingenieure bedient.

Alle weiteren Teile des Wasserburger Ferienrätsels 2021 finden Sie hier.

Diese Gruben, in denen ursprünglich Schotter, Lehm und Sand lagerten, kann man sich vorstellen wie Bombentrichter. Sie haben einen Durchmesser von bis zu zwölf Metern und teilweise eine Tiefe von etwa 1,5 Metern, wie der inzwischen verstorbene Ebersberger Kreisheimatpfleger Markus Krammer gewusst hat.

„Wilde Volksstämme“

Bis ins Mittelalter, lange nachdem die Römer den Bajuwaren gewichen waren, machte man von dieser römischen Straße Gebrauch. In alten Flurkarten, zum Beispiel um 1750, wird die Trasse im Ebersberger Forst als „Alte Hochstraße“ bezeichnet.

Wasserburger Ferienrätsel 2021

Der römische Geschichtsschreiber Aurelius Victor (um 320 bis um 390) schreibt am Ende des vierten Jahrhunderts: Diese wichtige Ost-West-Verbindung sei „eine durch wilde Volksstämme hindurch angelegte Straße“.

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Die heutige Rätselfrage lautet: Was brauchten schon die alten Römer für den Straßenbau, besser gesagt für das Fundament? Wenn Sie die Antwort kennen, notieren Sie den zweiten Buchstaben in Kästchen Nummer 43 und den dritten Buchstaben ins 46. Kästchen aus dem Lösungscoupon.

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