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Folge 14

Wasserburger Ferienrätsel: Der verfluchte Grenzstein in Eiselfing

Die Staatsstraße bei Hafenham. Hier in der Nähe soll es spuken.
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Die Staatsstraße bei Hafenham. Hier in der Nähe soll es spuken.
  • VonKarheinz Rieger
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In unserer heutigen Folge geht es um den Geist eines Eiselfinger Bauern, der unerlaubterweise einen Grenzstein versetzte. Ein schwerer Fehler. Hier geht es zur 14. Folge unseres Ferienrätsels.

Eiselfing – Grenzsteine versetzen war schon immer ein besonders schlimmes Vergehen, das auch heute noch nach Paragraf 274 Strafgesetzbuch mit einer Geldstrafe oder sogar einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden kann.

Die Strafen für Grenzfrevler waren früher aber viel grausamer. Dem einen wurde schon mal die Hand abgehackt, dem anderen, nachdem er bis zum Hals in die Erde eingegraben worden war, der Kopf abgepflügt. Denn nicht nur im Mittelalter und in den Jahrhunderten danach galten die Grenzen fast als Heiligtümer.

Erlösung durch Wiedergutmachung

Dennoch blieben nicht alle Steine da, wo sie eigentlich hingehörten, sodass es nicht verwunderlich ist, dass schließlich der Volksglaube eines solchen Frevlers Geist zu mitternächtlicher Stunde ruhelos über die Felder wandeln ließ, von dem brennenden Verlangen beseelt, durch Wiedergutmachung seiner Missetat Erlösung und ewige Ruhe zu finden. So soll auch unweit von Eiselfing, wahrscheinlich nahe Hafenham, ähnliches geschehen sein, erzählt ein bis heute unbekannter Verfasser in „Die Heimat am Inn“.

Folge verpasst? Hier geht‘s zur Folge 13: Wasserburger Ferienrätsel: Die Seejungfrau von Isen

Dort gebe es eine Wiese , berichtete der Autor, auf der man alle Abende eine flehentlich jammernde Stimme hörte. „Wo soll i ihn denn hintun? ... Wo soll i ihn denn hintun?“. Man erzählte, es handle sich um die Seele eines Bauern. Er habe zu Lebzeiten aus Habgier einen Grenzstein versetzt, um so seinen Grund zu vergrößern. Nun fände er im Grabe keine Ruhe, bis sich jemand seiner erbarme, und ihn erlöse. Dem würde diese eigentlich gute Tat aber sein eigenes Leben kosten.

Allenthalben mied man deshalb die Nähe des unheimlichen Ortes zur Nachtzeit. Einmal aber musste ein Schneider mit seinem Gesellen und seinem Lehrbuben im Nachbardorf handwerklich tätig werden. Bis in die Nacht hinein arbeiteten die drei. Um nun schnell heimzukommen, gingen sie über die besagte Wiese.

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Zur Vorsicht mahnte der Meister eindringlichst seine Begleiter, der fragenden Stimme beileibe nicht zu antworten. Sie setzten sonst ihr Leben aufs Spiel. Kaum hatten die drei aber die Wiese betreten, da hörten sie bald hinter, bald vor, bald neben sich die bittend jammernde Stimme: „Wo soll i ihn denn hintun? Wo soll i ihn denn hintun?“ Von Schaudern ergriffen, gingen sie weiter. Doch die flehende Stimme folgte ihnen auf dem Fuße. „Wo soll i ihn denn hintun? Wo soll i ihn denn hintun?“

Antwort kostet ihm sein Leben

Da nahm der Geselle seinen ganzen Mut zusammen und sagte: „Da, wo du ihn wegdo hast, da tust ihn wieder hi`.“ Mit einem Schlage hörte der Spuk auf. Der Schneidergeselle aber, der sich das Herz genommen hatte, die arme Seele zu erlösen, lag am siebenten Tage auf der Totenbahre.

Der Schneidergeselle und sein Lehrbub waren im Nachbardorf tätig, wie ist der alte Ausdruck für umherziehende Handwerker? Der Begriff wird auch heute noch in Oberösterreich verwendet.

Sie sind auf der.... Tragen Sie ersten Buchstaben des fehlenden Wortes in das Kästchen 33 und den zweiten in das Kästchen 13 ein.

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