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Folge 7

Wasserburger Ferienrätsel: Bau der Griesstätter Innbrücke um 1900 riss Loch ins Gemeindesäckel

In alten Fotoalben geblättert hat unser Autor Karlheinz Rieger. Diese Fotografie stammt aus dem Jahr 1953 und zeigt ihn als kleinen Buben auf der alten Holzbrücke mit seiner Mama.
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In alten Fotoalben geblättert hat unser Autor Karlheinz Rieger. Diese Fotografie stammt aus dem Jahr 1953 und zeigt ihn als kleinen Buben auf der alten Holzbrücke mit seiner Mama.

1900 wurde in Griesstätt eine Brücke über den Inn gebaut. Für die Gemeinde war das ein enormer Batzen. Trotz Spenden und Zuschüssen konnte der Ort die Finanzierung nicht stemmen und überlegte sich eine Einnahmequelle.

Griesstätt – Das Ferienrätsel beschäftigt sich heute mit der alten Holzbrücke über den Inn, die es seit 1956 nicht mehr gibt.

Wollte man vor 1900 zwischen Wasserburg und Rosenheim den Inn überqueren, war man auf Fähren angewiesen. Täglich nutzen diese Dienste zum Beispiel in Untermühl etwa zehn Personen, in Griesstätt rund fünf jeweils für 15 Pfennige pro Überfahrt. Aber auch Großvieh oder Ein- und Zweispänner wurden übergesetzt, das kostete dann schon mal 80 Pfennige.

Zuschuss reichte nicht

Zur Verbesserung des Überganges plante man um diese Zeit aber schon den Bau einer Brücke. Allerdings war man sich zunächst nicht über den Ort der Flussüberquerung einig. So wollte sich Rott finanziell nur beteiligen, wenn diese bei Wechselberg gebaut würde, Hubert Soyer versprach 10.000 Mark Zuschuss, wenn der Inn in der Nähe von Altenhohenau überquert werden könne.

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Die Vogtareuther hätten den Bau in Untermühl unterstützt, die Griesstätter waren natürlich für einen Bau auf dem eigenen Gemeindegebiet.

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Am 27. März 1898 fand schließlich in Griesstätt die erste Vorbesprechung über den Bau einer Holzbrücke statt. Ein Kostenvoranschlag über 70.000 Mark lag vor, an Spenden waren aber erst knapp über 5000 Mark zugesagt. So bat man um Zuschüsse bei verschiedenen staatlichen Stellen. 1899 wurde schließlich mit dem Bau begonnen. Die Einweihung der neuen Brücke erfolgte am 15. Juli 1900 im Rahmen eines großen Volksfestes.

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Letztlich diente die Holzbrücke, bis sie nach Teilsprengung im Krieg am 3. März 1956 von einem Eisstoß endgültig zerstört wurde, fast 56 Jahre der bequemeren Verbindung der angrenzenden Gemeinden links und rechts des Flusses.

Allerdings war der ursprüngliche Kostenrahmen überschritten und am Ende standen 123.115,75 Mark auf der Gesamtrechnung, nur 25.000 Mark davon waren durch Zuschüsse vom Staat abgedeckt.

Auch der Bierpfennig, erlöst über den Verkauf von 2000 Hektoliter Bier der Altenhohenauer Brauerei nach Griesstätt in diesem Jahr, war hier mit 484,18 Mark auf der Habenseite verbucht. Insgesamt kam im Rahmen des Brückenbaus übrigens ein handgeschriebener Aktenberg von 7,5 Kilo Gewicht zusammen.

Gemeinde musste Einnahmen generieren

Die Kosten waren aber nicht gedeckt. Über 77.000 Mark an Krediten mussten in der Folge getilgt werden. Dazu ließ man sich etwas einfallen. Vom 9. September 1900 – an dem Tag erfolgte die Genehmigung – bis ins Jahr 1942 – da wurde diese Einnahmemöglichkeit verboten – spülte die Abgabe Geld in die Griesstätter Gemeindekasse.

Was das war, ist das gesuchte Lösungswort der heutigen Rätselfolge. Wissen Sie‘s? Dann notieren Sie Buchstabe Nummer 5 in Kästchen 18, Nummer acht in Kästchen 33 und den letzten Buchstaben setzen Sie in Nummer 20. Umlaute werden als zwei Buchstaben gerechnet.

+++ Aktuelle Nachrichten und Artikelrund um das Thema Coronavirus in der Region finden Sie auf unserer OVB-Themenseite +++

Das gibt es beim Ferienrätsel der Wasserburger Zeitung zu gewinnen:

Als Hauptpreis stiftet die Firma Meggle wieder eine Ballonfahrt für zwei Personen.

Alle Folgen auf einen Blick

Eine Stadtführung für 20 Personen macht die Wasserburger Touristinfo möglich. Irene-Kristen Deliano legt noch ihr Schwalben-Buch oben drauf.

Der Ruderverein Babensham-Wasserburg stiftet einen Schnupperkurs für vier Personen.

Die Werbegemeinschaft „Haag aktiv“ stiftet sechs Haag-Aktiv-Einkaufsgutscheine zu je 50 Euro.

Die Wasserburger Sängerin Vera Klima stellt ein Paket, bestehend aus ihren vier Alben und einer Schwesterherz-Tasse, zur Verfügung.

Einen Einkaufsgutschein über 50 Euro für die Klostergärtnerei Gars (Sponsor: Kloster Gars).

Vier Wasserburg-Gutscheine (je 20 Euro) gibt es vom WFV.

Gottfried Held stellt aus seiner Töpfer-Werkstatt zwei Haferl und eine Schüssel zur Verfügung.

Einen Einkaufskorb von Reisenthel, einen Dampfgarer und einen Kugelgrill gibt es vom OVB-Medienhaus.

Einen Blumenstrauß stellt Floristin Pia Danzer zusammen.

Ein Exemplar „KloLecktüre“ stiftet der Isener Wortakrobat Thomas Hiemer.

Zwei Personen dürfen sich in Deliano Backstube und Kaffeerösterei ein „Frühstück deluxe“ schmecken lassen.

3 Gutscheine für je ein Marienplatz-Frühstück (zu zweit) im Stechl-Keller steuert Peter Fichter bei.

Zwei Karten für das Theater Herwegh.

13 Buchpreise (gestiftet vom OVB-Medienhaus).

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