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Folge 23

Wasserburger Ferienrätsel: Als der Müllerssohn in der Nähe von St. Wolfgang vom Teufel besessen war

Um die kleine Kastuluskirche in Schiltern, einer ehemaligen Gemeinde des Landkreis Wasserburg, rankt sich eine Legende.
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Um die kleine Kastuluskirche in Schiltern, einer ehemaligen Gemeinde des Landkreis Wasserburg, rankt sich eine Legende.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Ein Müllerssohn, der vom Teufel besessen ist, eine gierige Müllerstochter, die armen Mönchen kein Brot gönnen wollte: Eine Legende, die man sich bei Schiltern erzählt, ist Gegenstand der heutigen Rätselfolge.

Sankt Wolfgang/Dorfen/Schiltern – Es ist der 1. Januar 1972. Ganz Schiltern schließt sich aufgrund der Gebietsreform der Stadt Dorfen an.

Kleiner Teil sträubt sich

Ganz Schiltern? Nein, ein Teil leistet tapfer Widerstand und bleibt bis letztmöglichen Zeitpunkt, den 1. Juli 1972, beim Landkreis Wasserburg. Der Name dieses Orts: Mayerhof. Dorthin führt die heutige Rätselfolge.

Na ja, fast. Widerstand war wohl nicht der Grund, warum Schiltern auseinandergerissen wurde und die Gemeindegrenzen nun durch den Ort verlaufen. Eher war die geografische Nähe zu Sankt Wolfgang der Grund, warum Mayerhof als einziger Ortsteil von Schiltern bei Sankt Wolfgang landete und somit bis zur Auflösung noch im Landkreis Wasserburg verweilte.

Hier finden Sie alle bisher erschienen Folgen:

Dies ist aber nicht die einzige interessante Geschichte, die in Schiltern zu finden ist. Auch eine Legende, die sich rund um die kleine Kirche St. Kastulus in Oberschiltern rankt, lohnt es, sie zu erzählen.

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Nachzulesen ist sie im Buch „Geschichtliche Nachrichten über die ehemaligen Edelsitze Schwindkirchen, Schiltern, Giebing und Schönbrunn, Dulzheim, Lappach und Burgau im königlichen Landgericht Haag“ von Bernhard Zöpf aus dem Jahr 1823.

Reliquien in Rom abgeholt

Laut Legende holten zwei Ordensbrüder die Reliquien des heiligen Kastulus aus Rom ab. Als die beiden Mönche nach Schiltern kamen, legten sie eine Rast ein. Auf einer Wiese, die dem Müller gehörte, ließen sie ihr Maultier grasen. Dies gefiel dem Müllerssohn aber gar nicht. Er schlug und stach das Tier mutwillig. „Worauf“, so schreibt Zöpf, „er plötzlich vom bösen Feind besessen, schrecklich zu toben und zu wüten anfing.“

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Erst als seine Mutter den heiligen Kastulus um Hilfe anrief und ihm ihre Mühle versprach, wurde ihr Sohn „vom höllischen Feind“ befreit.

Gebiss-Abdruck zu sehen

Die Müllerin schickte daraufhin ihre Tochter zu den Mönchen, um ihnen etwas zu essen zu bringen. Aus Geiz wollte die Tochter jedoch den mitgebrachten Laib Brot selbst verzehren. Als sie aber ein Stück abbeißen wollte, verwandelte sich der Laib zu Stein. Der Stein ist laut Zöpf an der Kirche St. Kastulus in Moosburg aufbewahrt und zeigt die Bissspuren der Müllerstochter.

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In Schiltern selbst wurde eine zunächst eine hölzerne Kapelle für den heiligen Kastulus errichtet, die später durch einen steinernen Bau ersetzt wurde.

Wie hießen die Mönche?

Doch wer waren die beiden Mönchen, die den Bau mit ihrer unbedarften Rast auf einer Wiese anstießen?

a) Renigertus und Albinus

b) Peter und Paul

c) Marinus und Annianus

Ist a) richtig, dann setzen Sie jeweils ein E in Kästchen 15, 25 und 31. Bei b) kommt ein A in die Kästchen und bei c) ist es ein N.

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