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Lisa Wirsum gewinnt mit ihrer Seminararbeit den zweiten Platz im Regionalwettbewerb

Wie aufgeklärt sind junge Frauen wirklich? 19-Jährige aus Grafing forscht zum Thema Antibabypille

Freut sich über den Erfolg ihrer Seminararbeit: Lisa Wirsum (links) und ihre Lehrerin Sandra Obermeier.
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Freut sich über den Erfolg ihrer Seminararbeit: Lisa Wirsum (links) und ihre Lehrerin Sandra Obermeier.
  • VonAnja Leitner
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Im Bereich der Verhütung herrscht nach wie vor Aufklärungsbedraf. Die 19-jährige Lisa Wirsum von der Fachoberschule Wasserburg hat ihre Arbeit zum Thema Antibabypille eingereicht. Wie die Idee dazu entstanden ist.

Wasserburg – Viele junge Frauen suchen nach Alternativen zur Pille. Lisa Wirsum, Schülerin der 13. Klasse der Fachoberschule (FOS) Wasserburg, hat sich in einer Seminararbeit des schwierigen Themas angenommen – mit Erfolg.

Im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht“ hatte die 19-Jährige aus Grafing ihre wissenschaftliche Arbeit zum Thema Antibabypille eingereicht. Sie schaffte es damit im Regionalwettbewerb in Rosenheim auf den zweiten Platz. Sowohl bei ihr als auch bei der betreuenden Seminarlehrkraft, Sandra Obermeier, ist die Freude groß.

Rahmenthema wird vorgegeben

Im Rahmen der 13. Klasse der Beruflichen Oberschule (ob nun FOS oder BOS) ist im sogenannten Seminarfach von den Schülerinnen und Schülern je eine wissenschaftliche Seminararbeit zu erstellen. Es wird nur ein Rahmenthema vorgegeben, die Wahl der Fachrichtung und die Erstellung eines konkreten Themas bleibt den jungen Leuten überlassen, erklärt die FOS-BOS Wasserburg.

Lisa Wirsum hat sich hierbei für ein Thema entschieden, welches ihr aus Erfahrungen ihres privaten Umkreises am Herzen lag. „Ich hatte den Eindruck, dass viele junge Frauen die Antibabypille verschrieben bekommen, ohne wirklich darüber aufgeklärt zu werden, welche Aus- und Nebenwirkungen diese synthetischen Hormone auf den weiblichen Organismus haben“, erklärte die 19-Jährige auf Anfrage der Wasserburger Zeitung.

300 Probandinnen haben an der Umfrage teilgenommen

Im Rahmen ihrer Arbeit sammelte sie deshalb Informationen aus Expertensicht und führte unter anderem ein Interview mit einem Frauenarzt. Sie wollte aber auch eine möglichst große Anzahl an Frauen aus der Zielgruppe befragen und bezog dafür über 300 Probandinnen in ihre selbst erstellte Umfrage mit ein.

Als Fazit dieser Umfrage stellte sie nach eigenen Angaben fest, dass immer mehr Frauen eine Alternative zur Antibabypille suchen würden und sehr interessiert an weniger verbreiteten Verhütungsmethoden seien, über die offensichtlich wenig aufgeklärt werde. So solle in Zukunft mehr über das Thema Pille und Verhütung gesprochen. Es müssten auch alternative Verhütungsmethoden für den Mann erforscht werden, appelliert die FOS-Schülerin.

Lisa Wirsum zeigte als Schülerin im Wirtschaftszweig mit dieser Arbeit aus dem Bereich Biologie, dass durch eine Zweigwahl mit beruflicher Orientierung keineswegs darüber hinausgehende Interessen zurückbleiben müssen, sondern ebenfalls gefördert werden. Der Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand ist ihr mit diesem Erfolg sichtlich gelungen, sagt ihre Seminarlehrkraft.

Natürlich war auch dieser Wettbewerb von Corona beeinflusst. Die sonst als Präsenzveranstaltung stattfindende Vorstellung der Ergebnisse musste diesmal in virtueller Form abgehalten werden. Anstatt Plakate zu schreiben oder Modelle zu basteln, die die Jury dann selbst in die Hand nehmen kann, waren die Schülerinnen und Schüler dazu aufgefordert, einen virtuellen Stand zu gestalten.

Gegen 70 Schüler durchgesetzt

Neben den inhaltlich notwendigen Leistungen in der Forschung zum gewählten Thema aus den Bereichen Biologie, Chemie, Physik, Technik, Arbeitswelt, Mathematik, Informatik oder Geo- und Raumwissenschaften waren also auch Kompetenzen im Umgang mit Videokonferenzen und passenden digitalen Präsentationswegen vonnöten, erklärt Lehrerin Sandra Obermeier.

Lisa Wirsum konnte sich hier unter über 70 Schülerinnen und Schülern, die an knapp 50 Projekten arbeiteten, durchsetzen und somit den zweiten Platz erreichen. Sie verpasste damit nur knapp eine Teilnahme beim Bundeswettbewerb.

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