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BUCH ÜBER LEBENSGESCHICHTE

Der Wasserburger Erich Baumgartner ist einer, der viel zu erzählen hat

Hat viel zu erzählen und es aufgeschrieben: Erich Baumgartner mit seinen Lebenserinnerungen.
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Hat viel zu erzählen und es aufgeschrieben: Erich Baumgartner mit seinen Lebenserinnerungen.
  • VonKarheinz Rieger
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„Ois was ma so eigfoin is“ heißt das Buch, das Erich Baumgartner über seine Lebensgeschichte verfasst hat. Das Wasserburger Urgestein hat wahnsinnig viel zu erzählen. Wer ihm zuhört, für den vergeht die Zeit wie im Flug.

Wasserburg – Er ist aus der Stadtgeschichte nicht mehr wegzudenken. Erich Baumgartner ist quasi ein Stück der Stadt geworden, vor allem wegen seines jahrzehntelangen Engagements im sozialen und kulturellen Bereich.

Ein Wasserburger Urgestein

Und nun lässt der gelernte Kirchenmaler seine Wasserburger auch noch teilhaben an seinen Lebenserinnerungen.

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Auf 267 Seiten beschreibt das in Niederbayern geborene „Wasserburger Urgestein“ in seinem Buch mit dem Titel „Ois was ma so eigfoin is“ nicht nur die eigene Lebensgeschichte. Der Leser erfährt auch viel über seine Wegbegleiter seit 1949 – und über die Stadt.

Die Stadt aus einer Perspektive fernab von Egoismus

78 Jahre ist er alt, aber wenn er seine Geschichten zum Besten gibt, vergeht die Zeit wie im Flug für seine Zuhörer. Und wer Wasserburg aus einer Perspektive fernab von Egoismus und Gewinnstreben kennenlernen möchte, der erfährt durch die Erzählungen des Trägers der Heiserer-Medaille, wie ihn das einfache Leben und die ehemalige Kreisstadt selbst prägten und was ihn letztlich in die Lage versetzte, seiner geliebten Stadt immer wieder etwas zurückzugeben.

Erinnerungen seit 1949

Vor allem auf seinen langen Fahrten nach Cugir in Rumänien, bei denen er immer wieder benötigte Hilfsgüter selbst vor Ort ablieferte, reifte – auch durch seine Beifahrer bestärkt – der Gedanke in Erich Baumgartner, die vielen kleinen und großen Geschichten aufzuschreiben und so der Nachwelt zu erhalten.

Es gelang ihm, in seinem Buch mit seinen Erinnerungen ab 1949 ein Bild zu zeichnen, das alle Leser schnell darauf hoffen lassen dürfte, selbst namentlich in Erichs Baumgartners Erinnerungen genannt zu werden.

Was Engagement und Ehrenamt möglich machen

Zudem zeichnen seine Anekdoten, Geschichten und persönlichen Offenlegungen eine besondere Lebensgeschichte nach, die durch und durch seine Liebe zur Stadt Wasserburg widerspiegelt und beispielhaft aufzeigt, was Engagement und Ehrenamt möglich machen können.

Bürgerspiele waren sein Baby

Zu den größten Freuden des Autors gehört das Gelingen der Bürgerspiele 2000 und 2009 – und bei Letzterem die Zusammenstellung des historischen Schiffszuges, der sich in der Nachschau als gar nicht so einfach durchzuführen erwies.

Aber das Prinzip, dass unmöglich Scheinendes nicht unmöglich bleiben muss, trieb Erich Baumgartner immer an, geleitet vom Motto seines ehemaligen Lehrmeisters: „Ebs net geh‘, gibt’s net!“

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Dabei kommt in seinem Buch deutlich heraus, dass auch persönliche Rückschläge sein positives Denken nicht beschädigen konnten. Vor allem in seiner Familie fand und findet der Autor die Kraft und den Halt, hat er doch seine Frau als große und kluge Kritikerin an seiner Seite, wie er selbst bekennt.

Sehnsüchte und Anekdoten

Ein Jahr hat er seine Geschichten, Anekdoten, Reiseberichte, Sehnsüchte und Hoffnungen, ebenso wie Rückschläge und Freuden, zusammengetragen. Entstanden ist dabei eine Zusammenstellung von Erinnerungen, die sowohl erheitern als auch nachdenklich machen können.

Aktiv in vielen Vereinen, gestärkt durch die Familie

Stadtkapelle, Fremdenverkehrsverein, Ballester-Schützen, Kirchenchor, Maria Rast, die Schäffler oder der Musik- und Theaterverein Attel finden wie die Schiffsleute dabei ihren Platz – ebenso wie Familie und Wegbegleiter.

Allerdings sollte der Leser für einige Passagen des Bayrischen mächtig sein, um den Erich in seiner Gesamtheit zu verstehen.

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Stillhalten kann Erich Baumgartner aber auch weiterhin nicht. Demnächst ist im Rathaus eine Ausstellung geplant, in der seine Wegbegleiter vorgestellt werden. Wann die zu sehen ist, ist allerdings wegen Corona noch offen.

Das Buch ist in der Wasserburger Gästeinformation der Wasserburger Bücherstube und bei Bücher Herzog erhältlich.

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