Wasserburger Berufsschüler: „Egal war gestern“

Bei der Übergabe der Zertifikate ander Staatlichen Berufsschule Wasserburg freuten sich Schulleiter Gerhard Heindl (links) und die Schülerinnen und Schüler über die Auszeichnung für mehr Nachhaltigkeit.
+
Bei der Übergabe der Zertifikate ander Staatlichen Berufsschule Wasserburg freuten sich Schulleiter Gerhard Heindl (links) und die Schülerinnen und Schüler über die Auszeichnung für mehr Nachhaltigkeit.

Wasserburg – Schülerinnen und Schüler des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Wasserburg haben sich jahrgangsstufenübergreifend am Projekt „Egal war gestern“ des Landesbund für Vogelschutz beteiligt.

Für ihr Engagement wurden die jungen Erwachsenen jetzt vom Umweltminister ausgezeichnet.

Das Projekt wird bereits seit einigen Jahren an bayerischen Berufsschulen durchgeführt und durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz finanziert. Es hat zum Ziel, mehr Nachhaltigkeit im Schulalltag zu verankern.

Katharina Prokop, Lehrerin an der Berufsschule, bewarb sich im Frühsommer 2019 beim LBV um die Teilnahme. Im November startete das Vorhaben mit einem sechsstündigen Workshop zum Thema Nachhaltigkeit unter der Leitung von Martina Mitterer. Er zeigte den jungen Erwachsenen unter anderem die Folgen des Konsums an verschiedenen Beispielen auf.

„O´pinnt, o´gsaatund o´zapft“.

Einen guten Überblick konnten sich die Schüler/Innen mit dem Weltverteilungsspiel erarbeiten. Am Ende der Aktion nahmen die Teilnehmer die eigene Schule genau unter die Lupe und entdeckten einige Verbesserungsmöglichkeiten in Hinblick auf Nachhaltigkeit. Man einigte sich schließlich auf drei Teilprojekte: „o´pinnt, o´gsaat und o´zapft“. Davon konnte trotz Corona der erste Teil „o´pinnt“ umgesetzt werden. SchülerInnen der 12. Klasse der Technischen Produktdesigner fertigten eine Pinnwand an, auf der zukünftig ein reger Austausch von Informationen über Materialien, Mitfahrgelegenheiten und mehr stattfinden kann.

Aufgrund der derzeitigen Umbausituation an der Berufsschule konnten die Schüler Teil zwei „o´gsaat“, die Aussaat der Blumenwiese, noch nicht umsetzen. Aber 100 Quadratmeter sind dafür vorgesehen, das Saatgut bestellt und zum nächstmöglichen Zeitpunkt erfolgt die Aussaat.

Das dritte Teilprojekt „o´zapft“ steht noch aus. Vorgesehen ist ein umweltfreundlicher Kaffeeausschank am Automaten. In Deutschland werden jährlich mehr als drei Milliarden Einmalbecher verwendet. Hier wollen die Berufsschüler gegenzusteuern.

In ihrem Blog https://egalwargestern.lbv.de/opinnt-ogsaat-ozapft/o-pinnt-model/ haben die SchülerInnen einzelne Schritte dokumentiert.

Anfang Juli fand in Anwesenheit des Schulleiters Gerhard Heindl, dem stellvertretenden Schulleiter Ger hart Zimmermann und Katharina Prokop die Übergabe der Zertifikate durch Martina Mitterer vom Landesbund für Vogelschutz statt. Die Schüler erhielten für ihr Engagement für mehr Nachhaltigkeit an ihrer Berufsschule eine vom Bayerischen Umweltminister Torsten Glauber unterschriebene Urkunde.

Kommentare