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Rund um den Bergsport

Wasserburger Bergwacht mahnt zur Vorsicht

Wasserburger Bergwacht rückt aus: Hier zu einem verunfallten Rodler nahe der Maisalm.
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Wasserburger Bergwacht rückt aus: Hier zu einem verunfallten Rodler nahe der Maisalm.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Lawinen reißen alljährlich zahlreiche Menschen in den Tod. Werner Haas von der Wasserburger Bergwacht appelliert, den Bergsport nicht zu unterschätzen. Auf was man unbedingt achten sollte.

Wasserburg – Lawinen reißen alljährlich in den verschneiten Alpen zahlreiche Menschen in den Tod, allein Anfang des Monats gab es in Tirol rund zehn Opfer. Auch aus den bayerischen Alpen wurden in dieser Wintersaison bereits mehrere Lawinenunfälle gemeldet, wie Werner Haas von der Bergwacht Wasserburg berichtete.

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Eine besondere Häufung von Lawinenunglücken sei aber nicht feststellbar. Anfang 2022 haben sich im Freistaat aber schon zwei tödliche Unfälle ereignet – auf dem Steintalhörndl und der Hocheisspitze in den Berchtesgadener Alpen. Davor wurden 2019 zwei Menschen in Bayern Opfer von Lawinenabgängen.

Viel Neuschnee kann Lawine auslösen

„Das Wichtigste für den Skitourengeher ist eine gewissenhafte Tourenplanung“, erklärt Haas. Er stellt oft fest, dass die unter anderem im Internet veröffentlichten, sehr detaillierten Lawinenlageberichte nicht aufmerksam genug gelesen würden. Nur auf die Warnstufen von eins bis fünf zu schauen, genüge nicht.

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Wenn eine Lawine den Berg herabstürzt, sei dies durch den Schneedeckenaufbau zu erklären, so Haas. Ende Januar sei sehr viel Neuschnee auf einmal zusammengekommen, und dieser Schnee sei auf eine eisige Altschneedecke gefallen: „Dann verbinden sich die Schichten nicht recht, was zu Abrissen führen kann“, so der Bergwachtler. Die Zahl der gesamten Einsätze im Verantwortungsbereich der Bergwacht Wasserburg rund um die Kampenwand beziffert er auf acht – in den Monaten Dezember und Januar. Darunter fällt die Bergung eines 63-jährigen Rodlers, der beim Aufstieg einen Herzanfall hatte. Lawinenunfälle habe es in dem Zeitraum an der Kampenwand keine gegeben.

Werner Haas von der Bergwacht Wasserburg.

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Beim jüngsten Unfall stürzte ein 45-jähriger Münchner bei der Abfahrt mit seinem Zipfelbob in einen Bach und zog sich mittelschwere Verletzungen zu. Sechs Mann der Bergwachten Wasserburg und Aschau waren eineinhalb Stunden im Einsatz. 1.000 bis 2.000 Bergfans stürmen laut Haas an schönen Tagen die Kampenwand, darunter sind nach seiner Beobachtung immer mehr Skitourengeher. „Das ist in den letzten Jahren ein extremer Trend geworden.“ Und er warnt: Viele Sportler würden abseits von Pisten ins verschneite Gelände gehen, wo sie die Gefahren wegen fehlender Bergerfahrung aber nicht einschätzen könnten.

Fehlende Ausrüstung der Sportler

Manche würden es auch mit der Ausrüstung nicht so genau nehmen, zu der ein Verschüttetensuchgerät, eine Schaufel und eine Lawinensonde gehören würden. „Diejenigen, die diese Sachen nicht dabei haben, begeben sich in Gefahr“, mahnt der Bergwachtler.

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