MÜLL BEREITET ÄRGER

Wasserburger Bauhof kommt kaum noch hinterher im Kampf gegen den „to-go-Müll“

Die Bauhofmitarbeiter kommen kaum nach beim Leeren der überquellenden Mülleimer.
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Die Bauhofmitarbeiter kommen kaum nach beim Leeren der überquellenden Mülleimer.
  • Winfried Weithofer
    vonWinfried Weithofer
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Die Mülleimer quellen über, die Grünanlagen sind übersät von Müll: Vor allem nach dem Wochenende verschandelt der „to-Go-Abfall“ die Innenstadt. Der Bauhof kämpft einen aussichtslosen Kampf gegen die Müllflut.

Wasserburg – Es ist nicht zu übersehen: In der Stadt – sei es an der Schönen Aussicht beim Huberwirt, am Badria-Parkplatz oder am Einkaufszentrum an der Alkorstraße – können die Abfallkörbe den Müll nicht mehr fassen.

Auch an den Straßenrändern und auf Rasenflächen liegt mehr und mehr Unrat herum: Papiertüten, Pizzaschachteln, Hundekotsäckchen, Trinkbecher, Zigarettenschachteln, Flaschen. Der Bauhof müht sich zwar nach Kräften, für Sauberkeit zu sorgen. Doch, so räumte ein Mitarbeiter jüngst auf Anfrage ein, komme er dabei einfach nicht mehr nach.

Ärgerlicher Anblick: Eine vermüllte Bank an der Wiese zur Straße Am Gerblanger.

Auch der Stadtverwaltung ist das Problems bewusst. Es herrsche eine rechte Sauerei – diesen Eindruck kann Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann nur bestätigen. „Jeder Mülleimer, den ich am Montag vergangene Woche auf dem Weg zum Rathaus gesehen habe, quoll über.“

Als Grund nennt sie das schönere Wetter, das die Leute nach draußen locke. Manche würden ein Verhalten zeigen, „das nicht in Ordnung ist.“ Dass viele achtlos weggeworfene Verpackungen von McDonald’s stammen, ist ihr nicht verborgen geblieben. Die Stadt stehe in Kontakt mit der Filiale der Fast-Food-Kette.

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Und was will das Rathaus gegen die Müllflut tun? Herrmann hofft, dass sich mit dem Ende von Corona die Lage wieder bessert. Dann würden die Menschen wieder weniger to-go essen und mehr in die Gasthäuser gehen.

Bis es soweit ist, könnten externe Dienstleiter etwa am Wochenende das Bauhofpersonal unterstützen, so die Überlegung der Stadtbaumeisterin. „Das muss ich aber erst mit dem neuen Bauhofleiter explizit besprechen“, sagt sie und warnt vor allzu großen Erwartungen. „Wir können nicht zaubern, überfüllte Mülleimer wird es immer geben.“

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