Wasserburger Bauausschuss ringt um Kompromiss: Lieber Freischankflächen erweitern

Wegen der Corona-Maßnahmen verlieren die Wirte die einen großen Teil ihrer Sitzplätze und damit Umsatzmöglichkeiten. Der Kostenapparat aber bleibt gleich. Unser Bild zeigt die Freischankfläche vor der Wasserburger Backstube.
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Wegen der Corona-Maßnahmen verlieren die Wirte die einen großen Teil ihrer Sitzplätze und damit Umsatzmöglichkeiten. Der Kostenapparat aber bleibt gleich. Unser Bild zeigt die Freischankfläche vor der Wasserburger Backstube.

„Die ganze Stadt soll Biergarten werden“ - das steckte hinter der Idee von CSU und Freie Wähler-Wasserburger Block, die einen Antrag einreichten, um den Corona gebeutelten Wirten zu helfen. Der Antrag war jedoch unausgegoren. Nach einer teils hitzigen Diskussion will man den Gastronomen anders entgegen kommen.

Von Andrea Klemm

Wasserburg – Zu einem hart erarbeiteten Kompromiss kam der Bauausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch, 20. Mai. Der Antrag von CSU und Freie Wähler-Wasserburger Block, in derAltstadt sollen an geeigneten Flächen zusätzliche Tische und Stühle aufgestellt werden, um der gebeutelten Gastronomie zu helfen, sorgte für eine teils hitzige Diskussion. Einig waren sich alle, dass man den Wirtsleuten helfen wolle.

Am Ende einigte man sich darauf, einige zusätzliche Bänke zum Ausruhen im Stadtgebiet aufzustellen, um etwa den Andrang auf die Sitzmöglichkeiten in der Hofstatt bei schönem Wetter zu entzerren und mit den Gastronomen in Einzelfallentscheidungen zu schauen, wo man ihnen ein bisschen mehr Platz für ihre Freischankfläche dazu geben kann.

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Der ursprüngliche Antrag war unausgegoren und zudem nicht fristgerecht eingegangen, so dass sich die Verwaltung nicht richtig vorbereiten konnte. Außerdem widerspricht der Ansatz, die Altstadt damit etwas zu beleben, den Corona-Maßnahmen. Unklar war auch, ob sich Gastronomen finden, die die Reinigung und Desinfektion der Tisch-Garnituren übernehmen, sich um Diebstahlsicherung und etwa das Abstandsgebot kümmern, wenn die Flanierer beispielsweise dort selbst mitgebrachtes Essen verzehren. Denn dann hätte der Gastronom, der eine „Patenschaft“ für die Garnituren hat, nur Kosten und keinen Nutzen.

Eine ausführliche Berichterstattung folgt.

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