Nachruf

Wasserburg – Werner Schneider ist tot. Der langjährige Chef der Fachoberschule und Kommunalpolitiker starb wenige Tage nach seinem 82. Geburtstag.

Der gebürtige Rimstinger kam 1967 als Lehrer an die Anton-Heilingbrunner-Realschule. Der Germanist und Historiker gehörte 1971 zu den „Gründungsmitgliedern“ der Wasserburger Fachoberschule, die er 1982 als Schulleiter übernahm und deren Bestehen er in mancher Schlacht verteidigen musste.

Es war nicht die einzige Schule, die Schneider mitgründete, aufbaute und leitete: Bevor er beruflich nach Wasserburg zurückkehrte, hatte er in Prien die Realschule gegründet und sechs Jahre geleitet.

Als wären Beruf und Familie – Schneider hatte mit seiner Frau eine Tochter und einen Sohn, später kamen Enkel hinzu – nicht genug, war Werner Schneider viele Jahre politisch aktiv. Von 1970 bis 1972 war er JU-Kreisvorsitzender des Landkreises Wasserburg, ab 1972 Stadtrat (bis 1990) und CSU-Fraktionsvorsitzender (bis 1984), Ortsvorsitzender (bis 1975) und Mitglied des Kreisvorstands. Zudem war er Mitglied des Kreis- und des Bezirkstags.

Schneiders Mischung aus Intellekt und Ironie brachte ihm viel Wertschätzung, hielt aber auch den einen oder die andere auf Distanz. Das sei durchaus auch ein gewisser Selbstschutz, sagte er anlässlich seiner Pensionierung.

Tennis, radeln, schwimmen, das stand, so lange es ging, bei Schneider zum Ausgleich auf dem Programm. Auch einer Runde Schafkopf war er nicht abgeneigt. syl

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