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Kläranlage und ein neuer Radrundweg

Ein Blick in die Vergangenheit: Was vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung stand

Vor 25 Jahren wurde der Wasserburger Radrundweg mit seinem Symbol des radelnden Löwen eingeweiht.
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Vor 25 Jahren wurde der Wasserburger Radrundweg mit seinem Symbol des radelnden Löwen eingeweiht.

Wasserburg – Für die Umgestaltung der Wasserburger Kläranlage findet sich vor 25 Jahren eine kostengünstige Lösung. Auf 110 Kilometer wurde damals ein neuer Radweg rund um Wasserburg eingeführt. Das war vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung zu lesen, wie ein Blick in die Archive ergeben habt.

Von Laura Hofner

Ein neues Konzept zur Perfektionierung der Wasserburger Kläranlage zeichnet sich ab. Es soll deutlich günstiger sein als die noch vor wenigen Jahren im Gespräch befindlichen Lösungen. Während damals von einer notwendigen Nachrüstung für 14 bis 16 Millionen Mark die Rede war, scheint nun eine Lösung für rund vier Millionen Mark möglich. Vorgestellt wurde sie anlässlich der Planungen für einen sogenannten Trübwasserspeicher vom Ingenieurbüro Schwarz. Dieser 600 Kubikmeter große Speicher – Kostenpunkt 830 000 Mark – soll endlich ein Problem lösen helfen, das die Klär anlage derzeit an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringt: Wird aus den Schlammsilos das Schmutzwasser abgelassen, kommt es zu einer so großen Stoßbelastung, dass die Biologie des eigentlich noch lange nicht ausgelasteten Werkes umzukippen droht. Dem will man begegnen, indem das Trübwasser erst in ein Becken geleitet und von dort dosiert in den Kläranlagen-Einlauf gepumpt wird. Der Fachingenieur empfahl dabei, unverzüglich auch die Nitrat-Fällung in Angriff zu nehmen, die vom Wasserwirtschaftsamt vorgeschrieben wird und eigentlich schon vor einigen Jahren gebaut hätte werden sollen. Angesichts der dafür erforderlichen enormen Investitionen hatte der Stadtrat einen Aufschub beantragt und zahlt seither eine erhöhte Abwasserabgabe für die Einleitung in den Inn.

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Wasserburg – „Der aufgesattelte Löwe wird sie immer ans Ziel bringen“, versprach Johann Ibele den Gästen und rund 50 Radfahrern anlässlich der Einweihung des Wasserburger Radrundweges. Landrat Max Gimple durchschnitt das Band auf dem Wasserburger Marienplatz und gab damit die 110 Kilometer lange Strecke frei. Federführend waren bei der Verwirklichung des Weges die Landwirte, deren Höfe auf der Strecke liegen und die neben Verkaufs- auch Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Unterstützt wurde der Plan von den betroffenen Gemeinden und dem Landratsamt, um den Landwirten eine zusätzliche Einnahmequelle zu beschaffen und den Freizeitwert rund um die Stadt zu erhöhen.

Weitere Meldungen in der Woche vom 9. bis zum 15. Mai 1997:

Bayreuth – 13-Jährige werden von Erwachsenen zum Einbrechen geschickt. Kinderbanden rotten sich zum Kaufhaus-Diebstahl zusammen. Angst vor Strafe müssen sie erst mit 14 haben. Die Polizeigewerkschaft fordert jetzt eine Herabsetzung der Strafmündigkeit auf zwölf Jahre und begründet dies damit, dass die Zahl tatverdächtiger Kinder bis 14 Jahre in den vergangenen fünf Jahren um mehr als zwei Drittel zugenommen habe. 1996 wurden 133 018 Delikte von Diebstahl bis zur Körperverletzung gezählt.

Insel Vilm – Die drei Meeressäugetiere Kegelrobbe, Seehund und Schweinswal sind im deutschen Teil der Ostsee akut vom Aussterben bedroht. Die jetzt zum ersten Mal erarbeitete „Rote Lis te Ostsee“ zeige auch für viele andere Tier- und Pflanzenarten eine akute Bestandsgefährdung, so Bundesumweltministerin Angela Merkel. Für die Wasserqualität in der Ostsee gebe es noch keine Entwarnung.

Langen – Neue Deutsche Meisterin im Computerschreiben ist die Sekretärin Anja Schade aus Berlin. Die 25-jährige verblüffte bei der Meisterschaft des Deutschen Stenographenbundes mit einem Schnitt von 651 Tastatur-Anschlägen pro Minute. Das entspricht knapp elf Anschlägen pro Sekunde.

Venedig – Dem berühmten „Torre dell‘ Orologio“ am Markusplatz hat die vorläufig letzte Stunde geschlagen. Für den Uhrenturm haben zweijährige Restaurierungsarbeiten begonnen, die zum 500. Jubiläum des Turms im Jahr 1999 abgeschlossen sein sollen. Die dort angebrachten Figuren der Heiligen Drei Könige verneigen sich zweimal im Jahr, am Dreikönigstag und Christi Himmelfahrt, vor der Jungfrau Maria. Nach 1757 und 1858 ist dies die dritte Generalüberholung der weltweit einzigen Uhr mit zwei Ziffernblättern.

Hamburg – Die internationale Mafia unterwandert offenbar gezielt für ihre Zwecke einzelne Wirtschaftsbereiche in Deutschland, um illegale Geschäfte zu verschleiern oder Gelder zu waschen. Wie das Bundeskriminalamt in Wiesbaden mitteilte, nutzen organisierte Täterbanden bereits in jedem zweiten Fall gewerbliche Strukturen.

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